Die Welt ist gerettet - oder?
02.04.2009 | 22:08 Uhr 2009-04-02T22:08:00+0200
London. Deutschland hat sich am Donnerstag beim Gipfeltreffen der 20 wichtigsten Industrienationen in London klar durchgesetzt – mit Forderungen nach globaler Regulierung der Finanzmärkte und mehr Transparenz im Bankensektor.
Es ist eine beispiellose historische Übereinkunft, in der sich die 20 Regierungschefs auf sechs wichtige Punkte verständigt haben, um die Welt zukünftig vor einer Wirtschaftskrise wie der jetzigen zu bewahren. Erstmalig wollen alle Länder für transparente Bankgeschäfte sorgen und Hedgefonds sowie Rating-Agenturen in ein globales Regulierungssystem einbinden.
Auch für Steueroasen beginnen andere Zeiten: „Das Bankgeheimnis, wie wir es kennen, geht zu Ende”, verkündete der britische Premier Gordon Brown. Neue, globale Gremien sollen in Zukunft wie ein Frühwarnsystem für Krisen fungieren, internationale Banken werden grenzüberschreitend kontrolliert. Noch im Anschluss an den Gipfel wurde eine Liste unkooperativer Steuer-Paradiese zusammengestellt – ein Punkt, in dem Europa sich vor allem gegen China durchsetzte.
Eine Billion Dollar gegen die Krise
Der Internationale Währungsfonds wird mit Hilfen aus Europa, China und Japan um eine Billion Dollar aufgestockt, um Schwellenländern in der Krise zu helfen. Klare Regelungen gibt es zum Vergütungssystem der Banker. Ihre Boni sollen nicht mehr an kurzfristige, sondern an langfristige Risiken gekoppelt werden. Zuschläge für Investmentbanker sollen sogar nur in Aktien ausgezahlt werden, die sie sich erst Jahre später auszahlen lassen können.
Der Abschlusserklärung war in der Nacht zu Donnerstag ein zähes und hektisches Ringen um einen Konsens zwischen den unterschiedlichen Ländern vorangegangen. Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigte am späten Donnerstag die Ergebnisse der Beratungen des Weltwirtschaftsgipfels als „historischen Kompromiss”. Die Staats- und Regierungschefs hätten mit einem „guten Ergebnis” auf eine einzigartige Krise reagiert. Aus dem Aktionsplan des ersten Weltfinanzgipfels in Washington sei nun ein „Dokument des Handelns” geworden. Besonders hob Merkel die Einigung auf eine „klare Finanzmarktarchitektur” mit stärkeren Regulierungen hervor.
"Anfang vom Ende der Krise"
„Wir haben in den letzten drei Monaten mehr erreicht als in den letzten 30 Jahren”, zeigte sich EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sichtlich euphorisch. „Dies ist der Anfang vom Ende der Krise, wenn diese auch nicht über Nacht beendet sein wird.”
Die Aktienmärkte reagierten mit einem Kursfeuerwerk auf die Londoner Ergebnisse. Der Dax in Frankfurt schloss mehr als sechs Prozent ins Plus, in New York legte der Dow Jones Index im Handelsverlauf knapp vier Prozent zu.
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18:39
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09:16
auffällig ist, dass mittlerweile wohl alle kreide gefressen und erkannt haben, dass der neoliberalismus abgewirtschaftet hat ...
es wird zeit, dass die echte soziale marktwirtschaft etabliert wird ...
hierbei ist es relativ unbedeutend, dass reichlich von den linken - namentlich oskar lafontaine - abgekupfert wurde, letztlich ist auch hier nur wichtig, was hinten raus kommt ...
unsere kanzlerin hat sich von ihrem französichen kollegen erzählen lassen, wies in seinen (vor-)orten ausschaut - da hats offenbar klick gemacht ...
09:05
#23 war natürlich für #21 bestimmt ... ;-))
09:03
das mit der groß- und kleinschreibung, hatten wir (wiederholt) an anderer stelle --- bitte langweilen sie mich - und andere - nicht ...
sie glauben doch nicht ernsthaft, dass SIE mir diesbezüglich, auch nur annähernd etwas beibringen könnten ...
09:01
Ich bekomme auch einen dicken Hals wenn ich
höre oder lese, dass diejenigen, die Verantwor-
tung tragen und verpflichtet sind, Schaden vom
Volk abzuwenden, von der aufkommenden Krise
überraschtwurden. Einer dieser Typen ist dieser
Multi - Kapitalist Henkel. Was dieser gestern im
ZDF von sich gegeben hat, lässt kalte Wut aufkom
men, mit welcher Dreistigkeit er sich davonstehlen
will.
Schon 1 Jahr bevor die Blase geplatzt ist, konnte
man in den Medien , z.B. Jörges im STERN le-
sen, dass sich in den USA eine gewaltige Blase
aufgebläht hat und dass es nur eine Frage der
Zeit ist, wann sie platzt. Wieso wusste der Jour-
nalist das, die verantwortlichen Leistungsträger
angeblich nicht?
Antwort: Die waren entweder ZU DUMM um es zu
erkennen oder ZU GIERIG und wollten bis zur aller-
letzten Sekunde Profit machen.
08:57
@scorpionix
Sie könne zwar gut mit Fremdwörtern um sich werfen,allerdings hapert es bei Ihnen am wesentlichen,dem Lesen.
Ich schrieb,daß Tippfehler jedem passieren können und Sie nutzen Sympathisant,um mir Ihre Schreibfehler zu verdeutlichen.Wenn Sie mich schon meiner Schreibfehlerbezichtigen,dann sollten Sie sympathisant auch groß schreiben.
Leider ging dieser Schuß nach hinten los:-)
08:52
@ Der einzigst wahre Rüdiger #19;
analoges gilt für das wort : sympathisant ...
aber mir fällt hier immer häufiger auf, dass sich gerade die legastheniker, über orthographie und interpunktion echauffieren ...
wenn man selbst kaum ahnung hat, vllt. den ball etwas flacher halten ...
entscheidend ist doch, was hinten raus kommt ---
solange es nicht zu kryptisch wird ... ;-))
08:43
Naja,die Tippfehler können jedem passieren,aber Neoliberal falsch schreiben,daß ist Verrat:-)
08:42
Die Welt gerettet? Bislang hat die Poltikmafia Ihren versilberten Hintern gerettet. Die medial aufgeblähten Ergebnisse des Treffens sind per dato Absichtserklärungen und sonst nichts. Die Wirtschaftshaie namens Hedgefonds dürfen ungegerührt Ihren Geschäften nachgehen. Also, was ist da wirklich für die arbeitende Bevölkerung gerettet worden? Der Glaube an die Politikmafia ist unerschütterlich! Und der Herbst wird hierzulande noch so manchen die Augen aufgehen lassen.
08:26
`tschuldigung für die Tippfehler, hatte einen dicken Hals.