Die Problemgänse
15.07.2008 | 08:25 Uhr 2008-07-15T08:25:00+0200Duisburg. Noch vor nicht allzu langer Zeit galten die Kanada-Gänse am Niederrhein als Touristen-Attraktion. Doch seit die Vögel dauerhaft bleiben, sind sie zur Plage geworden. Denn sie koten alles voll. Die Stadt Duisburg sucht jetzt händeringend nach Lösungen. Auch eine Jagd der Vögel wird erwogen.
Busseweise pilgerten Reisegruppen in den vergangenen Jahren zum Niederrhein, um die saisonalen Kanada-Gänsekolonien zu beobachten. Mittlerweile muss man nicht mehr allzu weit fahren. Denn die Gänse haben sich dauerhaft im Ruhrgebiet angesiedelt. In Duisburg und anderen Kommunen sind die Gänse und ihr Kot sogar zu einem Problem geworden. Die Stadt überlegt, wie sie die Kotplage in den Griff kriegen soll.
Die Wirtschaftsbetriebe der Stadt haben bereits einen Wasserspielplatz im Duisburger Westen gesperrt. Der Sand am Uettelsheimer See war mit Vogelkot übersät, der Spielplatz ist mittlerweile eingezäunt. Betreten ist verboten.
Klagen über allergischen Ausschlag
Beim Amateur Schwimm Club Duisburg (ASCD) ist es jeden Morgen das gleiche Spiel: "Karrenweise bringen unsere Mitarbeiter den Vogelkot weg. Seit Jahren schon treten die Tiere häufig auf, aber in diesem Jahr ist es ganz extrem", berichtet Christa Schieren, Leiterin der ASCD-Geschäftsstelle. Bis zu 50 Gänse zögen auf dem Barbarasee in Duisburg-Wedau ihre Bahnen, die Mitglieder des Vereins seien mittlerweile mehr als erbost. Einige klagen schon über allergische Ausschläge. "Wir führen das auf den Vogelkot zurück", so Christa Schieren.
Dem Institut für gesundheitlichen Verbraucherschutz sind allerdings bisher keine Fälle von Erkrankungen bekannt geworden. Krank werden könnte man durch Aufnahme, aber nicht durch einfachen Kontakt mit dem Kot. "Hände waschen verhindert eine Infektion", sagen die Experten in der Duisburger Stadtverwaltung. Auch die Gefahr, sich mit Vogelgrippe anzustecken, bestünde nicht.
"Wir wollen die Tiere nicht ausrotten"
Am Freibad Wolfssee in Duisburg-Wedau hat man Vogelschutzzäune aufgestellt, einen Meter hoch, die Wasser und Wiese trennen. Die Tiere leben auf einer Insel im See und fliegen nicht an Land, weil sie ihre Jungen nicht zurücklassen wollen. "Wir reinigen trotzdem jeden Morgen unsere 30 000 Quadratmeter große Wiesenfläche", erklärt Betriebsleiter Klaus Hagenbach.
Ein Maßnahmenkonzept für die Stadt entwickelt derzeit das Duisburger Amt für Umwelt und Grün. Ein Vorschlag: Die Entnahme der Eier aus den Gelegen, stattdessen könnten Gipseier ins Nest gelegt werden. Eine andere mögliche Lösung: "An den Hotspots könnte man das Gänseproblem jagdlich angehen", sagt Stadtförster Stefan Jeschke. Der Tierschutz spiele dabei eine wichtige Rolle. So soll die Population auf ein erträgliches Maß reduziert werden. "Es soll nicht der Eindruck entstehen, wir wollten die Tierart ausrotten."

10:54
Was mich so richtig wütend macht ist das Schweigen der Verantwortlichen aus Stadt und Politik!
Es geht doch nicht darum, wer wann beim Aufräumen geschlampt hat oder nicht! Wer das zum Thema macht ist einfach auf Werbung in eigener Sache aus!
Es geht darum, dass dummes Verhalten zum Schließen des letzten großen Spielplatz in den Haesen geführt hat.
Es geht um meine Kinder, die mitten in den Ferien ihren Lieblingsspielplatz los sind. Nach dem Herunterwirtschaften des einst schönen Spielplatzes an der Halener Straße, war der Wasserspielplatz immer unser Ausflugsziel. Ich kann meinen Kindern keinen Urlaub bieten und jetzt bleiben mir nur noch die Rheinwiesen für meine Lieben!
Ich werde zur Furie, wenn ich erlebe, welchen miesen Stellenwert Familie in unserer Gesellschaft hat. Das Kinder spielen können, ist nicht wichtig, auf jeden Fall viel weniger wichtig als es Tiere sind. Denn bei Tieren, da werden Parteien, Verwaltung und Gesellschaft sehr vorsichtig in Deutschland. BEI KINDERN EBEN NICHT!
22:24
Diese ganzen Kommentare sind Sch.....e.
Haben Sie schon mal gesehen und gespürt wenn
50-60 Kanada-Gänse bei Ihnen landen und die
gesamte Umgebung verkoten, Dann kann man nur
im Slalom laufen, wie am Campingplatz
am Baldeneysee in Essen. Unser Enkel darf nicht zu Recht ,kommen, weil dort alles unzumutbar
ist.. Ich mag Tiere, aber hier muss diese Invasion
dieser Tiere eingehalten werden, die sich unglaublich vermehren und keine natürlichen Feinde haben um sie in Grenzen zu halten.
Es ist ja nur schade, dass man seine Frust hier ab-
laden kann, aber letztendlich wird sich nichts ändern, oder liebe WAZ ?
17:05
Gäbe es Erdöl am Niederrhein, dann wäre G.W.Bush schon mit der Kavallerie unterwegs..
(kleiner Scherz).
16:47
Wie wäre es mit nach Kanada abschieben ?
12:53
Schmecken Kanadagänse eigentlich?
Wenn ja, hätte ich einen Vorschlag.........
Rezepte kommen von mir auf Anfrage.
Gibt es eigentlich keine wirklichen Probleme???
12:11
Jaime Oliver hat uns doch gestern gezeigt wie es geht.
12:03
Ich bin sicher, die Gänse machen nicht so viel Schei... wie die Ruhrpott- OBs.
11:49
Das geht wohl ein wenig zu weit, Raucher als Umweltverschmutzer zu bezeichnen, sharkie !
11:27
@shark: Ihr Kommentar ist so hohl, wie Ihr Schädel.
Was bitte haben Raucher mit Umweltverschmutzung zu tun?
Ansonsten, wohl wahr, dass mit den Allergien dürfte Schwachsinn sein.
11:08
Die busseweise Anreisenden, welche die Enten beobachten wollen, festnehmen und zwangsweise unter Bewachung zur Entkotung der betroffenen Flächen einsetzen.