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Ludger Weber

07.11.2008 | 12:45 Uhr

MEIN WOCHENENDELangsam aber sicher heißt es, von meinen Gänsen Abschied zu nehmen. Die meisten verkaufe ich am Wochenende vor St. Martin und kurz vor Weihnachten. Bestellt werden sie von Privatleuten und einer Metzgerei, die zu unseren Kunden zählt.

Vor 15 Jahren fing ich mit rund 40 Gänsen an. Einen Bauernhof mit ein paar Kühen, Schweinen und Schafen zu führen, so wie es meine Eltern getan haben, ist heute nicht mehr möglich. So wurde für mich das Federvieh ein wichtiges Saisonprodukt. Und so sind es in diesem Jahr gut 450 Gänse, die ich im Frühjahr in Norddeutschland gekauft habe, als sie vier Wochen alt waren.

Tagsüber lasse ich meine Tiere auf der Weide nach Futter suchen, weil es für mich wichtig ist, dass sie artgerecht gehalten werden. Abends kommen sie in den Stall, denn auch der Fuchs würde gerne meine Gänse essen.

Ich baue zwar zu den Tieren auch eine gewisse Beziehung auf, doch an dieser Stelle von Wehmut zu sprechen, wäre unangebracht. Das mag für manchen hart klingen, doch die Gänse sind ,mein täglich Brot'. maz Landwirt Ludger Weber ist der Besitzer des Oberschuirshofs am Schuirweg, der seit Jahrhunderten im Besitz der Familie ist.

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