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Gemüse und Heilpflanze

08.05.2008 | 17:48 Uhr

Schon die Römer schätzten Spargel als edle Beilage

Essen. Die Spargelpflanze stammt ursprünglich aus den warmen und gemäßigten Regionen Süd- und Mitteleuropas, Algeriens und Vorderasiens. Bereits die Griechen und Römer verwendeten sie als Gemüse und Heilpflanze. Spargel soll harntreibend und abführend wirken und gegen Gelbsucht helfen. Als Gemüse bevorzugten ihn die Römer vor allem als Beilage zu Fischgerichten. Der Verbrauch stieg so stark an, dass Spargel aus Obergermanien importiert werden musste. Dorthin hatten die Römer das edle Gemüse gebracht. Mit dem Zusammenbruch des römischen Reiches kam der Spargelanbau fast zum Erliegen.

Im Mittelalter wurde er zunächst in Klöstern als Heilpflanze wiederentdeckt, ab dem 16. Jahrhundert dann auch in höfischen Kreisen als Luxusgemüse. Bis Ende des 18. Jahrhunderts wurde Spargel grün geerntet. Dann setzten sich, aus Holland kommend, Bleichmethoden durch. Damit die Triebe kein Chlorophyll bilden, wurden sie mit Glocken oder Röhren aus Holz, Glas oder Ton abgedeckt. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts häuft man Erdwälle über die Pflanzen, um sie vor Sonnenlicht zu schützen. Beim Anbau von Weißem und Grünem Spargel, der über der Erde gestochen wird, werden heute unterschiedliche Sorten verwendet.

Jens-Martin Gorny

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Gemüse und Heilpflanze
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2008-05-08 17:48
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