Eiszeit gestern und heute
05.01.2010 | 18:49 Uhr 2010-01-05T18:49:00+0100Wir schauen aus dem Fenster und trauen unseren Augen nicht. Kinder rodeln. Auf der Straße. Wo sonst die Autos fahren. Ganz wie früher, wie in der guten alten Zeit, sagen wir und kramen in den Erinnerungen.
Früher, da gab es noch einen richtigen Winter. So einen mit allem Zick und Zack. Weiße Weihnachten, märchenhafte Tannenwälder, rote Kinderwangen – ein verschneiter Traum wie aus einem Bild von Brueghel!
Was wir gerne vergessen: Früher gab es auch Autos, die nicht ansprangen. Oder am ersten Hügel schlapp machten. Und Handschuhe, durch die der Wind pfiff. Und keine computergesteuerte Zeitschaltuhr fürs Kühlwasser, keine anständigen Winterreifen, kein Polar Fleece, kein Sympatex und wie sie alle heißen, diese Hightech-Stoffe, die vor nicht allzu langer Zeit allein Reinhold Messner übers Polareis halfen. Von beheizbaren Handschuhen mal ganz zu schweigen.
Das alles sollten wir bedenken, wenn die Kinder auf der Straße rodeln. Und uns freuen, dass wir mit der neuen Eiszeit komfortabel leben können. Früher war nämlich nicht alles besser. Nur anders.

17:24
Habe letztens auch mit Verwandten über die harten Winter in den Spätsechzigern und 70ern geredet. Ein großer Unterschied war auch, dass damals auf den Straßen im Ruhrgebiet noch sehr viel weniger Autos fuhren als das heute der Fall ist. Bei der damaligen Verkehrsdichte konnte man deshalb auch gut ohne ABS,ESP und mit normalen Sommerreifen den Weg mit dem Auto zur Arbeit antreten und dabei sogar noch die weiße Landschaft genießen. Kinder wurden damals auch nicht von den Eltern zur Schule gefahren sondern machten sich gut gelaunt und freudig über die verschneiten Bürgersteige auf den Weg, entweder mit dem Fahrrad oder zu Fuß.
Ich persönlich erinnere mich gerne an die alte Zeit zurück, kann mich aber trotzdem dem Fazit von Herrn Schilling-Strack anschließen: Es war nicht alles besser, sondern einfach nur anders.
16:16
Hallo Uli,
eines war früher besser: Wir haben noch gemeinsam bei Rapide Wedding Fußball gespielt!!!
Viele Grüße, Rolf
09:54
Ja es herrscht Eiszeit.
Die WAZ lässt einen Wirtschaftsweisen gegen sozial Schwache hetzen.
Was viele nicht wissen,
Herr Reitz war Angestellter der Welt und der Rheinischen Post.
Dort wird man nur angestellt wenn man im SInne der oberen 100000 bellt.
ch schäme mich für unser Land! Wie war es möglich, dass Asybewerber einen um 30% gekürzten Regelsatz bekommen. Hier haben menschenverachtende Politiker auf Anraten von Think Tanks wie Bertelmannstiftung, INSM, ZEW, IFO Laborversuche an Menschen durchgeführt. Auch mit 250 Euro im Monat musste kein Asylbewerber verhungern.
Danke von mir an die Tafeln und die kirchlichen Organisationen