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Interview

"Ich zweifele an der Klima-Katastrophe"

08.06.2009 | 16:02 Uhr

Essen. Niemand bürstet so lustvoll gegen den Strich wie Trendforscher Matthias Horx. Im WAZ-Interview klagt er über Zukunftspessimismus, verkannte Chancen der Krise, Zweifel an der Klima-Katastrophe und darüber, wie linkes Dagegensein und rechte Rückwärtsgewandtheit sich aufs Schönste verbinden.

„Warum die Welt nicht schlechter wird“, heißt es im Untertitel ihres heutigen Vortrags in Essen. Das müssen Sie mal erklären. Wenn Sie 100 Menschen fragen, sagen 90, aber klar wird die Welt täglich schlechter.

Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx

Matthias Horx: Deshalb muss es noch lange nicht stimmen. Wenn man sich etwas intensiver mit den großen, globalen, langfristigen Trends beschäftigt, wird schnell deutlich, dass die historische Entwicklung unterm Strich positiv ist. Natürlich gab und gibt es Rückschläge, es gibt vor allem in anderen Kontinenten noch existentielle Armut, aber dass wir heute in einer anderen Welt leben als vor 100 Jahren - und zwar in einer besseren, was Lebenserwartung, Bildung, Lebenschancen und allgemeinen Wohlstand angeht -, das ist doch offenkundig. Denken sie nur, welche Erfolgsgeschichte Europa heute hinter sich hat. Man fragt sich natürlich, warum die allgemeine Wahrnehmung eine derart andere ist.

Ja, warum? Der Blick zurück in die Geschichte könnte doch wirklich zum Optimismus verleiten.

Horx: Die Annnahme, dass die Welt den Bach heruntergeht, ist uns offensichtlich näher, sie bringt offenbar echte Vorteile. Journalisten zum Beispiel können mit einer negativen Botschaft erheblich mehr Aufmerksamkeit erlangen als mit einer positiven. Wir sprechen auch vom „Alarmismusvorteil“: Wer die Welt mit düsteren Farben malt, dem ist Aufmerksamkeit gewiss.

“Bad news are good news”, wie man in der Branche sagt.

Horx: So ist es. Aber warum ist das so? Erstens sind die Medien heute in einer brachialen Konkurrenz-Situation, in der die entscheidende Knappheit die Aufmerksamkeit des Publikums ist. Zweitens interessieren wir uns auch deshalb für Katastrophen, weil wir selbst verschont wurden. Es gibt so etwas wie einen „apokalytischen Voyerismus“. Und daraus entsteht ein schiefes Weltbild. Wenn sie Leute fragen, wie geht es Ihnen persönlich, dann sagen die meisten: eigentlich gut! Ihre Stadt oder Gemeinde? Eigentlich ganz prima! Dem Land geht es schon deutlich schlechter und dem Rest der Welt richtig dreckig. Das ist so etwas wie ein „autistischer Selbstwohlfühl-Effekt“: Wir erzielen durch solche Sichtweisen einen Gewinn für unser Selbst-Erleben. Schließlich gibt es auch ein typisch deutsches Angsthasentum, dessen Wurzeln in unserer Mentalität und Geschichte liegen – das ist hierzulande fast so etwas wie ein medial geförderter Breitensport.

Nicht verzagen trotz Finanzkrise: Auch diese bietet Chancen, meint Trendforscher Horx.

Nun gut, aber dass wir übermäßig Grund zum Optimismus hätten, erscheint in der derzeitigen Finanzkrise wirklich absurd.

Horx: Das sehe ich differenzierter. Finanz- und Wirtschaftskrisen sind zunächst mal eine Konstante der Ökonomie. Es gab sie immer, das können Sie bis ins alte Ägypten zurückverfolgen. Wirtschaftskrisen, so hart sie vorübergehend für den Einzelnen sein mögen, leiten letztlich unverzichtbare Erneuerungsprozesse ein, sie führen zu einer höheren Innovationsrate. Die jetzige Krise lässt sich auch als Ende eines 20-jährigen Booms lesen, in dem viele Unternehmen ihr Geschäft einfach aufgebläht statt innovativ verändert haben. Denken Sie an die Autokonzerne, die immer schnellere, immer schwerere Autos bauten statt intelligentere; oder der Handel mit seinen immer größeren Läden und immer spottbilligeren Preisen, ganz zu schweigen von den Banken mit ihren bizarren Derivaten. Jetzt plötzlich können wir über Innovationen reden, die lange Zeit keiner ernst genommen hat. Alle mögen jetzt Elektroautos, selbst die Automanager sind ganz begeistert davon. Das nenne ich den „Krisen-Segen“.

Die Krise als Chance – das klingt zynisch.

Horx: Das ist wie im persönlichen Leben. Ein Leben ohne jedes Scheitern und ohne Krise ist doch meist sehr dröge und langweilig. Eine Krise zu bewältigen, ist eine enorm wichtige Erfahrung, sie führt zu geistigem UND materiellem Wachstum.

Sie sehen eine Ära kommen, die Sie Softkapitalismus nennen. Was ist das?

Horx: Wir beobachten seit Jahrzehnten den Wandel von einer produktionsorientierten Ökonomie hin zu einer wissensgestützten, und dabei verändern sich auch die kulturellen Formen des Kapitalismus. Das Humankapital ist in einer Industriegesellschaft nicht so wichtig, da können sie Arbeiter einfach austauschen. Aber je komplexer die Wirtschaft wird, desto wichtiger wird auch der „Faktor Mensch“. Das ist auch einer der Gründe, weshalb die Unternehmen in dieser Krise viel weniger Personal abbauen als in früheren vergleichbaren Phasen. Man will die Leute halten, weil man mehr und mehr auf sie angewiesen ist. Das zeigt, dass es in Richtung auf einen „softeren“ Kapitalismus geht, eine Marktwirtschaft, in der die Arbeitskraft nicht mehr nur eine Ware ist. Wir erleben gleichzeitig eine Rückkehr des Staates und eine neue Werte-Debatte, in der sich die Menschen fragen, ob das Streben nach immer mehr Materie eigentlich den „heißen Kern“ einer Gesellschaft ausmachen kann.

Und was wäre die Alternative?

Horx: Der Trend weg vom Tonnagedenken, hin zum qualitativen Wachstum muss noch viel stärker werden. Ein Beispiel: Wir können nicht verhindern, dass Milliarden aufsteigende Arme in der globalen Ökonomie, in den Schwellenländern, ebenso Auto fahren wollen wir wir. Und wir müssen es so hinkriegen, dass das nicht den Planeten ruiniert. Das bedeutet, wir brauchen Energie- und Mobilitätssysteme jenseits von Öl und Gas. Es geht nicht mehr länger um Schneller-mehr-lauter-bunter, wenn wir an Innovation denken. Zukunfts-Innovation heißt: systemischer, menschlicher, eleganter - smarte Technik, die dem Menschen hilft.

Das setzt starke Veränderungen in den Köpfen voraus.

Horx: Aber es sind auch viele Menschen auf dem Weg dorthin. Ich treffe zurzeit viele Menschen auch aus dem Big Business, die sich sehr ernsthaft fragen: Muss ich mein Leben ändern? Was können wir in Zukunft anders machen? Wie können wir diese Prozesse einer „smarten Technik“ vorantrieben? Das sind interessante Signale.

Andererseits konstatieren Sie aber auch einen „Biedermeier-Bolschewismus“. Das hört sich weniger freundlich an.

Horx: Wir können sehen, dass sich die alten, schon überwunden geglaubten Ideologien wieder Bahn brechen. Und es gibt diese große Harmoniesehnsucht gerade in Deutschland, die bei ökonomischen Umbrüchen wieder hochkommt. Die moralinsaure Debatte, die viele Medien beherrscht, führt nur menschliche Opfer vor – der arme Arbeitslose, der vom bösen Kapitalismus entlassen wurde. Das führt dann zu einer völlig unterkomplexen Analyse nach dem Motto: Wenn der Staat sich den Problem annimmt, dann wird alles wieder prima. Ich nenne dieses Phänomen deshalb Biedermeier-Bolschewismus, weil es eine Mischung aus Spießertum und „Dagegensein“ ist. Das Schlechte von 68, das nörgelnde Dagegensein, hat sich mit dem Schlechten der Konservativ-Kultur, dem Rückwärtsgewandten, zusammengetan. Heraus kommt ein reaktionäres Linkssein. Alles soll wieder so „sicher“ werden, wie es angeblich früher war, und auf keinen Fall darf sich etwas verändern.

Die Leute wollen eben gerne, dass alles bleibt wie es ist. Das ist doch menschlich.

Amerikanischer Optimusmus - in Deutschland nicht gerade weit verbreitet.

Horx: Das Problem ist nur, es funktioniert nicht. Eine Gesellschaft wie unsere braucht Wandel, um existieren zu können. Sicherheit können wir nur in Veränderung erzeugen. Diese Veränderung muss ja nicht immer radikal sein, aber jeder muss auch seinen Teil dazu beitragen, dass unsere Gesellschaft schlauer, gebildeter, menschlicher werden kann. Wir haben alle Barack Obama bewundert, und wie die amerikanischen Gesellschaft seinen Willen zum Neuanfang aufgegriffen hat. Yes, we can – das ist die Formel einer Hoffnung, die besagt: Eine bessere Gesellschaft ist möglich! Wir können aus Fehlern und Unzulänglichkeiten lernen! Warum ist so etwas nicht in Deutschland möglich? Eine Zukunfts-Gelassenheit, statt dem ewigen Geschrei?

Diesen Impulswollen Sie anscheindend nach Kräften fördern?

Horx: Genau, es geht mir als Zukunftsforscher nicht so sehr um Prophezeiungen, eher darum, die Zukunft als gestaltbare Aufgabe darzustellen. Das ist hierzulande schon eine Titanenaufgabe.

Apropos Zukunft: In nächster Zeit werden uns wieder einige Klima-Konferenzen heimsuchen. Für einen Zukunfts-Optimisten wie Sie eine schreckliche Zeit, oder?

Alte Industrien - keine Option für die Zukunft? Bei ThyssenKrupp in Duisburg (Bild) sieht man das vermutlich anders. (Foto: ap)

Horx: Zum Verständnis: Ich sage nicht, es gibt keinen menschlich bedingten Klimawandel. Ich zweifele lediglich an der Klimakatastrophe. Das ist ein entscheidender Unterschied. Klimatischen Wandel gibt es aber in der Geschichte der Erde seit vielen Millionen Jahren, oft kam er kurzfristig, oft innerhalb langer Perioden. Wir müssen damit leben. Wir müssen adaptiv sein.

Wieso haben Sie es dann zu einem Lieblingsgegner der deutschen Klima-Päpste gebracht?

Horx: Ich habe den apokalyptischen Droh-Zeigefinger etwas beleidigt. Von Wolf Lotter, dem Autor des Buchs „Die Kreative Revolution“ stammt das schöne Zitat: „Sehet, der Untergang kommt! Tuet Buße! Diese Phrase bedeutet damals wie heute: Her mit Eurer Kohle!“ Ich glaube einfach nicht, dass die Erwärmung in jener katastrophalen Form stattfindet wie es uns weisgemacht wird. Heute ist ja jede ungewöhnliche Wetterlage angeblich Vorbote einer Katastrophe, was ich für medial aufgebauschten Unsinn halte. Zweitens bin ich der Meinung, dass wir als technische Kultur durchaus in der Lage sind, Neue Technologien zu erfinden, um die Effekte des CO2 abzuschwächen. Wir müssen zum Beispiel in der Tat umsteigen auf neue, postfossile Energieformen. Nur: Ich traue uns das zu. Damit schere ich natürlich aus der apokalyptischen Rhetorik aus, mit der man die Menschen so schöne Schuldgefühle machen kann.

Aber vielleicht ist Angst gar kein so schlechter Ratgeber, vielleicht entsteht so erst Handeln.

Horx: Manchmal mag das stimmen, aber ungerichtete und exzessive Angst zerstört unsere Fähigkeit zum vernünftigen und zielgerichteten Handeln. Die ständige apokalyptische Berieselung hat einen kontraproduktiven Effekt. Je mehr man die Leute erschreckt, desto weniger handeln sie – wieso soll ich etwas tun, wenn sowieso alles zum Teufel geht? Schauen Sie, wie viele große Katastrophen sind schon durch unsere Angstkathedrale getrieben worden! Ich erinnere ans Waldsterben, Atomtod, Schweinegrippe, Rinderwahnsinn, tödliche Flüssigeier in Nudeln, an Spermasterben, den Krieg der Generationen, das Überrollen Europas durch den Islamismus, an Überalterung, Vergreisung und Gammelfleisch, an ganze Heerscharen von apokalyptischen Reitern, die jetzt in den Museen verstauben. Einige von diesen Ängsten haben sich als prima Instrumente des Rechtpopulismus herausgestellt, was auch einiges über ihre Qualität sagt.

Stimmt das alte Klischee, wonach in Deutschland alles schlimmer ist, Stichwort „German Angst“?

Horx: Viele Ängste sind anthropologisch bedingt. Als Spezies sind wir nun einmal sensibel gegenüber der Umwelt, wir fürchten uns seit Tausenden von Jahren vor Fluten, Trockenheiten, eben Klimaveränderungen. In Deutschland verbindet sich das Alles aber auch noch mit historisch gewachsenen Ängsten, die mit der deutschen Geschichte zusammenhängen: das Trauma des Totalverlusts von Wohlstand und Zivilisation in den furchtbaren Kriegen des 20sten Jahrhunderts ist tief im kollektiven Bewusstsein verankert. Wir trauen dem Frieden nicht und auch nicht dem Fortschritt. Dieses Misstrauen pflanzt sich fort von Generation zu Generation. Es dauert eine ganze Weile bis der neurotische Teil der Ängste abgebaut ist. Eigentlich lässt sich erst dann ein realistisches, unvoreingenommenes Bild von der Welt und ihrem Wandel gewinnen. Und ein spannender Blick in die Zukunft.

Matthias Horx, Jahrgang 1955, ist Trend- und Zukunftsforscher. Er arbeitete 15 Jahre als Journalist, bevor er sich mit seinem „Zukunftsinstitut“ bei Frankfurt/M der prognostischen Wissenschaft zuwandte. Aus seiner Feder stammen zahlreiche Bücher, unter anderem „Wie wir leben werden“ und „Technolution – die Evolution der Technologie“.

Frank Stenglein

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Kommentare
15.11.2009
21:50
Ich zweifele an der Klima-Katastrophe
von millefit | #61

natürlich her horx...den klimawandel gibt es nicht...die polkappen schmelzen nicht und man muss nichts ändern.......

und morgen landen die vulkanier und alles wird gut,die menschen werden alle freunde und keiner hungert mehr auf der welt solange wir uns nur alle fest an den händen nehmen und fest daran glauben......

leassen sie es mcih so ausdrücken..sie verhalten sich wie ein krebskranker der sagt das in seinem bauch keintumor wächst sondern das er nur blähungen hat.....

ignorieren hat noch keine katastrophen verhindert,genausowenig wie wunschdenken.......

15.11.2009
19:40
Ich zweifele an der Klima-Katastrophe
von vantast | #60

Keine Klimakatastrophe? Das sehen die Leute, deren Inseln absaufen, aber anders. Das Klima wird sich durch solche Unbelehrbaren leider nicht beirren lassen. Es gäbe auch eine Menge zu tun, um das Schlimmste abzuwenden, aber das wird nicht gemacht werden, weil die Leute zu bequem sind und zu sehr vom Bauch gesteuert werden.

17.06.2009
18:45
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von Beatrix.Gutmann | #59

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17.06.2009
18:44
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von im osten | #58

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17.06.2009
18:44
Blockierter Kommentar.
von algerier | #57

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09.06.2009
11:00
Ich zweifele an der Klima-Katastrophe
von Langnese | #56

Nur, weil sich die Medien an Themen wie Ozonschicht etc. gewöhnt haben und diese nicht mehr in der Ballung auf die Agenda bringen, sind diese noch immer gegenwärtig.
So erkranken nach der Deutschen Krebshilfe pro Jahr in Deutschland mehr als 140.000 Menschen neu an Hautkrebs. Davon nach Hochrechungen des schleswig-holsteinischen Krebsregisters etwa 22.000 an einem so genannten malignen Melanom (Schwarzer Hautkrebs), der nur im Früherkennungsstadium heilbar ist. Und die Zahl dieser Erkrankungen steigt drastisch an. Vor 30 Jahren waren die Betroffene im Durchschnitt 60 Jahre alt. Heute trifft es häufig auch schon 20-jährige...

Stimmen, die für manche hysterisch und nach Angst klingen mögen, sind vonnöten, weil sonst die Menschen ihren größten Fehler begehen, nämlich Bequemlichkeit/Faulheit.

Wir müssen umdenken, was den Umgang mit Ressourcen speziell und der Umwelt im allgemeinen betrifft. Wenn das nur über Angst geht, bitteschön. Schließlich zerstören wir nicht die Welt, sondern nur unsere Lebensgrundlagen. Wer sein Leben vorm Rechner und in Kellern verbringt, dem sind die Wälder und Flüsse selbstredend wurscht.

09.06.2009
02:07
Ich zweifele an der Klima-Katastrophe
von Heinz Werner Geisenberger | #55

An Slushy

Woher Horx seine Weisheiten hat, ist zweitrangig, er vertritt sie und dazu nehme ich Stellung.

Klar, Sie machen sich um „reelle Probleme“ für Ihre Kinder Sorgen, die jedoch in Zukunft an Bedeutung verlieren angesichts der in Deutschland flächendeckend geplanten unterirdischen „CO2-Bombe“.
Ich sprach nicht vom Klimawandel, sondern der Arroganz unserer Politiker und der Industrie, die auf Kosten unserer Kindeskinder wie erklärt verfahren.

Und unsere Jugend sollte deutschlandweit angemessen dagegen protestieren, auch auf die Straße gehen. Und statt sich über meinen Vorschlag zu amüsieren, sollten Sie mit Taten Ihre Kinder dabei unterstützen. Nicht die Natur schafft diese verbrecherischen Zustände, sondern Politiker und Industrie.
CO2 in die Luft ist nicht gut, aber es im Erdreich mit den bekannten Risiken zu lagern ist verbrecherisch.

Auch Ihre Kindeskinder werden uns alle eines Tages wegen unseres Handelns verfluchen.

Heinz-Werner Geisenberger

09.06.2009
00:34
Ich zweifele an der Klima-Katastrophe
von Slushy | #54

Auch für sie noch mal: Horx malt sich nicht sein eigenes Bild vom Klima, sondern vertritt lediglich eine andere Ansicht, als die staatlich auferlegte.

Atomkraftwerke sind schlecht, Kohlekraftwerke sind schlecht, CO2 filtern und unterirdisch einlagern ist schlecht (ich gebe ihnen Recht, dass das ein absurder Plan ist, aber es gibt sogar Experten, die die Welt weiß streichen, oder Sonnensegel ins All schießen möchten), ja wo soll denn dann der Strom herkommen? Dass ein paar Windräder nicht ausreichen, um eine ganze Nation mit preiswertem Strom zu versorgen, den wir zum überleben nötiger haben, als eine mögliche kaum spürbare Temperaturreduzierung, müsste doch mittlerweile jeder erkannt haben. Und wir können auch auch noch so viele Atom- und Kohlekraftwerke in Deutschland dichtmachen und uns damit selbst geißeln, weder radioaktive Strahlen, noch CO2 achten unsere Landesgrenzen.

Ich selbst habe Kinder, aber mache mir deutlich mehr Sorgen um reelle Probleme, die sie erwarten könnten, als ein möglicher geringer Temperaturanstieg, bei dem positive Folgen ständig unerwähnt bleiben und nur die Horrorvisonen hervorgehoben werden.

Mich würde aber mal interessieren, wie sich die Jugend gegen den Klimawandel erheben sollte und wie wir sie dabei unterstützen sollten? Wie soll das genau aussehen? Vielleicht Klimaknöllchen hinter die Windschutzscheiben von vermeintlichen Klimaschweinen klemmen? Dann sind wir auf dem besten Wege, Klima- und bedauerlicherweise auch Umweltschutz noch unattraktiver zu machen.

08.06.2009
23:38
Ich zweifele an der Klima-Katastrophe
von Heinz Werner Geisenberger | #53

Der selbsternannte Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx spricht in seinen Zukunftsprognosen stets von langer Lebenserwartung, positiver Bildung, Wohlstand und materielle Errungenschaften. Und er malt sein eigenes Bild unseres Klimas und dessen Ursachen.
Das alles ist für mich sekundär.

Ich bin 64 Jahre alt. Meine und die Nachfolgegeneration sind maßgeblich für die stetig zunehmende Vergiftung unserer Luft, unserer Böden und unserer Gewässer verantwortlich. Ein Problem, dass unsere Menschheit seit Jahren betrifft. Und unsere Nachkommen ebenfalls.
Die nächsten Kriege werden nicht mehr wegen Öl, sondern wegen Trinkwasser geführt werden, Herr Horx.

Was jedoch neben dem bereits katastrophal gelagerten Atommüll (Asse 2) unsere Herrschenden mit CO 2-Erdlagerung konkret planen, übertrifft alles. Mit welcher Arroganz, Ignoranz, aus Profitgier und Egoismus zwingen wir unseren Kindeskindern eine solch teuflische Zukunft über tausende von Jahren auf.
Ich habe keine Kinder. Und weil hierzu die Masse der Eltern und Großeltern schweigt, muss sich die Jugend selbst mit allen Mitteln endlich dagegen erheben. Und realistische, menschlich denkende Erwachsene sollten sie dabei unterstützen. Ich bin in jeder Hinsicht und mit allen Mitteln dabei!
Dieses Thema sollte den Zukunftsforscher beschäftigen, der ja auch selbst zwei Kinder hat.

Heinz-Werner Geisenberger aus Duisburg

08.06.2009
22:20
Ich zweifele an der Klima-Katastrophe
von Slushy | #52

Wer redet von H4lern? Und natürlich mag es auch wohlhabende Klimaschützer geben, dafür sieht man allerdings generell verdammt wenig von den Hybriddingern. ;-)

Mach dir nichts vor, der Großteil derjenigen die Verzicht fordern, haben nichts auf das sie verzichten müssen. Der Rest hält es wie Oberguru Al Gore: Wasser predigen, Wein trinken! Man kann sich doch auch schon gut fühlen, wenn man für fünf Minuten das Licht ausschaltet. Wer im Biomarkt einkauft, muss nicht zwangsläufig Klimahysteriker sein, evtl. kann es sich auch einfach nur um einen ganz normalen gesundheitsbewussten Menschen handeln, der gerne SUV fährt.

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