Herzerfrischend anders
19.04.2009 | 19:10 Uhr 2009-04-19T19:10:00+0200Jetzt weiß Jürgen Rüttgers, dass es eine mutige Sache sein kann, ein Orakel zu befragen. Vorausgesetzt, dieses Orakel plappert dem Auftraggeber nicht nach dem Mund. Und genau das wird man der politischen Multikulti-Truppe um den britischen Lord Dahrendorf nicht vorwerfen können.
Was hier in einem Jahr entwickelt wurde, ist herzerfrischend anders. Anders jedenfalls, als die langweiligen finanz- und sozialpolitischen Verteilungskämpfe, mit der Sozial- und Christdemokraten uns aktuell quälen. Weshalb nicht ein neues Kernkraftwerk in Nordrhein-Westfalen? Warum nicht jedem Arbeitnehmer in der Lebensmitte ein ganzes Jahr zur Weiterbildung gönnen, denn schließlich: So viel Wandel war nie, und wie soll man das anders schaffen?
Wie wäre es mit einem unideologischen, also weder konservativen noch linken Zugang zu Gen- und Biotechnologie? Und muss nicht das Ruhrgebiet eine Menge mehr tun, um seine sogenannten weichen Standortfaktoren zu verbessern? Weshalb also nicht umsonst ins Museum?
Diesen Bericht sollten viele Menschen lesen. Er ist wunderbar klar und einfach geschrieben, wägt ab, anstatt vorschnell zu urteilen, und schlägt in diesen die Intelligenz lähmenden Wahlkampf-Zeiten der Kreativität eine Bresche. Bravo, Eure Lordschaft!
01:08
Herr Reitz, haben Sie 2005 das FDP-Wahlprogramm gelesen? Fall nein, dann bitte holen Sie dies nach. Sie werden überrascht sein, wieviel Sie hiervon darin wiedererkennen werden.
Neu? Nun, es ist neu, weil noch nicht ausprobiert. Aber wenn es Sie interessiert, wie es in der Praxis tatsächlich gemacht wirde, dann sollten Sie mal tüchtig die Werbetrommel für die Liberalen rühren.
Aber als Profi-Journalist, werden Sie sicher unparteiisch bleiben.
Gruß
Lars Lange