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Gewalt im Internet

Junge Union in NRW greift YouTube an

19.04.2009 | 21:46 Uhr
Junge Union in NRW greift YouTube an

Düsseldorf. Die nordrhein-westfälische Junge Union will über ihre Mutterpartei ein konsequenteres Vorgehen von Polizei und Ordnungsbehörden gegen die steigende Zahl gewaltverherrlichender Jugend-Foren im Internet durchsetzen. Ins Visier nehmen die Jungpolitiker dabei vor allem populäre Videoportale.

"Rivalisierende Jugendbanden putschen sich mit Hassbotschaften und Gewaltposen im Internet auf, um sich anschließend zu Straftaten zu verabreden", sagte  JU-Landesvorsitzender Sven Volmering der WAZ - "ähnlich den  kriminellen Vorbildern aus der amerikanischen Rapper-Szene". Gerade  in "problematischen Stadtteilen" seien Jugendbanden wieder  "angesagt".

Volmering: "Wer Probleme mit den Eltern oder der  Freundin hat, versucht sich hier sein Selbstbewusstsein zu holen".  Politik und Gesellschaft dürften dabei nicht länger wegschauen,  zumal die Kriminalstatistik eine steigende Tendenz bei  Gewaltdelikten von Jugendlichen belege.

Videos und Drohbriefe

In einem Antrag an den Landesparteitag der NRW-CDU am 9. Mai in  Essen, der von der Spitze der Union mit Zustimmung aufgenommen wurde, fordert die JU zugleich  eine stärkere Überwachung von  populären Videoportalen wie "YouTube" und "MyVideo", in denen immer öfter jugendliche Gewalttäter Handy-Videos von Schlägereien und Drohbriefe veröffentlichten. Ordnungsbehörden und Jugendämter müssten solche Plattformen für "mediale Gewalt" intensiver  beobachten.

Von der Polizei verlangt die Union ein früheres Eingreifen. "Einschreiten und abschalten", bringt Volmering die  JU-Forderung auf den Punkt. Die  Betreiber von Portalen wie YouTube  sollten nach Ansicht der Union außerdem dazu verpflichtet werden, sowohl das Hochladen solcher Videos als auch das Anschauen zu  erschweren. "Zum Beispiel, in dem sich jeder Nutzer erst mit voller  Anschrift und seiner Personalausweisnummer registrieren muss".  Gewaltverherrlichende Foren und Blogs von Jugendbanden müssten ebenfalls konsequent aufgespürt und gesperrt, die Anbieter der Seiten mit Strafen belegt werden.

"Hier muss die Politik handeln"

"Sperrt YouTube alle Musikvideos, gibt es große Aufregung", erklärte  Volmering. "Wenn dort Gewalttaten gezeigt werden, wird geschwiegen.  Das darf man nicht länger einfach hinnehmen, hier muss die Politik handeln."

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Christoph Meinerz



Kommentare
11.06.2009
19:20
Junge Union in NRW greift YouTube an
von Pit01 | #39

Keine künstliche Hüftgelenke für Senioren,
keine Rentenerhöhungen
aber Internetzensur.
Das ist das Programm der JU. Toll.

11.06.2009
17:06
Junge Union in NRW greift YouTube an
von jessihope | #38

wenn sich die Jugendlichen nicht im Internet verabreden machen sies halt per sms, Telefon oder persönlich so oder so, verhindern kann man es nicht, das ist die Aufgabe der Eltern und nicht die des Staates.

11.06.2009
16:29
Junge Union in NRW greift YouTube an
von angel | #37

Vollidiote wie diese ganzen schwachsinnigen Politiker sollte man einsperren! Ich glaub es hackt!

21.04.2009
19:39
Junge Union in NRW greift YouTube an
von Hemisperic | #36

sry für den Doppelpost

21.04.2009
19:38
Junge Union in NRW greift YouTube an
von Hemisperic | #35

Es reicht ! Sowas müssen wir Bürger uns nicht länger gefallen lassen !

1. KOMMUNIKATION - klär dein Umfeld auf; lass es nicht in der einlullenden Dunstwolke der klassischen Medien
2. Wählen - Richte die Wahl entschieden gegen CDU/CSU und SPD, dass ihre Konkurrenz gestärkt wird
3. Demonstrieren - für den Fall, dass in deiner Nähe eine Demonstration stattfindet

21.04.2009
17:38
Junge Union in NRW greift YouTube an
von Franz Roth | #34

Ich muß es so sagen: hirnrissig! Der Hintergrud ist der, alles zu verbieten, was nicht in das eigene Law-and-Order-Weltbild passt. Anstatt sich um die Ursachen zu kümmern. Und das sind nicht Gewaltvideos oder Counterstrike, sondern die Perspektivlosigkeit und die auseinanderklaffende Schere in der Gesellschaft. Wenn sich Ackermann & Co. ungestraft die Taschen vollschaufeln, dann kommt erst die geballte Faust (in der eigenen Tasche) und irgendwann der Ausbruch. Zensur hilft da weiß Gott nicht weiter. Beweihräuchert aber den eigenen untillbaren Wunsch nach dem totalen Nanny-Staat.

21.04.2009
15:42
Junge Union in NRW greift YouTube an
von dot tilde dot | #33

die sonne scheint immer so hell. da muss der staat was machen: einschreiten und abschalten. klar, funktioniert nicht. aber der staat darf da nicht tatenlos bleiben - gerade der lichte tag darf kein rechtsfreier raum sein.

.~.

21.04.2009
14:38
Junge Union in NRW greift YouTube an
von Thomas.Lau | #32

mal wieder zeigen die Rechten ihre hässliche Fratze:
Zensur!

Bleibt die Frage wie die ein Kreisvorsitzender aus Borken eine Firma aus Kalifornien meint kontrollieren zu wollen.

Vermutlich sind das die Folgen Fritze Hitzler und seinen auferstandenen Ideen von Deutsche Interessen am Hindukusch verteidigen...

21.04.2009
14:38
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #31

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

21.04.2009
08:47
Junge Union in NRW greift YouTube an
von Gerhard Gepard | #30

Allein der erste Absatz zeigt eine dumpf-populistische Politikauffassung, wie ich sie von einer demokratischen Partei nicht erwarte: Zum ersten wird in Bausch und Bogen ein ganzes Medium verteufelt und vor meinem inneren Auge zogen Bilder vom Ku-Klux-Klan und NSDAP-Aufmärschen vorbei, und zum zweiten bedient man sich einer Perspektive und Wortmaterial, das wohl am ehesten unter den technisch Unbedarften und den leichtgläubig Naiven verbreitet ist.

Der Schrei nach Zensur hat schon einmal einen deutschen Staat in den Terror gestürzt - die Verantwortung eines jeden Demokraten läge darin, sich §20 (4) GG zu vergewissern und sich geeigneter Handlungsweisen zu bedienen:

Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Wenn es vorher noch einen anderen Weg gibt, dann mögen die Medien ihn möglichst bald beschreiten - aber SO geht es nicht weiter. Dieser Artikel ist ein Symptom der Krankheit Versagen der demokratischen Medien, von Gleichschaltung mag ich heut nicht reden...

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