Espada - der Stier für vier
02.03.2008 | 20:15 Uhr 2008-03-02T20:15:36+0100Vor 40 Jahren Die Aufgabe ist eigentlich unlösbar: einen athletischen Sportwagen auf elegante Weise mit vier Sitzen zu vermählen. Sport und Transport, Lust mit Last zu verbinden. ...
... Die Lösung heißt Lamborghini Espada und debütiert im März 1968 auf dem Genfer Salon.
Neben dem Espada 400 GT, dem Degen im Stall der nach Stieren benannten Lamborghini-Modelle, verblasst kurz sogar der urtümliche Mittelmotor-Miura. Und der ebenfalls neu präsentierte Islero, Nachfolger des 400 GT, gibt ganz gezielt den unauffälligen 2+1-Sitzer, der beispielsweise an den Seen der Schweiz so eine gute, weil zurückhaltende Figur abgibt, als würde er schon immer dort stehen. Mit beiden teilt sich der Espada, von einigen Betrachtern spontan als schönster Viersitzer der Welt beklatscht, die edlen Anlagen. Auf 4,74 Meter streckt sich der Lamborghini in die Länge, ist 1,86 m breit und 1,19 m niedrig. Aus vier Liter Hubraum holt der Leichtmetall-V12 leichtfüßige 325 PS. 250 km/h Höchstgeschwindigkeit sind möglich, nach sieben Sekunden sind vier Personen von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Später, als Lamborghini auch eine S-Version des Espada anbot, werden daraus 350 PS.
Für den US-Markt wird eine Chrysler-Torqueflite-Automatik zugeliefert, was sehr rentabel, aber Sünde ist. Bei 4800 U/min ruckt der Automat die nächste Stufe rein, da ist der Motor noch fast 1000 Touren von seinem maximalen Drehmoment entfernt. 186 Einheiten laufen von der ersten Serie vom Band, 575 sind es von 1970 bis 1972 der zweiten Serie und 456 Stück der dritten bis 1978. Zehn Jahre lang und 1217 Mal wurde der Espada gebaut, häufiger als Miura und Islero zusammen.

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