Die Uni als Keimzelle für Attentäter
28.12.2009 | 14:13 Uhr 2009-12-28T14:13:00+0100London. Dienen britische Unis öfter als Terror-Keimzellen als bislang befürchtet? Diese bange Frage ist derzeit Hauptthema in der Themse-Metropole.
In London soll der Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab Maschinenbau studiert und das Campusleben wie schon andere Attentäter vor ihm als Ideenschmiede der anderen Art genutzt haben.
Der 23-jährige hat nach ersten Fahndungshinweisen drei Jahre lang am University College London (UCL) studiert, eine der größten und multikulturellsten Denkfabriken Europas. Gerade ihre Internationalität vermarktet das UCL als Standort-Bonus; für aufstrebende, aber mittellose Nigerianer gibt es Vollstipendien fürs Grundstudium – mit der erklärten Zielsetzung der Universität, „den Menschen von Afrika zu helfen, damit sie sich selbst helfen können”.
Ob Mutallab auf dem Campus von Islamisten radikalisiert wurde oder ob er als „Schläfer” den quirligen Uni-Alltag mit 25 000 Studenten aus allen Erdteilen als Tarnung nutzte, wird noch ermittelt. Das Studienleben zieht sich jedoch wie ein roter Faden durch den Lebenslauf vieler Attentäter: So war ein Rucksackbomber der Londoner U-Bahn-Anschläge 2005 Absolvent der Leeds University.
Apartment im Nobelviertel
In 14 Fällen konnten Forscher Verbindungen von Terroristen zu britischen Universitäten nachweisen. Für akademische Einrichtungen ist deshalb nach den Londoner Anschlägen ein Leitfaden zur Sensibilisierung gegenüber potenziellen Campus-Extremisten herausgegeben worden; auch Visums- und Einreisebestimmung für ausländische Studenten wurden verschärft. Doch weder die Alarmbereitschaft gegenüber scheinbar angepassten Attentätern, noch Videokameras, Flughafenkontrollen oder Geheimdienste konnten verhindern, dass zu Weihnachten erneut ein Extremist mit Uni-Historie Menschen in die Katastrophe steuern wollte.
Maschinenbau soll der Nigerianer an dem lebhaften Londoner Campus zwischen September 2005 und Juni 2008 studiert haben. Dass er allerdings kein gewöhnlicher (und klammer) Student sein konnte, zeigte schon der Scotland-Yard-Einsatz: Terrorfahnder durchkämmten eine Souterrain-Wohnung nahe der Nobelmeile Harley Street. Das rund 2,5 Millionen Euro teure Apartment soll dem gut situierten Bankiersvater des 23-Jährigen gehören, der hier offenbar alleine residiert hat.

00:22
Offenbar sind es gerade die idealistischen jungen Männer, die anfällig für Rachegelüste und Ideen sind.
Das sollte uns zu denken geben. Aber unsere Politrabauken im Westen kennen auch nur gewalttätige Lösungen, die nur zu noch mehr Terrorismus führen. Gerade heute wurde (wieder) bekannt, daß israelische Killer wieder unbewaffnete Palästinenser umgebracht haben und die Siedlungen weiter ausgebaut werden sollen, was alles wieder gegen jedes Völkerrecht verstößt und weder unsere Regierung noch die USA tun was dagegen. Kein Wunder, daß der Zorn der Ohnmächtigen wegen dieser Ungerechtigkeiten wächst. Der Terrorismus ist hausgemacht.
16:38
Es sind offensichtlich nicht die Unis, die den Terrorismus begünstigen, sondern es ist eine religiöse, fanatische Gläubigkeit innerhalb einer bestimmten Religion. Mit der Tolleranz der westlichen Gesellschaften und der Tolleranz der Mitglieder dieser Religion gegenüber ihren Strenggläubigen, werden diese religiös motivierten Terroristen begünstigt Anschläge zu planen und auszuführen.