Der Mob tobt gegen Obamas Gesundheitsreform
11.08.2009 | 07:09 Uhr 2009-08-11T07:09:00+0200
Washington. Mit Gewalt und Hysterie wollen Lobbygruppen, republikanische Anhänger und Wirrköpfe Obamas Gesundheitsreform torpedieren. Der Ton wird schriller, die Auseinandersetzung aggressiver. Öffentliche Veranstaltungen zur umstrittenen Gesundheitsreform des US-Präsidenten enden zunehmend im Chaos
Faustkämpfe, wüstes Geschrei, Verletzte und Verhaftungen bilden zunehmend den Begleitrahmen der Bürgerforen im ganzen Land, bei denen Abgeordnete aus dem Lager des Präsidenten für die Gesundheitsreform werben wollen. Kathy Castor hatte gerade angesetzt, ihre Begrüßungsrede vor 1500 Zuhörern in Tampa in Florida zu halten, als es rund ging.
„Tyrannei, Sozialismus, Schande”, brüllte ein entfesselter Mob die demokratische Abgeordnete nieder. Vor der Tür kam es zu Schlägereien. Bei Lloyd Doggetts Veranstaltung im texanischen Austin schleppten Gegner der Gesundheitsreform einen Papp-Grabstein mit Doggetts Namen in den Saal. Der Parlamentarier Frank Kratovil aus Maryland im Osten des Landes sah sich bereits symbolisch an einem Galgen aufgeknüpft.
Als Weiße hassender Rassist, gar als neuer Hitler wird Präsident Barack Obama in den Hetz-Shows rechtslastiger Radio-Moderatoren diffamiert, die ungeachtet des haarsträubenden Unsinns, der da verzapft wird, ein treues Millionenpublikum haben.
Höhere Kosten und schlechtere Leistungen befürchtet
Auch wenn es so aussehen soll: Mit spontanem Bürgerunmut gegen den Plan Obamas, die ausufernden Kosten des US-Gesundheitssystem in den Griff zu bekommen und zugleich Millionen unversicherter Amerikanern Schutz im Krankheitsfall zu bieten, hat die Hysterie wenig zu tun. Erzkonservative Gruppen stecken hinter der aggressiven Kampagne, die die Amerikaner verunsichern soll. Viele fürchten längst, dass die Reform nur höhere Kosten und Steuererhöhungen, schlechtere Leistungen und mehr Bürokratie mit sich bringen wird.
„Steh auf und schrei – fordere deinen Abgeordneten heraus!” Wie man Veranstaltungen sprengt, lässt sich in Anleitungen dieser Gruppierungen im Internet nachlesen. Gezielt wird auch mit Euthanasieängsten gespielt. Obama wolle ein staatliches „Todes-Gremium” schaffen, das entscheide, wer es wert sei, behandelt zu werden, polemisierte die frühere republikanische Kandidatin für das Amt des Vize-Präsidenten, Sarah Palin. Lobbygruppen und republikanische Parteigänger, aber auch Wirrköpfe stecken hinter den Protesten.
Obama ruft zur Gegenwehr auf
Kampflos wollen die Demokraten ihnen das Feld nicht länger überlassen. Übers Internet ließ Obama seine Anhänger aufrufen, den Lügen entgegen zu treten. „Wir dürfen nicht zulassen, dass Extremisten diese Debatte kidnappen”, appellierte Kampagnen-Direktor Mitch Stewart.
Zumindest Gene Green, ein Demokrat aus Texas, kann für sich in Anspruch nehmen, die Gegner mit deren Waffen geschlagen zu haben. Als er auf seiner Veranstaltung fragte, wer ein staatlich gefördertes Gesundheitssystem ablehnt, hoben sich fast alle Hände. Und als er nachfragte, wer im Saal von „Medicare” profitiert, ging wieder jede zweite Hand nach oben.
Die Ironie der Frage ging Greens Zuhörern nicht einmal auf. „Medicare” ist nichts anderes als eine staatliche Krankenversicherung für Bürger über 65, die Präsident Johnson vor 40 Jahren eingeführt hatte.

21:35
Verdammt kranke Kommentare.
Passt perfekt zu den Amerikanischen Spinnern die meinen das Health Care Symbol hätte ähnlichkeit mit einem Hakenkreutz und das Programm wäre eine Euthanasie.Die sind dämlich genug auf so plumbe Propaganda seitens der Republikaner reinzufallen.Viele Deutsche wissen unser Gesundheitssystem erst zu schätzen wenn sie das amerikanische gesehen haben.
12:24
und hier wird sich bald zeigen warum es gut ist eine bis an die Zähne bewaffnete Bevölkerung zu haben....Zitat aus einer kürzlich gesehenen Dokumentation : die Waffen bewahren Amerika davor in eine Diktatur zu geraten....
09:58
tja herr obama,
so ist das, wenn man durch den patriot act versucht 90 prozent der bürgerrechte zu nehmen.
meinungfreiheit ect wird ja damit genommen.
aber wie immer, alles rechte und irre.
07:47
So ein Aufstand würde unseren Politikern auch mal aufzeigen, dass es Grenzen geben könnte. Aber hier schafft man es nur gemeinsam zu demonstrieren, wenn es Lichterketten wegen eines vermeintlichen Nazi-Übergriffes anzuzünden gibt, oder Geschenke vom Staat gekürzt werden sollen.
Die Amerikaner mit Obama brauchen doch nur mal über den großen Teich zu blicken und unser gescheitertes Gesundheitssystem bewundern:
Viele zahlen viel ein, bekommen dafür möglichst wenig und müssen noch Eintrittsgeld löhnen. Viele zahlen nichts ein, bekommen aber die gleichen Leistungen, und wieder andere, die zahlungskräftigen, werden von der Pflicht, regelmäßig in dieses Fass ohne Boden einzuzahlen, befreit. Sozial ist nicht gleich gerecht, wer Hinz und Kunz mit seinen Beiträgen am Kacken hält, erhält automatisch weniger. Das haben zu ihrem Glück die meisten Amerikaner erkannt.
22:13
Warum drängen sich vergleiche von Republikanern mit der FDP einem auf?
19:22
Ja,es ist wie in Deutschland. Die amerikanischen Bürger müssen auch die vielen Illegalen mit durchziehen. Wir müssen auch die Krankenkasse der Asylanten bezahlen und keiner murrt.
19:16
Wieso Mob?
Das werden doch wohl die Steuerzahler sein, die dort demonstrieren.
18:24
So sieht es bei uns aus wenn Oskar und die Linken gute Vorschläge machen.
18:11
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18:05
Und in Deutschland, wo Milch und Honig fließt, schreien sie nach immer mehr. HartzIV nur noch auf Gutscheinen und auf ein Jahr befristet. Wer nicht für sein Land arbeitet, soll es auch nicht auszubeuten.