Laser-Angriffe auf Piloten
22.08.2009 | 19:19 Uhr 2009-08-22T19:19:00+0200
Athen/Amsterdam/London/Frankfurt. Auf griechischen Flughäfen, dem Amsterdamer Airport, aber auch auf Londoner und deutschen Flughäfen treiben Laser-"Schützen" ihr Unwesen. Sie nehmen Piloten von startenden oder landenden Flugzeugen ins Visier. Attacken, die Menschenleben gefährden können.
Die Maschine war schon kurz vor der Landebahn des Flughafens der griechischen Insel Rhodos, als die Piloten im Cockpit plötzlich durch ein grelles, grünes Licht geblendet wurden. Die Flugzeugführer brachen am vergangenen Samstag die Landung sofort ab und zogen die Nase des Jets nach oben. Der Tower alarmierte die Polizei. Wenig später wurden in der Einflugschneise zwei Jungen, 13 und 14 Jahre alt, festgenommen. Sie hatten so genannte Laserpointer bei sich, mit denen sie die Piloten irritierten. Kein Dumme-Jungen-Streich, sondern eine gefährliche Attacke. Auch der Amsterdamer Flughafen, mit 45 Millionen Passagieren im Jahr der viertgrößte Airport in Europa, klagt über Laser-Attacken.
Mehrere Kilometer Reichweite
Laserpointer sind ursprünglich als Lichtzeiger für Vorträge gedacht – eine Art optischer Zeigestock. Man kann sie in jedem Elektronikladen kaufen. In Griechenland werden Laserpointer in Form von Schlüsselanhängern oder Kugelschreibern aus China auch von Straßenhändlern angeboten. Die Reichweite von stark gebündelten Laserstrahlen kann mehrere Kilometer betragen. Auf Flugzeuge gerichtet, kann dies Menschen in Lebensgefahr bringen.
Auf die zwei griechischen Jungen kommt ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Luftverkehrs zu. Ihre Eltern müssen sich wegen Verletzung ihrer Aufsichtspflicht verantworten. In Heraklion auf Kreta wurde jetzt ein 16-Jähriger festgenommen, der am Flughafen Nikos Kazantzakis einen Laserzeiger auf die Cockpits landender Flugzeuge gerichtet hatte. „Wir bekommen ständig mehr Meldungen über solche Zwischenfälle”, sagt Grigoris Konstantellos, Vorsitzender des griechischen Zivilpiloten-Verbandes. „Bei einem nächtlichen Landeanflug sind die Piloten für einige Sekunden fast blind, wenn sie ein Laserstrahl trifft.”
Als besonders gefährlich gilt grünes Laserlicht, da es vom Auge 400mal intensiver wahrgenommen wird als rotes Licht. Die Sehstörungen, die bei direktem „Beschuss” mit einem grünen Laserzeiger ausgelöst werden, können Minuten oder sogar Stunden anhalten. Allein beim Anflug auf den Flughafen der griechischen Stadt Thessaloniki haben Piloten seit Jahresbeginn drei Dutzend Laser-Attacken gemeldet.
Laser-Geräte, die bei der Jagd verwendet werden
Das Thema beschäftigt den internationalen Zivilpilotenverband IFALPA. Denn Laser-Attacken auf Flugzeuge gibt es nicht nur in Griechenland, sondern auch in den USA, Australien, Spanien, England – und am Amsterdamer Flughafen Schiphol. Die Vereinigung der niederländischen Verkehrsflieger (VNV) registriert eine ,,erschreckende Zunahme der Laser-Angriffe auf Flugzeuge”. Vor allem bei nächtlichen Starts und Landungen in Schiphol finden immer mehr Laser-Attacken auf Piloten statt. In den vergangenen Wochen ,,dutzende”, meldet die VNV. Die Laser-Geräte, die dabei zum Einsatz kamen, seien meist die, die auch bei einer nächtlichen Jagd verwendet würden, erklärte Evert van Zwol, Vorsitzender der Pilotenvereinigung VNV.
Laser-Attacken auf Flugzeuge gibt es auch in Deutschland. „Es handelt sich aber um Einzelfälle”, betont Michael Fuhrmann, Sprecher der Flugsicherung NRW. Welche deutschen Airports bereits betroffen waren, möchte Fuhrmann „aus ermittlungstaktischen Gründen” nicht sagen. Auf Nachfrage winken die Sprecher der Flughäfen Düsseldorf, Dortmund und des Niederrhein-Airports Weeze ab: Laser-Schützen gebe es bei ihnen nicht.
Jörg Handwerg, Sprecher der Piloten-Vereinigung Cockpit und selbst Pilot, kritisiert, dass es Laser-Geräte, mit denen großer Schaden angerichtet werden könne, frei verkäuflich bereits „für die Hosentasche” gebe. Es handele sich hierbei um Waffen, wenn diese etwa gegen Flugzeuge eingesetzt würden. Laser-Angriffe kämen überall auf der Welt vor. „Und das nimmt zu.”
206 Vorfälle im Jahr 2008
Bei den Attacken handele es sich immer um einen gefährlichen Eingriff in den Flugverkehr. „Werden die Leute im Cockpit durch Laser geblendet, hat das betroffene Flugzeug keine Piloten mehr.”
Bei den Vorfällen in den vergangenen Wochen auf dem Flughafen Amsterdam kann sich Handwerg vorstellen, dass es sich bei den Tätern um Leute handele, „die sich vom Lärm des Airports belästigt fühlen. Das ist in Amsterdam ein Thema".
Bis Piloten erblinden
Auch in Großbritannien treiben Laser-Schützen ihr Unwesen. Die Briten benennen die Flughäfen: Heathrow, Gatwick, Stansted und Luton. Jim McAuslan, Vorsitzender der Britischen Pilotenvereinigung, hat davor gewarnt, dass „es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis Piloten durch solche Attacken erblinden”.
Die Zahl der Laser-Beschüsse an Londoner Flughäfen ist auf 206 Vorfälle im vergangenen Jahr angestiegen. 2003 gab es erst drei Attacken. „Wir haben die Vorfälle an allen Londoner Flughäfen beobachtet“, so McAuslan. „Wir müssen etwas unternehmen, bevor es zur Katastrophe kommt.“ McAuslan will sich mit dem britischen Verkehrsminister um ein Gesetz bemühen, das das Zielen mit Lasern auf Flieger zur Straftat erklärt.

07:48
Das kann gut sein mit den SCHWARZEN Gardienen. Der Nachbar ist bestimmt Sektenanhänger oder CDU Wähler!!!
22:32
:DDD
21:53
Ja und was sollen wir jetzt machen, Henningg? Laserpointer verbieten? Ups, die gefährlichen Laser sind ja in Deutschland verboten...
Hat da nicht wieder jemand mit nem Schwert seine Familie niedergemäht? Aber zumindest hat er sie vorher nicht mit nem Laserpointer geblendet....
LASERPOINTER!!! Oh mann... Na wenn wir sonst keine Probleme haben...
Und ich geh jetzt schonmal aus Vorsicht meine SCHWARZEN Gardinen abhängen...
20:54
Zitat von nala Das mit dem Abbrennen des Hauses ist echt der Hammer. Bist du Bäcker?
Laserlicht besitzt, wie jedes Licht, die Eigenschaft der Divergenz. D.h. auf einer Entfernung von 500m hat der Punkt einen Durchmesser von einem Bierdeckel!
Ja OK ich gebs zu ich vileicht ein bisschen übertrieben aber, angenommen ich stehe mit meinem Auto am Straßenrand und leuchte mit einem 500mw Laserpointer in ein Fenster (5Meter entfernt) hinter dem schwarze Vorhänge sind. Es dürfte nicht viel länger als 10 Sekunden dauern bis der Vorhang anfängt zu brennen........
Zitat von nala 3. Bei den Flugzeugattacken handelt es sich um eine Entfernung von mehren hundert Metern. Keiner kann die Laser so ruhig halten (auf dieser Entfernung ohne Stativ), dass es ausreicht genügend Energie in das Auge des Piloten zu bringen um die Netzhaut zu verbrennen.
2 Sekunden ins Auge des Piloten leuhten, kann beim rihtigen laserpointer mehrere sekunden blind machen auch aus mehreren 100 Meter entfernung!
16:27
Als besonders gefährlich gilt grünes Laserlicht, da es vom Auge 400mal intensiver wahrgenommen wird als rotes Licht.
400x?
Die Wellenlänge von grünen Laserpointer liegt meistens bei 532nm das ist ein sehr gut sichtbares Grün
Wird die Frequenz kleiner, also die Wellenlänge größer geht die Farbe immer weiter in den gelben dann organgen dann roten und infraroten Bereich
man braucht im Vergleich zu 1mw grün (532nm) folgende Leistungen in rot damit es gleich hell empfunden wird:
635nm = hellrot (gut sichtbarers Rot) 4,08mW
655nm 10,85mW
670nm 27,7mW
wenn Grün also 400x intensiver sichtbar als rot sein soll dann muss dieses rot schon sehr nahe im Infrarotbereich sein
normale rote Laserpointer haben meist um die 660nm - deswegen steht bei den grünen Pointern immer 10-15x besser sichtbar
09:12
@Henningg007: Schön das Du hier Werbung machst...
08:34
LASERPOINTER >5mW sind in Deutschland bereits seit ewigkeiten Verboten!!!
Bitte genau informieren bevor nach neuen Verboten geschrien wird.
07:52
@1 + 2 bitte den Link verwenden
http://www.youtube.com/watch?v=5KT2BJzAwbU&feature=PlayList&p=F2D42B7BAD109990&playnext=1&playnext_from=PL&index=45
Das mit dem Abbrennen des Hauses ist echt der Hammer. Bist du Bäcker?
Laserlicht besitzt, wie jedes Licht, die Eigenschaft der Divergenz. D.h. auf einer Entfernung von 500m hat der Punkt einen Durchmesser von einem Bierdeckel!
Das ist übrigens der Grund warum die Experimente mit dem Durchtrennen von Isoband nicht bei der Marke 1000m gefilmt wird.
1. Die Strahltaile liegt oft am Ort des Austrittspiegels. Danach weitet ich der Strahl
2. Das mit dem Verbrennen funzt bei kleinerer Leistung nur mit Schwarzen Gegenständen (Absorption).
3. Bei den Flugzeugattacken handelt es sich um eine Entfernung von mehren hundert Metern. Keiner kann die Laser so ruhig halten (auf dieser Entfernung ohne Stativ), dass es ausreicht genügend Energie in das Auge des Piloten zu bringen um die Netzhaut zu verbrennen.
4. Die Chinaprodukte, haben das die Strahlbündelung angeht, eine sehr schlechte Qualität. Leistung ist nicht alles.
So, lieber 1+2 Korrekt ist: Man wird durch den Strahl stark geblendet >500m. In etwa so als wenn ich meine Xenonbrenner an meinem Auto anschmeiße. Ohhn mein Gooottt nein jetzt werden die auch verboten…
Übrigens: Man kann mit ca. 25 Airbag Zündladungen ein Auto in seine Einzelteile zerlegen. Bei 1+2 fangen wir an die Airbags auszubauen. Wer schon solche Ideen hat das Haus von seinem Nachbarn abzufackeln der baut auch aus Airbags Bomben.
21:35
wie blende ich denn vom Boden aus einen Piloten eines landenden Flugzeugs?
21:26
Was hat ein Laserpointer mit einem Laser gleich? Nichts, Richtig!