Glückwunsch, Obama - Beileid, Nobelpreis!
09.10.2009 | 13:15 Uhr 2009-10-09T13:15:00+0200
Oslo/Washington. Barack Obama bekommt den Friedensnobelpreis 2009. Dabei weiß noch niemand, welche seiner Pläne der US-Präsident wird tatsächlich umsetzen können. Gratulieren kann man also Obama - doch dem Nobelpreis muss man das Beileid aussprechen.
Herzlichen Glückwunsch, Barack Obama - herzliches Beileid, Nobelpreis. Was für eine seltsame Entscheidung, nichts gegen den amerikanischen Präsidenten: Aber was hat dieser Mann eigentlich bis dato geleistet, außer Ankündigungen, die man allesamt gut finden kann, ohne zu wissen, wie viel davon Wirklichkeit werden wird?
Natürlich ist es aller Ehren wert, Obamas Eintreten für den Weltfrieden und die Abschaffung aller Atomwaffen weltweit zu loben und zu preisen. Aber niemand kann wissen, wieviel dieser amerikanische Präsident in seiner Amtszeit noch erreichen wird.
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Und im Moment sieht es in dieser Hinsicht gar nicht gut aus. Die Zweifel an Obama und seiner Stärke als Regierungschef in den Vereinigten Staaten selbst wachsen, nicht nur aus außen-, vor allem aus innenpolitischen Gründen.
Beschämend für andere Preisträger
Dem Nobelpreiskomitee in Oslo ging es also ganz augenscheinlich nicht um die Würdigung einer Leistung, sondern um die Unterstützung einer Ankündigung. "Nobelpreis goes Tagespolitik" müsste die Schlagzeile lauten.
Eigentlich ist die ganze Geschichte auch beschämend für jene Preisträger, deren Lebenswerk gewürdigt wurde und die die Welt mit ihren Ideen oder Entscheidungen wirklich in Schwingungen versetzt haben, wie der Wirtschaftswissenschaftler Yunus aus Bangladesch mit seinen Mikrokrediten oder Kim Dae Jung oder, ganz besonders, Arafat, Peres und Rabin.
09:08
Die USA führt Krieg in Afghanistan, im Irak und droht dem Iran mit einem Militärschlag. Guantanamo ist bis heute nicht geschlossen, Norkorea und Kuba werden nach wie vor drangsaliert. Nur eine Vision wird ausgezeichnet, augerichtet auf die Zukunft. Prima, her mit dem Literatur Nobelpreis. Ich persönlich habe nämlich auch die Vision, ein grandioses Buch zu schreiben. Obama hin, USA her - es hätte sicherlich Menschen auf dieser Welt gegeben, die den Preis vor ihm verdient hätten.
00:07
Diese kritischen Worte hätte ich mir bei der Verleihung des Friedensnobelpreises z. B. an Henry Kissinger oder J. Carter gewünscht.
Barak Obama ist ein visionärer Politiker, ein Typ Politiker, wie sie nur schwer zu finden sind. Außer-
dem hat er es schwer im eigenen Land, da es auch im puritanischen US-Amerika viele Menschen gibt, die Republikaner sind und es in weiten Teilen (vor allem im mittleren Westen) noch sehr viel Rassismus gibt.
Ich finde es gefährlich, sich aus Ergebenheit diesen Kritikern und ideologisch Verbrämten anzu-
schließen.
Als Georg W. Bush noch Präsident der USA war, waren die Kritiker in den Print- und Fernsehen-/Rundfunk-Medien wesentlich zurückhaltender!
Warum wohl?!
Ditmar Jansen, Emmerich am Rhein
22:09
...der Nobelpreis als Karnevalsorden.
Wenn es für den Friedens-Nobelpreis schon reicht, der erste schwarze amerkanische Präsident zu sein und dabei nicht so eine Dumpfbacke wie George W., dann kann man auch in der nächsten Session für die beste Büttenrede den Literatur-Nobelpreis verleihen...
20:16
the show must go on...
19:31
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18:15
Warum denn Beileid Nobelpreis????
Vielleicht hat das Komitee dieses Jahr einfach keinen Besseren gefunden, der es verdient hätte. Nicht nur das Komitee, sondern auch die gesamte Menschheit setzt Hoffnung in Barack Obama, der die weltherrschaftssüchtige USA umkrempeln will und es besser machen will, als all seine Vorgänger, die nur darauf aus waren, ihre Macht zu erweitern!
16:59
SchleBuKaZ Kohl wäre wahrlich die Lachnummer gewesen.
Gut, dass uns diese Peinlichkeit erspart blieb.
Das schwedische Komitee hat eine clevere Entscheidung getroffen.
Obama wird sein zukünftiges Handeln immer mit der Bedeutung des Ehrenpreises abgleichen müssen.
16:50
Zwei gute Gründe, Barack Obama unbedingt den Friedensnobelpreis zu verleihen.
Die USA gehören zu den 59 Ländern, die die Todesstrafe weiter anwenden. Geht es nach US-Präsident Obama, bleibt dies auch so. Zumindest äußerte er sich im Wahlkampf so.
Zitat Obama: Ich halte die Todesstrafe unter gewissen Umständen für angebracht.
534 Milliarden Dollar plante Amerikas neuer Präsident Barack Obama in seinem ersten Haushaltsentwurf für Rüstung und Militär ein.
Zählt man alles zusammen, geben die USA in diesem Jahr 4,6 Prozent ihres Inlandsprodukts fürs Militärische aus – mehr als im letzten Amtsjahr von Obamas Vorgänger George Bush und mehr als jemals zuvor seit dem Zweiten Weltkrieg.
16:35
Vielen Dank Herr Reitz, Sie haben mir mit diesem Kommentar aus der Seele gesprochen. Herr Obama hat noch nicht viel geleistet, und ihm diesen Preis quasi schon mal vorab zu verleihen finde ich den Vielen , die es statt dessen verdient hätten ,gegenüber mehr als ungerecht. Nun wird niemand seine Arbeit und/oder seiner Berufung aus dem Grund nachkommen um vielleicht einmal den Nobelpreis zu bekommen, aber so empfinde ich das einen Schlag ins Gesicht all Jener, die seit Jahren oder Jahrzehnten ihren Teil zum Frieden in der Welt beitragen.
15:57
obama wurde zwei wochen nach amtsantritt nominiert! das sagt doch schon alles.