"Deutsche werden ärmer – aber nicht unglücklicher"
18.05.2009 | 15:58 Uhr 2009-05-18T15:58:00+0200Berlin. Leben im Jahr 2030? Die wichtigsten Zukunftsforscher der Republik stellen am Montag in Berlin zum ersten Mal gemeinsam ihre Prognosen vor. Horst Opaschowski sieht eine Abkehr von der Konsumgesellschaft hin zur Familie.
Die Deutschen im Jahr 2030 – ärmer, aber glücklicher? Die wichtigsten Zukunftsforscher der Republik stellen am heutigen Montag in Berlin zum ersten Mal gemeinsam ihre Prognosen vor. Julia Emmrich sprach mit dem Hamburger Zukunftsexperten Horst W. Opaschowski über das Leben in 20 Jahren.
Unser Lebensstil wird sich verändern, wir haben über unsere Verhältnisse gelebt - das sind zwei zentrale Sätze aus der jüngsten Berliner Rede des Bundespräsidenten. Was sagen Sie einer alleinerziehenden Mutter am Existenzminimum – ist sie heute schon dort, wo wir alle demnächst hinkommen?
Opaschowski: Ja, sie gehört zu den fünf A-Gruppen, die oft am Rande des Existenzminimums leben und von Armut bedroht sind. Dazu gehören: 1. Arme, 2. Alte, 3. Arbeitslose, 4. Ausländer, 5. Alleinerziehende. Das muss nicht so bleiben, wenn es der Politik gelingt, die wachsende soziale Kluft in unserer Gesellschaft zu stoppen und für mehr soziale Gerechtigkeit zu sorgen.
Ist die Konsumgesellschaft am Ende?
Opaschowski: Die Konsumgesellschaft ist nicht am Ende, hat aber ihren Zenit überschritten. Insbesondere die junge Generation erfährt, dass Erlebnisse ohne Ersparnisse kaum mehr möglich sind. Dennoch: Die Deutschen werden ärmer – aber nicht unglücklicher. Sie intensivieren ihre sozialen Beziehungen zu Familie, Freundeskreis und Nachbarschaft. Sie machen aus der Not eine Tugend. Und das heißt: Gut leben statt viel haben.
Im Jahr 2030 werden unsere Kinder mitten im Leben stehen. Was wird ihr Leben von unserem unterscheiden – was werden sie gewonnen, was verloren haben?
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Opaschowski: Es wird eine Leistungsexplosion unserer Kinder geben. Leistung und Lebensgenuss werden für sie keine Gegensätze mehr sein. Sie müssen Abschied nehmen von der Wohlstands- und Anspruchsgesellschaft. Sie machen die Erfahrung des Aufeinander-Angewiesen-Seins. Die Zukunft unserer Gesellschaft gehört einer Gemeinschaft auf Gegenseitigkeit.
Die Prognosen insgesamt sind ja eher bedrückend: Terrorismus, Klimakatastrophe, Energiekrise, Greisenrepublik, Politikverdrossenheit – haben wir noch etwas vergessen?
Opaschowski: Es sind vor allem die Probleme des langen Lebens und der ständig steigenden Lebenserwartung. Die bloße Lebensverlängerung allein ist doch kein sozialer Fortschritt. Viel wichtiger ist die Frage, ob es sich überhaupt lohnt, so lange zu leben.

19:07
Wenn ich nach 47 Arbeitsjahren im laufe der Zeit immer weniger Rente in der Geldbörse habe und das ersparte Geld hat immer weniger Wert , werde ich zwar froh sein wenn ich gesund bin, aber doch sehr unglücklich wenn ich mir dabei die Frage stelle wozu hast du denn die ganzen Jahre geschuftet.
08:21
Das sind Phantasien, keine wissenschaftlichen Prognosen
06:31
derWesten und der WDR brauchen Experten,
und unser Geld.....
20:15
Das sagte auch schon Berlins Regierender Klaus Wowereit, Arm sein ist geil.
18:26
Deutsche werden ärmer – aber nicht unglücklicher
Stimmt, wenn man nichts mehr hat, dann wird man nicht unglücklicher, sondern stinkesauer, wenn man sieht, wie sich die Reichen die Taschen noch voller machen...
Und dann kann man eins und eins zusammenzählen, was dann eines Tages passieren wird...
Und: Feststeller gibt es genug in D...
17:25
Nichts ist so überflüssig wie die Kommentare von opaschowski, (un)Sinn vom Ifo Institut und all die anderen Laberärsche. Wäre schön wenn uns der Westen das ersparen würde.
16:47
Luxus ist frische Luft zu haben und gesund zu sein ,weil der Arzt der Zukunft nur noch Patienten behandelt die Privat zahlen.
Arme Menschen erkennt man an den Zähnen,diese werden dann verbiestert durch die Städte laufen weil sie keinen Grund haben zu lachen,und überhaupt der Sozialstaat den gibt es schon seit 89 nicht mehr,Gelder werden veruntreut und versickern irgendwo wer weiss.
16:12
Ich empfinde es genauso wie Horst Opaschowski. Noch mehr Luxus als wir jetzt haben, wird es in vorhersehbarer Zukunft kaum noch geben. Unter Luxus verstehe ich auch (in beliebiger Reihenfolge): immer Licht, immer sauberes Wasser, Telefon, Fernseher, ein gutes Fahrrad, ein riesiges Angebot an Gemüse und Obst, ein unvorstellbares Bücherangebot über Buchhandlung oder Bibliothek, bezahlten Urlaub, Krankenkasse ... undsoweiter undsofort. Wir wissen das bloß kaum noch. Genießen wir es, statt immer mehr zu wollen. Gerade diese Fähigkeit wird uns in Zukunft ein glückliches Dasein garantieren.
15:46
Der gemeine Hartz4 Empfänger geht mit seinen Nahrungsmittel-4,38-Euro-Tagessatz nicht mehr in Restaurant.
Er geniesst in der Idylle seiner Familie.
Der gemeine Milliardensteuerhinterzieher geht nicht mehr ins Restaurant. Ergeniesst die Sicherheitseinrichtungen, mit denen er seine Villen ausgestattet hat.
Ein Musterhaus lässt sich beim NRW Innenminister besichtigen; Er stellt auch unternehmerische Kontakte her.
Im vertrauten Kreis richtet Lafers eine einfachen Menü.
15:19
Mit fehlen die Worte! Wie kann man so einen Blödsinn veröffentlichen?