McKinsey-Manager: im Notfall verstaatlichen
10.01.2009 | 08:57 Uhr 2009-01-10T08:57:00+0100
Essen. Der McKinsey-Manager Jürgen Kluge hat sich für den Aufbau einer zweiten Treuhandanstalt zur Absicherung von Unternehmen in der Finanzkrise ausgesprochen. Die Anstalt solle im Notfall auch im Kern gesunde Firmen verstaatlichen können.
„Ich bin ein überzeugter Marktwirtschaftler, ich sehe aber auch durch meine Klientengespräche, in welcher Größenordnung eine Pleitewelle auf uns zukommt. Deshalb habe ich Anfang Dezember bei NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers den Deutschlandfonds angeregt”, sagte Jürgen Kluge, Chef des Sparte „Öffenlicher Sektor” der internationalen Unternehmensberatung, auf Anfrage der WAZ. Der Vorschlag sei daraufhin gemeinsam weiterentwickelt worden, hieß es in der NRW-Staatskanzlei. Hintergrund: Die erste Treuhandanstalt ist nach der Wiedervereinigung gegründet worden, um die maroden Betriebe der DDR zu privatisieren und abzuwickeln.
Auftragseinbrüche von 20 bis 50 Prozent befürchtet
Es sei zu erwarten, dass bei den derzeitigen Auftragseinbrüchen in der deutschen Industrie von 20 bis 50 Prozent eine Vielzahl auch hochprofessioneller und innovativer Unternehmen mit „Schlüsseltechnologien unter die Nulllinie gedrückt werden und Massenentlassungen die Folge sind”. Er rechne bereits im März mit derartigen Folgen der Weltwirtschaftskrise. Der Deutschlandfonds mit einem Volumen von 100 Milliarden Euro solle Kredit und Bürgschaften vergeben, aber auch Beteiligungen an Unternehmen halten.
„Für das alles benötigt man professionelle Entscheidungsprozesse. Der Staat kann nicht mit der Gießkanne durchs Land laufen und normale Marktprozesse behindern. Deshalb brauchen wir eine Treuhand II, mit einem Vorstand, einem Aufsichtsrat und einer Charta”, so der frühere Deutschland-Chef von McKinsey. Das alles seit notwendig, „damit wir vorbereitet sind, wenn der Tsunami anrollt”, so Kluge , der sich für die weitere Diskussion der von Rüttgers angestoßenen politischen Debatte einsetzte.
Vorübergehende Beteiligung an Unternehmen in Schieflage
Eine vorübergehende Beteiligung dieser Treuhand II an Unternehmen in Schieflage sei nötig. „In drei bis vier Jahren kann die Treuhand die Beteiligungen wieder verkaufen, dann kann es sein, dass der Staat sogar noch davon profitiert.” Voraussetzung für eine Staatsbeteiligung sei ein gutes Geschäftsmodell und Management. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kündigte an, den Fonds weder mit Kapital noch Krediten, sondern nur mit Staatsbürgschaften als Absicherung für Privatkredite auszustatten.
Diese Pläne der Großen Koalition reichen laut Kluge bei weitem nicht aus. „Die Wirklichkeit wird uns einholen.” Zudem schlug er vor, die „besten Köpfe in Deutschland zusammenzuholen, um über ein Modell der Zukunft nachzudenken und zu überlegen, wie man aus der Verstaatlichung wieder herauskommt."
- Diskussion: Kann die Verstaatlichung vor der Pleite retten?
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12:16
Ja, den Sozialstaat gibt es nur für die Reichen.
Die haben ihre Steuersparmodelle und McKinsey.
Dem kleinen Mann auf der Straße erzählt man was von Eigenverantwortung.
So kennt man die Herren von der Schloßstraße.
16:04
Das ist ja mal ein ganz toller Vorschlag. McKinsey hat ja selbst die Treuhand Numero 1 zu einem GAAAANZ großen Erfolg gemacht - Schaden für uns Deutsche: min. 3.000.000.000 geschätzt.
Bock zum Gärtner fällt mir da nur ein - und so einer wie dieser McKinsey hat auch noch Zugang zu einem so mächtigen Politiker wie Rüttgers. Fatal!
09:10
# 26:
Es bezahlt immer der Kunde, teilweise auch das Land und der Bund für unsinnige Gutachten.
Wer hinter McKinsey steckt und anderen ....ist eine Beratungsmafia.
Wer im geheimen so ein System installiert hat und wer ganz wo anders die Fäden zieht.........wer kann das sagen ??
Vielleicht doch die Rothschild & Bilderbergergruppe ??
- eine Welt ??
- eine Regierung ??
- ein Geldsystem ??
- eine Verarsche der gesamten Welt ???
23:21
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22:39
Wer bezahlt eigentlich die Mc Kinseybande?
Die Bilderberger?
Hallo, Hallo.
12:31
An die Redaktion.Ihr Bild über dem Artikel stammt offenbar aus einem Produktinsabschnitt bei der HeidelbergerDruckmaschinenAG:Zu 80 Prozent Export orientiert,Weltmarktführer ,Technologieführer.
Wir sprechen also offenbar inzwischen über den möglichen Zusammenbruch von derartigen Perlen des deutschen Maschinenbaus?
Können wir es uns als Gesamtgesellschaft leisten ,wenn solche Kernfirmen der deutschen Technologie zusammenbrechen würden???
12:25
Diese Seuche ist nicht nur in Wirtschaftsbetrieben unterwegs, sondern auch in den öffentlichen Verwaltungen. Außerdem still und leise in der Geisterbehörde Agentur für Arbeit slosen-verwaltung!
11:52
McKinsey arbeitet seit 40 Jahren immer mit dem gleichen Rezept.
Es wird eine aufwändige Unternehmensanalyse durchgeführt und jeder Arbeitsplatz bewertet und jeder Mitarbeiter befragt.
Für diesen Aufwand rechnet McKinsey dann bereits ein paar Millionen Beratungsgebühr ab.
Dann kommt der immer gleiche Vorschlag:
Entlassung von ca. 15 - 25 % der Mitarbeiter. Die restlichen Mitarbeiter übernehmen dann die Tätigkeit der geschassten Mitarbeiter.
Dafür darf McKinsey dann üblicherweise noch einmal 50 % der eingesparten Gehälter für 2 Jahre abrechnen.
McKinsey hat es noch ie geschafft einen Firma wirklich mit ihren Produkten optimiert aufzustellen oder zusätzlichen Umsatz für ihre Klientel zu generieren.
EWs werden immer nur Arbeitsabläufe optimiert und Mitarbeiter freigesetzt.
Dazu braucht ma eigentlich keine Unternehmensberatung. Das weiss jeder Pförtner in einem Unternehmen.
Und genauso simpel ist der Vorschlag von Jürgen Kluge.
Es gibt keine positiven Effekte, aber der Vorschlag hört sich gut an und man kann wieder mal ein Beratungshonorar in Rechnung stellen.
11:45
Faktisch handelt es sich inzwischen offenbar um einen Totalzusammenbruch des Exports im Zuge der weltweiten Finanzkrise.
Betriebswirtschaftliche Betrachtungsweisen sind damit für die Katz.
Diejenigen ,die von dem bisherigen Wirtschaftssystem profitiert haben suchen natürlich händeringend nach sog. LÖSUNGEN.
Und die populistischen Politiker von CDU/CSU/FDP/SPD tun inzwischen händeringend alles ,um massive Massenentlassungen vor der Wahl im September zu vermeiden.
11:28
McKinsey sagt immer nur das, was ihnen am meisten Geld verspricht! Das ist das enfache Geschäftsprinzip. Dass die alten Regeln nicht mehr funktionieren, will dort keiner begreifen (wollen).
Beraten und verkauft!