Krieg spielen verboten
08.05.2009 | 07:02 Uhr 2009-05-08T07:02:00+0200
Berlin. Der Amoklauf von Winnenden bleibt nicht ohne Konsequenzen. Nach der Einigung von Bund und Ländern bringt die Große Koalition eine Verschärfung des Waffenrechts auf den Weg. Das bestätigte Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach auf Anfrage der WAZ.
Bereits nächste Woche will das Innenministerium einen Gesetzentwurf vorlegen. Er sieht unter anderem eine Amnestie für alle vor, die illegale Waffen abgeben.
Kampfspiele wie Paintball (Gotcha) und Laserdom sollen verboten werden. Dabei machen Spieler Jagd aufeinander und schießen mit Farbkügelchen beziehungsweise mit einem Laserstrahl.
„Völlig überrascht” zeigten sich die Vertreter der Paintball-Spieler. „Wir müssen jetzt ins Ausland gehen”, erklärte der Vorsitzende der Deutschen Paintball-Liga (DPL), Arne Petry, dieser Zeitung.
Schärfere Kontrollen
Das Herzstück des Gesetzes sind verschärfte Kontrollen. Kontrolleure sollen verdachtsunabhängig die Wohnung von Waffenbesitzern aufsuchen. Sie sollen überprüfen, ob die Waffen vorschriftsmäßig aufbewahrt werden. Wer den Kontrolleuren grundlos die Tür zuschlägt, muss mit Sanktionen rechnen. Das wären zum Beispiel der Verlust der Waffenerlaubnis oder auch Geldbußen.
Der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) protestiert heftig gegen diese Pläne. „Es ist einfach unfassbar, dass Jäger künftig weniger Rechte haben sollen als Kriminelle”, so DJV-Präsident Jochen Borchert. „Wir wehren uns gegen diese Willkür.”
Biometrische Sicherungen für Waffenschränke
Waffenschränke sollen künftig mit biometrischen Systemen gesichert werden. Diese Systeme sind allerdings noch nicht serienreif.
Das Gesetzgebungsverfahren wird allerdings zum Rennen gegen die Uhr, wie Bosbach einräumt. Er ist skeptisch, ob es noch gelingt, bis zum Ende der Legislaturperiode die Reform durch Bundestag und Bundesrat zu bringen. Der CDU-Mann rechnet mit massiven Widerständen, „egal, wie das Gesetz am Ende aussieht.” Die Einigung, die auf eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe zurückgeht, soll allerdings mit den Verbänden abgesprochen worden sein.
Im Innenministerium rechnet man mit weniger Störfeuer. Wenn alles planmäßig verlaufe, könnte der Bundestag schon Ende Mai über das schärfere Gesetz beraten.
- Gotcha-Spieler gehen ins Ausland
- Paintball und Gotcha sollen verboten werden
- Sogar Farbmunition im Visier
- Ein Schnellschuss beim Waffenrecht
- Pro Verbot: Paintball ist Kriegspielen für Fortgeschrittene
- Contra Verbot: Es ist nur Räuber und Gendarm
Diskussion: Paintball und Gotcha sollen verboten werden - ist das der richtige Weg oder übertriebener Aktionismus?

16:38
Vier Jahre lang angestrengtes Nichtstun (bei vollen Bezügen) wird abgelöst durch hektischen Aktionismus. Waffenrechtsverschärfung, wie gehabt. Der Gipfel des Kasperletheaters: Gotcha- und Paintball – Spiele werden verboten. Kein Witz! Steuerreform? Bildungsreform? Überhaupt ernst zu nehmende Politik? Da war doch mal was?
Wir haben uns als Kinder (alle um Jahrgang 1950) beim Cowboy-Spiel mit unerschöpflichem Erfindungsreichtum und wahrhaft tückischer Raffinesse gegenseitig in Massen dahingemetzelt, mit Spielzeugrevolvern und Gummidolchen. Alle, wirklich alle haben mitgemacht. Und keiner, wirklich keiner hat jemals im wirklichen Leben einen Menschen ernsthaft verletzt, geschweige denn getötet. Wäre damals ein Politiker auf die Idee gekommen, uns das Cowboyspielen zu verbieten mit der Begründung, wir könnten deswegen ja später (Massen-) Mörder werden, wäre die sofortige Einweisung in die nächste Psychiatrie fällig gewesen. Das sollte man vielleicht wieder so handhaben. An den Ursachen für Amokläufe arbeiten, als da sind versagende, auch überforderte Eltern, ein marodes Schulsystem, gleichgültige Lehrer, desinteressierte Politiker, soziale Ausgrenzung? Viel zu kompliziert, vor allem nicht karrieredienlich. Schließlich ist das Parlament gemäß dem Bonmot von Franz- Josef Strauß „mal voller und mal leerer, aber immer voller Lehrer“. Und da es ja wohl kein Zufall sein kann, dass Amokläufe von jungen Menschen fast immer in Schulen stattfinden, könnten die sich in Frage gestellt fühlen.
Ins Bild passt, die FDP einmal ausgenommen, die kollektive Wähler- Anmeierei mit der reflexartigen Diskriminierung legaler Waffenbesitzer. Mein Großvater sagte immer: Wenn einer nur ´n Hammer hat, sieht jedes Problem wie´n Nagel aus. Anstatt sich um die wirklichen Probleme (s. o.) und um den illegalen Waffenbesitz (98 % der bei Straftaten verwendeten Waffen) zu kümmern, sind Sportschützen-, Sammler- und Jägerprügeln und solche Kinkerlitzchen wie ein Gotcha - Verbot angesagt. Das alles wird von hochrangigen Bundespolitikern vor jeder möglichen Kamera in staatstragendem Ton als grandioser Erfolg verkauft. Adenauer, Schumacher, Dehler, Willy Brandt, ja selbst mein altes Feindbild Strauß, von dem ich zu seinen Lebzeiten nie gedacht hätte, dass ich ihn einmal zurückwünschen würde – sie alle müssten sich in ihren Gräbern eigentlich in Krämpfen winden.
Aber es gibt ja noch Lichtblicke. Finanzminister Steinbrück z. B. stört sich, zu Recht, an der Steuerhinterzieherei. Steuerreform ist ja nicht, allein eine machen geht auch nicht. Also andere Ursachen angehen, dicke Bretter bohren und sich mit klarer Ansage nötigenfalls unbeliebt machen, z. B. bei den darob pikierten Schweizern und Liechtensteinern. Zuspruch von den Kollegen? Weit gefehlt, Schelte wegen „undiplomatischen“ Vorgehens. Motto: Der muss noch viel lernen. Er könnte seine Steuerfahnder z. B. gezielt und ausschließlich auf unsere letzten Kriegerwitwen, Mini- Rentenbezieher und allein erziehenden Mütter loslassen. Das brächte zwar todsicher nichts, einfach weil die gar keine Steuern hinterziehen können. Aber ähnlich wirkungsvoll beugen ja schließlich seine tönenden Kolleg(inn)en auch der Gefahr vor, dass sich Amokläufe bei uns nicht mehr wiederholen. Eins aber wäre erreicht: Beim zunehmend ungeduldigen Wahlvolk wäre der Anschein von Aktivität erweckt, vor allem aber würden, dazu noch so kurz vor den Wahlen, keine unbequemen grundsätzlichen Debatten ausgelöst – und darauf kommt´s schließlich an in der Politik.
Manfred Nolting, Lennestadt
11:59
man müste diese Leute mal lustig irgendwo auf der Welt an die Front schicken. Mal sehen wie toll sie das noch finden.Verbote bringen gar nichts.
11:45
Leute ( Politiker ) die sich in keinster weise auskennen tompeteten Regelungen herraus die keine Hand und kein Fuss haben Was soll zB. eine Biometrischer Zugang am Waffenschrank den nützen wenn die Waffe nicht ordungsgemäß im Tresor verschlossen ist. Aber vielleicht sitzt einer von denen die es fordern im Aufsichtrat einer Herstellerfirma? Würde mich auch nicht wundern wenn bald ein neuer Mauerbau geplant wird NATÜRLICH nur um uns zu schützen
11:13
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Man stelle sich mal vor, ein Schützenverein will auf harmlosere Paintball-Waffen umstellen.
Dann heißt es: Nein, die sind verboten,ihr müsst weiterhin mit den scharfen, echten, gefährlichen Waffen schießen.
Politiker, kann man die eigentlich noch ernst nehmen?????????
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10:17
Da haben wir ja Glück, das die Politiker noch nicht die Softairwaffen gesehen haben. *g*
09:46
Rinderwahn in Berlin angekommen ???
Politiker der großen Koalition wollen dem Bürger zeigen,
wo bei ihnen der Hammer hängt.
Weil in den letzten Jahren mehrfach unrechtmäßig Jugendliche
ihren Eltern die genehmigte und den Ordnungsbehörden gemeldete
Sportwaffe wegen unsachgemäßer Aufbewahrung entwendet haben
und in der Schule damit ein Blutbad angerichtet haben, drehen jetzt
die Politiker von CDU, SPD und Bündnisgrüne in Berlin durch
und verfallen in blinden Aktionismus:
Eine rigorose Verschärfung des derzeit geltenden Waffenrechtes,
ein Verbot von Kampf- und Jagdspiele wie z. B. Paintball (Gotcha)
und Laserdom (erst ab 18 Jahre in abgesperrter Umgebung !!!),
da sie das Töten simulieren. Waffen jeglicher Art sollten keine
Bestandteile von Spielen sein und in Zukunft Amokläufe verhindern
ist die Kernaussage von den Politikern, allen vorran der Union-Fraktionsvize
Wolfgang Bosbach und der innenpolitische Sprecher der SPD Dieter
Wiefelspütz. Sprecher der Polizeigewerkschaft in den Ländern, hier u.a.
Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft sowie
schon längst abgehalfterte ex-Polizeisprecher fordern deswegen strikt
ein Verbot der Aufbewahrung von jeglichen Schusswaffen zuhause.
Diese Forderungen werden von selbsternannten Kriminologen wie ein
Dr. Pfeiffer mit waghalsigen Thesen untermauert. Nur hat niemand im Vorfeld
unabhängig untersucht, ob es eine Beziehung von Paintball oder dergleichen
zu ausgeführten Gewalttaten überhaupt gibt.
Wenn diese gefragt werden, wieso sie der Meinung sind, ein Totalverbot von
Waffen beim Bürger müsse her um die Amoktaten zu verhindern erzählen die
die abenteuerlichsten Theorien, die zu den Taten führen.
Angeblich ist offenbar alles hier schuld, Hauptsache es dient der Verhinderung.
Die Blauäugigkeit einiger hoher Herren und Damen in der Politik verwundert
daher doch sehr.
Gleichfalls ist nicht festzustellen, dass vor der Verbreitung von Amokläufen in den
USA, welche hier offenbar labielen Menschen als willkommene Vorlage dienen,
es mit Amokläufen in Schulen von Jugendlichen irgend welche Auffälligkeiten gab.
Sportwaffen hatten die Berechtigten damals auch schon gehabt, bei sich zu hause
gleichfalls mit zugehöriger Munition auch aufbewahrt.
Die verstärkte Zunahme dieser Delikte beim betroffenen labilen Jugendlichen,
der eine Straftat mit der Waffe verübt (Amoklauf an der Schule etc.) sind offenbar
hauptsächlich auf das Elternhaus zurückzuführen sowie das verstärkte Mobbing in
der Schule, was ebenfalls aus den USA zu uns gekommen ist.
Hänseleien unter Schüler sind auch früher vorgekommen, haben aber nicht zu
diessen Gewaltexessen geführt.
Somit bleibt nur die falsche Erziehung im Elternhaus übrig.
Fehlende Wertevermittlung, fehlendes Sozialverhalten in der Familie weil alle
Elternteile arbeiten müssen um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten oder gar die
Gleichgültigkeit der Lehrkräfte in den Schulen geben den idealen Nährboden für
diese Amoktaten ab.
In der Nachbeurteilung der Amokläufe von Jugendlichen hatte sich gerade ja gezeigt,
dass die vorgenannte Gründe ausschlaggebend für die Taten war. Nur erkannt haben
will das keiner, selbst unsere ausgebildeten Lehrer an den Schulen weil sie dieses
Erkennen auf der Uni nicht erlernt haben. Das wird in unseren Schulsystem auch
nicht abverlangt; mit der Ausübung der Lehrtätigkeit sind unsere LehrerInnen ja
schon selbst überfordert. Die aktuellen Krankenstände und Frühpensionierungen
zeigen es doch.
Von einem schon verkorksten ohne soziale Erziehung Elternhaus kann erst recht
nicht verlangt werden, dass hier etwas erkannt wird, was man selber nicht vermitteln
kann.
Somit bleibt festzuhalten, dass hier wieder einmal von Bosbach, Wiefelspütz und co.
mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird ohne überhaupt die Ursache in der
Erziehung der Jugendlichen, welche die Hilfe benötigen, zu erkennen und in die
Wege zu leiten.
Das beabsichtigte Verbot von Kampf- und Jagdspiele sowie die Internetbenutzung
solcher Spiele ist hier der falsche Weg. Die verschärfte Kontrolle der richtigen
Waffenaufbewahrung beim Sportschützen ist in Ordnung, gleichzeitig sollte aber
überlegt werden ob es sinnvoll ist, Kontrolleure sollen verdachtsunabhängig zu
jeder Zeit die Wohnung von Waffenbesitzern aufsuchen und dabei überprüfen,
ob die Waffen vorschriftsmäßig aufbewahrt werden.
Wer den Kontrolleuren grundlos die Tür zuschlägt, muss mit Sanktionen rechnen.
Das wären zum Beispiel der Verlust der Waffenerlaubnis oder auch Geldbußen.
Eingangs wurde geschrieben, Politiker der großen Koalition wollen dem Bürger zeigen,
wo bei ihnen der Hammer hängt.
Bleibt nur zu hoffen, dass sie bei allem blinden Aktionismus sich nicht gegenseitig
den Hammer vor den Kopf hauen, denn das wäre nicht gut für eine Gesetzgebung.
09:31
Ist doch totaler Quatsch - wir haben als Kinder mit Erbsen -oder Wasser Pistolen auch Krieg gespielt, dadurch werden keine Amokläufer gemacht. Die Probleme zu finden ist Aufgabe der Politiker, aber es ist einfacher dem doofen Volk immer mehr zu verbieten.
09:31
Deutschland 2015.
Schlagzeilen in der Tageszeitung...
Schützen Vereine sind verboten worden.
Video Spiele sind verboten...PAC MAN ist ein Gewaltspiel.
Tom und Jerry sind auf dem Index
Groß kalibriege Waffen sind frei verkäuflich.
Polizei stellte 100 Schuss Paintball Farbkugeln sicher, Hehler bekommt Todesstrafe
Kinder Schänder sind endlich geheilt und bekommen Anstellung im Kinder Garten.
Lied aus dem Internet geladen 20 Jahre Strafe...
Zumwinkel zum 20 mal freigesprochen wegen Steuerhinterziehung...
Mann geht wegen Parken ohne Parkschein 10 Jahre in den Bau....
Geschwindigkeit um 0,00000001 Stundenkilometer überschritten 15000 Euro strafe...Politiker sind von der Geschwindigkeits-- Beschränkung aus genommen.
Lidl ging voran...elektronische Fuß Fesseln für alle Arbeiter Pflicht..
Tagelöhner warten seit Tagen an der A59 auf arbeit...aber kein Unternehmer kommt mehr da sie ihren Betrieb aufgegeben haben...mit Aktien verdient man mehr Geld.
Bundeskanzler Ibrahim Müllüs führt den Halbmond auf der Deutschland Fahne ein....
Kritik am Islam verboten ...hohe Strafen drohen...
Mann könnte das Szenario immer weiter führen..ha ha ha
09:22
Es ist schon paradox. Paintball verbieten und gleichzeitig mit Ultimate Fighting starten.
Was führt wohl eher zu Verrohung in unserer Gesellschaft?
09:00
Warum???? Gibt es auch nur einen mikroskopisch kleinen Hinweis für den Zusammenhang zwischen Paintball etc. und Amokläufen? Mit ist nicht bekannt, dass auch nur einer der Amokläufer Kontakt zur Gotcha / Paintball-Szene hatte. Also nur populistischer Aktionismus der Politiker vor einer Wahl? Vor Paintball-Spieler habe ich jedenfalls keine Angst, jedoch zunehemnd vor einer blind-aktionistischen Verbotspolititk mit immer undurchdachteren und in rasender Geschwindigkeit durchgepaukten Schnellschussgesetzen a la Abwrackprämie.