Gefährlicher Stil
05.10.2009 | 21:42 Uhr 2009-10-05T21:42:00+0200Thilo Sarrazin gilt als jemand, der kein Blatt vor den Mund nimmt – gerade weil er provoziert und vermeintliche Tabus berührt. Und ist der „Tabubruch” nicht nötig, um nicht einer naiven, trügerischen Harmonietümelei auf den Leim zu gehen?
So sieht er sich mit seinen Äußerungen über die Migrantenintegration wohl selbst. Nur: Jetzt überschritt er Grenzen des politischen Anstands und seiner Kompetenzen.
Erstens: Als Vorstand der Bundesbank hat er sich an den Verhaltenskodex des Hauses zu halten, der ihm solche Äußerungen untersagt. Sie untergraben die Reputation der Bundesbank (und der Republik, für die die Bank ein Aushängeschild ist).
Zweitens: Sarrazin nutzt unbestreitbare Tatsachen (Integrationsunwillige gibt es auf beiden Seiten, in allen Einwanderungsländern), um ganze Volksgruppen pauschal zu diffamieren. Das ist übel. Auch Rechtsradikale bedienen sich dieses Musters.
Drittens: Indirekt spielt Sarrazin mit dem Vorwurf, in Deutschland dürfe man nicht sagen, was man denkt. Auch das ist oft ein Spruch Radikaler. Sie reden so, um als Opfer von „Denkverboten” interessanter, wichtiger zu wirken: Sarrazin macht ihr Gedankengut hoffähig – ob er es will oder nicht.

13:40
So viele Leute melden sich scheinheilig und sprechen von Volksverhetzung unter der Hand sagen sie das gleiche!
Man mag die Überspitzzungen nicht mögen, aber zulassen muss man sie doch , auch wenn nicht Christen, sondern Muslime gemeint sind!
Die Meinungsfreiheit ist Religionsunabhängig!
dieter göbler
13:25
So viele Leute melden sich scheinheilig und sprechen von Volksverhetzung unter der Hand sagen sie das gleiche!
Man mag die Überspitzzungen nicht mögen, aber zulassen muss man sie doch , auch wenn nicht Christen, sondern Muslime gemeint sind!
Die Meinungsfreiheit ist Religionsunabhängig!
17:47
Schrecklich, dass Herr Sarrazin einfach die Wahrheit gesagt hat. das muss man natürlich für die Zukunft verhindern
15:04
Der Mann,hat vollkommen Recht,hat das ganze Problem in Berlin doch lange genug miterlebt.
Sich nicht einbringen in die Gesellschaft aber den grössten Nutzen rausziehen.
Wir müssen aufpassen,sonst kriegen wir in unserem Land noch richtig Probleme,es kann nicht gut gehen
das wir Intoleranz akzeptieren von Leuten den alles
am A.... vorbei geht,aber wo was zu holen ist bestens Bescheid wissen!!!
22:42
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
13:23
Einmal mehr überspringt Thilo Sarrazin mit seinen Äußerungen aus dem Stand die kollektive bundesdeutsche Empörungsschwelle. Trotz auch von Sarrazin selbst eingeräumter Stammtischnähe scheint der Aufschrei der 68er in den Redaktionen und Fraktionen nicht ganz die gewohnte Lautstärke zu erreichen. Ich hoffe dies ist ein erster wichtiger Schritt in Richtung einer versachlichten, inhaltlichen Auseinandersetzung. Dazu gehören selbstverständlich empirische Daten und eine möglichst unaufgeregte Diskussion, frei von ideologisch geprägten Pauschalurteilen in die eine oder die andere Richtung. Auch in Berlin gibt es den integrierten türkischen Geschäftsmann und verzweifelt um Arbeit bemühte Hartz 4 Empfänger, aber es gibt eben auch den antidemokratisch geprägten Islamisten und der ebenso bequem im Netz der Transferleistungen schaukelt wie der schwarzarbeitende Aufstocker. Beides muss thematisiert werden, wir dürfen nicht aus den Augen verlieren was in Sachen Demographie und Bildungsdefizit auf uns zu kommt. Themen wie die Entwicklung von Parallelgesellschaften, qualifizierte Einwanderung, Missbrauch von Transferleistungen müssen ohne Vorurteile und Moralkeulen diskutabel sein, lieber von SPD Mann Sarrazin als von braunen Menschenfängern.. Wir leben in einer beispielhaft liberalen und entspannten Zivilgesellschaft, Toleranz ist darin ein hohes Gut. Umso wichtiger ist es dafür zu sorgen, das dies so bleibt.
11:16
... wo kommt der Name Sarrazin eigentlich her?
Klingt irgendwie migrationsartig.
09:07
ich habe nun mal das ganze interview gelesen.
ich kann ihre vorwürfe nicht nachvollziehen.
vlt sollten sie erstmal den originaltext begutachten, bevor sie hier eine sarrazin-schelte auf grund von hörensagen abreissen.
mfg
21:41
Hut ab vor Herrn Sarrazin! Was er sagt ist zum Teil richtig und viele denken genauso, aber trauen sich nur nicht das zu sagen. Unserer Meinung nach wäre es völlig falsch, ihn aus dem Vorstand zu werfen.
21:11
WARUM SOLL SARRAZIN GEHEN
Er hat doch noch das gesagt, was viele Deutsche denken, aber aus Angst nicht zur Sprache bringen.
Es ist doch keine Volksverhetzung, sondern nur eine freie Meinung eines deutschen Bürgers, der in einer DEMOKRATIE lebt.
Nebenbei gesagt, sieht er die Sache vollkommen richtig.
MaryBlowest