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Henkels Kulturrevolte

07.07.2008 | 23:05 Uhr

KOMMENTAR Die Zeiten, in denen der Düsseldorfer Henkel-Konzern mit Stolz auf das Türschild Familien-Unternehmen verwies, sind vorbei. ...

... Mit dem Einzug von Kasper Rorsted in das Chefbüro in Düsseldorf-Holthausen beschleunigt sich nicht nur die Geschwindigkeit der Veränderungen, es ändert sich die Unternehmenskultur.

Wo Albrecht Woeste, der Chef der Familiengesellschaft und Ur-Enkel von Firmengründer Fritz Henkel, mit der Economy-Klasse fliegt, da jettet der leitende Angestellte Business; wo der frühere Chef Ulrich Lehner mit anderen im Bus zur Betriebsversammlung fuhr, fährt Rorsted mit dem Chauffeur vor. Das jedenfalls erzählen sie im Unternehmen. Lehner war noch persönlich haftender Gesellschafter, Rorsted ist kein Gesellschafter mehr, sondern ein internationaler Manager, einer, der sich den Kapitalmärkten unterwirft, der die Kapitalrenditen von Procter & Gamble oder Unilever zum Maßstab seines Handelns macht. Die Stimmung im Unternehmen ist mies, das aber ist gefährlich, gerade für einen Marken-Artikler.

Von Thomas Wels

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