Gysi und Lafontaine - ein eingespieltes linkes Doppel
28.08.2009 | 07:06 Uhr 2009-08-28T07:06:00+0200
Berlin. Oskar Lafontaine und Gregor Gysi präsentieren sich vor dem dreifachen Landtagswahlwochenende in der Bundespressekonferenz: Der eine doziert, der andere stellt klar. Und beide sind siegessicher wie nie. Aber eine Zusammenarbeit mit der SPD ist für Lafontaine keine Option.
Bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt vor dem größten Forum, das die Berliner Politik zu bieten hat, präsentierten sich Oskar Lafontaine und Gregor Gysi wie zwei Egomanen. Das war im August 2005. Vier Jahre später geben die führenden Köpfe der Linkspartei an gleicher Stelle, der Bundespressekonferenz, vor dem Dreifach-Landtagswahl-Wochenende das gut eingespielte linke Doppel, in dem jeder seine Spielanteile bekommt. Die Rollenverteilung ist jedoch geblieben.
"Nicht gezähmte Finanzmärkte"
Lafontaine, Weltökonom wie immer, doziert zunächst. Und spitzt erst polemisch zu, als das Publikum seine Ausführungen zu den „nicht gezähmten Finanzmärkten” allzu regungslos hinnimmt. Dann sagt der Spitzenkandidat der Linken für die Landtagswahl im Saarland Sätze mit Tagesschau-Tauglichkeit. Oder für Stefan Raab.
„Die Richtlinien der Politik (gemeint ist die Finanzmarktpolitik) hat Herr Ackermann (gemeint ist der Deutsche Bank-Chef) festgelegt.” Leichtes Raunen. Man könne auch sagen, setzt Lafontaine nach, „Herr Ackermann ist der deutsche Bundeskanzler in diesen Fragen.” Lauteres Raunen.
Selbst Gysi lächelt. Sein Part besteht zunächst in einer Klarstellung. „Wenn wir in Thüringen stärker sind als unser Koalitionspartner, dann stellen wir den Ministerpräsidenten, und da reicht eine Stimme Unterschied.” Alles andere sei „völliger Schwachsinn”.
"Wer ist Matschie?"
Mit „Koalitionspartner” ist die SPD gemeint, die bislang mit der Linken nur kooperieren will, wenn ihr Kandidat Christoph Matschie Chef wird. Gysis Replik: „Wer ist Matschie?”
Die Linkspartei, vor den drei Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und im Saarland so siegesgewiss wie nie, redet sich stark. Adressat: die SPD im Bund. Mit seiner alten Partei hier zusammenzuarbeiten, komme gar nicht in Frage, sagt Lafontaine. Zu tief sei der „trennende Graben”.
Um ihn zu überwinden, müsse die Sozialdemokratie sich auf zwei Feldern bewegen, die man am besten so beschreibt: Weg mit Hartz IV und Raus mit der Bundeswehr aus Afghanistan. Zukunftsmusik. Bis dahin ist Realpolitik.
Und die sieht durch die Linkspartei-Brille betrachtet so aus: Verlängerung des Arbeitslosengeldes, um die Binnenkonjunktur anzukurbeln. Erhöhung des Schonvermögens bei Hartz-IV-Empfängern und Einführung eines Mindestlohns von zehn Euro. Denn: „Wer unter 10 Euro arbeitet, ist in seiner Arbeit total entwürdigt”, sagt Lafontaine. Gregor Gysi knüpft mit Blick auf die Bundestagswahl daran an. „Verlören wir an Stimmen, wird das Land unsozialer, es wird gröber, es wird auch brutaler”, sagt der Rechtsanwalt. Nur wenn die Linke, die auf „zehn Prozent plus x” setzt, stärker werde, würden die anderen Parteien „friedlicher”. Heißt: sozialer. Eine Logik, die auch Oskar Lafontaine gutheißt. Er würde es vermutlich nur komplizierter ausdrücken.

10:06
hallo,
ich lese immer gerne die kommentare.
leider ist mir dabei aufgefallen das zwei schreiber sich hier gegenseitig anmachen.
sie beziehen sich schon lange nicht mehr auf die artikeln die sie kommentieren möchten.
ich habe fast den eindruck hier sind zwei die sich nur einen kleinen privatkrieg leisten und die sachlichen kommentare untergehen .
meine frage an diese herren ist was kommentieren sie nach der wahl und wie ,es geben immer gewinner und verlierer .
ich glaube sie gehören zu den verlierer .
eine benotung der kommentare spare ich mir das machen die beiden schon selbst.
m.f.g.
12:41
An Herrn r.kannt:
Was meinen Sie, leben auf dem Mond Menschen?
Bitte um ausführliche Berichte und Meinungen Ihrerseits, denn wer, wenn nicht Sie, kann sich schon verbal zu jedem Thema äussern.
16:06
Sie sind sooo süß erkannt
Und sie haben vollkommen RECHT unerkant
1:0 Verdrehungsweltmeister der Fakten, leider nicht intelligent genug, meist fällt es auf.
2:0 intolerantes Verhalten
3:0 irrelevante Entgleisungen in ihrem pubertierenden Gehabe.
4:0 Das sektiererische neoliberale Gehabe
Meine ehrliche Meinung über Sie.
Frustrierter kleiner Gernegroß, der durch seine pubertären Entgleisungen
Auf und gefallen will.
Eigentlich 5:0
Und Mühe geben, nein nicht wirklich, sich mit ihnen Mühe geben,
warum sollte man sich mit Ihnen Mühe geben …
Wäre doch eh verlorene Liebesmühe ;-)
14:26
okay, dann mach ich das mal:
http://www.derwesten.de/community/KMacher/stories/942698/trackbacks/create
14:21
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14:15
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14:06
@rkant
Ich habe heute schon:
Einer älteren Dame über die Strasse geholfen
1:0 für mich.
2 Bewerbungen versendet.
3:0 für mich.
1 Absage abgeheftet.
4:0 für mich
Den Gehweg vorm Haus gefegt.
5:0 für mich.
Mir die Wahlbenachrichtigung für Sonntag herausgesucht.
6:0 für mich.
Jugendlichen, die sich über den FDP-Stand
lustigmachten aufgeklärt.
7:0 für mich.
Mich bisher nicht mit schwurbelnden Murmeltieren beschäftigt.
8:0 für mich.
Fische gefüttert und Wasser erneuert.
9:0 für mich.
Den Flur geputzt und meiner Nachbar Rentnerin
eine Rose aus dem Garten geschenkt.
10:0 für mich.
Nun wird es aber Zeit, das Sie ein wenig aufholen oder denken Sie immer noch nach, bei welchen physikalischen Gegebenheiten ein Boot in der Lage ist geradeaus zu fahren ?
13:45
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13:36
@ 61
Danke für die ausweichende Antwort. Ist ja auch ne Antwort :-)))))))))))))))
13:35
@r.kant:
Ob Sie etwas verstehen, kann ich schlecht beurteilen. Ihre letzten 250 Kommentare lassen eher einen anderen Schluss zu. Genau so wie in diesem Fall, wo Sie persönlich angesprochen werden, aber mit billigem Geschwafel Richtung linke Politik in die Richtung abdriften, aus der es für Sie scheinbar kein Entkommen gibt.
Also verstehen Sie ruhig, was immer Sie möchten ...