Happy End kurz vor der Schrottpresse
26.04.2011 | 11:51 Uhr 2011-04-26T11:51:00+0200
„Ich bestellte mir mein erstes fabrikneues Auto, einen Ford Consul Coupé L, in Daytona-Gelb mit schwarzem Kunstlederdach, Alu-Sportfelgen und Breitreifen. Bei der Abholung sagte eine Dame aus dem Verkaufsbüro: ,So ein schönes Auto hat noch nie hier auf dem Hof gestanden.’
In den Folgejahren war es immer ein verlässlicher und treuer Weggefährte, der uns nie wirklich im Stich gelassen hat.
In den Folgejahren war es immer ein verlässlicher und treuer Weggefährte, der uns nie wirklich im Stich gelassen hat.
Aber auch an diesem Auto ging die Zeit nicht spurlos vorbei. Im Winter 1993/94 machte mir mein gelber Consul, nachdem er die letzen 14 von seinen 22 Lebensjahren draußen verbrachte, größere Probleme. Mittlerweile war er an vielen Stellen durchgerostet, so dass Feuchtigkeit und Frost ins Wageninnere gelangten. Wegen weiterer Mängel riet man mir, ihn zu verschrotten.
Ich kaufte ein neues Auto. Bevor ich den gelben Ford zum Schrotthändler brachte, fuhr ich ihn neben meinen roten Neuwagen, um einige Sachen umzuladen. Ein Mann sprach mich an: ,Haben Sie sich ein neues Auto gekauft? Ich interessiere mich für das alte, ich kenne es, es steht immer in der Blumenstraße.’
Ich antwortete: ,Ach, haben Sie schon länger ein Auge darauf geworfen?’ ,Ja, mich reizt schon seit langem dieses schöne gelbe Auto. Ich bin Mitglied in einem Ford Oldtimerclub.’
Wir wurden uns schnell einig. Ich bekam 400 DM und mein altes Auto einen verständnisvollen neuen Liebhaber.
Happy-End! Kurz vor dem Zugriff der Schrottpresse.“

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