Laumann stoppt neuen Hausarzt-Vertrag
01.01.2009 | 17:17 Uhr 2009-01-01T17:17:00+0100Düsseldorf. Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat den neuen Hausarztvertrag für Westfalen-Lippe vorerst gestoppt. Nach Medienberichten sei eine Überprüfung des Vertrages durch das Ministerium der Grund.
Nach Meinung des Hausärzteverbandes verstößt der Vertrag gegen geltendes Recht. Der Verband habe zudem die Vergabekammer der Bezirksregierung Arnsberg eingeschaltet, da der Hausarztvertrag nicht öffentlich ausgeschrieben worden sei, heißt es. „Wir sind der Empfehlung des Ministers gefolgt, das Vertragswerk solange auf Eis zu legen, bis die Überprüfung abgeschlossen ist”, so ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. Die KV hoffe aber, dass die ersten Vertragsabschlüsse mit den 3000 Fachärzten für Allgemeinmedizin schon Anfang des Jahres erfolgen können.
Ursprünglich sollte das neue Vertragswerk bereits am 3. Dezember in Kraft treten. Ziel ist den Angaben zufolge eine noch bessere Behandlung von Patienten in den Praxen. Zum Beispiel sollen spezielle Sprechstunden für Berufstätige morgens und abends eingerichtet und die Wartezeit für Patienten auf maximal 30 Minuten begrenzt werden.
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