Leuchtbeagle
29.04.2009 | 14:59 Uhr 2009-04-29T14:59:00+0200Snoopy würde sich nachdenklich auf seine Hütte zurückziehen, wenn er erfahren würde, was Wissenschaftler mit seinem Verwandten angestellt haben.
In einem südkoreanischen Labor hat Byeong-Chun Lee von der Seoul National University einem Beagle das Gen einer Scheibenanemone eingepflanzt. Er benutzte dazu Viren, deren eigenes Erbgut durch das der Anemone ersetzt wurde. Die Viren transportierten nun quasi als Gentaxis das neue Erbgut in die Hundezellen. Der Witz dabei: Das Gen sorgt für das Floureszieren der Pflanze. Ergebnis: Der Beagle leuchtet im Dunkeln. Die Wissenschaftler meinen, transgene Hunde, der Erbgut fremde Gene enthält, könnten bei der Erforschung genetisch bedingter Krankheiten beim Menschen helfen. Hunde seien dazu gut geeignet, weil sie eine länger leben als das übliche Labortier, die Maus. Warum der Hund dazu leuchten muss, wird nicht ganz klar. Doch würde sich ein solches Tier auch für die Serienproduktion anbieten. Denn viele Hundehalter kennen das Problem: Nachts sind alle Beagle grau.
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Jährlich werden Millionen von Versuchstieren für die Entwicklung von Arzneimitteln, zur Erforschung von Krankheiten, bei der Herstellung von Agrar- und Industriechemikalien gequält und getötet. Besonders grausam sind die Giftigkeitstests, die an mehr als einem Drittel der Tiere angewendet werden. Viele Tierversuche könnten auch vermieden werden, weil sie schon gemacht wurden und es nur darum geht, die Forschungsergebnisse in einer EU-weiten Datenbank effizienter zusammenzuführen und damit Doppelversuche zu verhindern.
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Beagle-Hunde erfreuen sich wegen ihrer sprichwörtlichen Sanftmütigkeit besonderer Beliebtheit. Sie werden von den Pharma /Chemie-Konzernen oder in „Versuchstierzuchtfarmen“ en masse produziert.