Ein mieses Gefühl
10.07.2009 | 18:07 Uhr 2009-07-10T18:07:00+0200Ferienjobs sind eine tolle Sache, sofern man einen – zumal in Krisenzeiten – ergattert hat. Etliche Schüler und Studenten lassen sich möglichst gleich für das nächste Jahr vormerken, und sie legen sich mächtig ins Zeug, um den bestmöglichen Eindruck zu hinterlassen.
Natürlich sind Ferienjobs so begehrt, weil sich damit das Taschengeld ordentlich aufbessern lässt. Allein – nicht alle Jugendliche dürfen von ihren Ferienjobs gleichermaßen profitieren.
Wem es sowieso gut geht, der darf jeden Euro behalten, den er verdient. Doch ein Schüler, der zu einer Hartz-IV-Familie gehört, kann rackern wie er will: Sein Verdienst wird beim Familien-Hartz-IV angerechnet. Die Folge: Der Jugendliche bekommt nur einen Bruchteil von dem, was er eigentlich verdient.
So wollen es die strengen Zuverdienstregeln unseres Staates. Sie sind von Experten wohlfeil begründet, und so wollen es Recht und Gesetz. Bloß: Wie soll ein junger Mensch auf diese Art lernen, dass Arbeit sich lohnt? Und auch dies: Müsste es einem nicht die Schamröte ins Gesicht treiben, wenn man jungen, leistungsbereiten Menschen das Geld aus der Tasche zieht?

11:48
Wenn die Eltern arbeiten gehen, ist dieses Problem behoben.
Es ist doch peinlich, wenn ein Kind einen Ferienjob bekommt und die Eltern zuhause rumsitzen und diese Jobs nicht annehmen. Denn so ein Ferienjob kann auch von Arbeitslosen Erwachsenen ausgeführt werden.
15:38
Es ist schon schlimm genug für Hartz IV Kinder soziale Kontakte zu pflegen und die Gefahr der Ausgliederung, mit all ihren Konsequenzen, ist allgegenwärtig. Wir erinnern uns: Konfirmationsgeld, Geldgeschenke zu Weihnachten oder zum Geburtstag sind dem Hartz IV anzurechnen!
Wie verbohrt ist eigentlich die Legestative? Auch wenn der Jugendliche Zeitungen verteilt, so gibt es da doch klare Verdienstgrenzen, wovor haben die Politiker Angst?
Das der Hartz IV Empfänger so zu einem höheren Einkommen kommt als ein Beschäftigter in Vollzeit? Das kann ja nicht sein!
Meiner Meinung schürt das Gesetz sogar die Schwarzarbeit.
Politiker dieses Staates, gerade jetzt vor der Wahl, ändert bitte sofort die Gesetze zum Wohle der Kinder und Jugendlichen.
Die Eltern die nicht arbeiten „dürfen“ werden die so verdienten Euros sicherlich nicht Ihren Kindern abnehmen. So hätten diese die Chance ein wenig mit Ihren Freunden zu unternehmen, Kultur zu erleben oder Bildungschancen z.B. teuren Nachhilfeunterricht zu nutzen.