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Lehrstuhl in Harvard nach Beitz benannt

06.10.2008 | 19:46 Uhr

Ehrung des Engagements für Menschenrechte

Essen/Cambridge. Die Harvard Universität (Cambridge, USA) hat einen neu gegründeten Lehrstuhl für "Menschenrechte" nach Berthold Beitz benannt. In einem am Montag bekannt gewordenen Brief an den Vorsitzenden der Essener Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ehrt Harvard-Präsidentin Drew Gilpin Faust den 95-Jährigen als einen außergewöhnlichen Philanthropen, der sich auf dem Feld der Menschenrechte, Konfliktlösungen und internationalen Zusammenarbeit und Gerechtigkeit hoch verdient gemacht habe. Beitz, der am 26. September seinen Geburtstag beging, hatte nach dem Weltkrieg den maroden Krupp-Konzern als Generalbevollmächtigter saniert und ihn zuletzt in die ThyssenKrupp AG überführt. Zusammen mit seiner Frau Else hat Berthold Beitz in der Zeit des Nationalsozialismus' mehrere hundert jüdische Zwangsarbeiter vor dem sicheren Tod in den Vernichtungslagern gerettet. Zu der Benennung des Lehrstuhls sagte er: "Das ist eine unerwartete Ehre für mich, die ich gerne annehme." Der Lehrstuhl ist der erste in Harvard, der nach einem Deutschen benannt wird. Er wird von einer Stiftung von Beitz' amerikanischen Enkelsöhnen Dirk, Robert und Daniel Ziff getragen.

Berthold Beitz wird in USA hoch geehrt.

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