Der Handel trotzt der Wirtschaftskrise
28.07.2009 | 10:37 Uhr 2009-07-28T10:37:00+0200
Essen. Die Innenstädte und Einkaufszentren sind voll, die Verbraucher zeigen sich von der Wirtschaftskrise weitgehend unbeeindruckt. Die Inflation schwindet - die Bürger haben mehr Geld zur Verfügung. Das spürt der Einzelhandel und das belegen auch die neuesten Umfragezahlen.
Das Konsumklima
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Verbraucher sind geneigter, sich neue Dinge zu kaufen. Das hat die Nürnberger Gesellschaft für Konjunkturforschung (GfK) ermittelt. Im Juli stieg der Anschaffungs-Indikator zum vierten Mal in Folge. Dank niedriger Teuerungsraten, höherer Rente und Geld aus dem zweiten Konjunkturpaket steige die Kauflaune weiter, so die GfK-Experten. Sie hatten 2000 Verbraucher befragt. Auch die Einkommenserwartung fällt günstiger aus: Die finanzielle Lage in den Haushalten wird mit wieder positiv bewertet – anders als noch im Juni beziehungsweise ein Jahr zuvor.
„Die Inflation schwindet und den Bürgern bleibt mehr Geld im Portmonee”, erklärt GfK-Geschäftsführer Rolf Bürkl. Auch Steuerentlastungen beflügelten den Konsum, der eine wichtige Konjunkturstütze sei. Nach Erkenntnissen des Instituts griffen Verbraucher in den ersten fünf Monaten gern nach Unterhaltungselektronik, Informationstechnik und kleinen Haushaltsgeräten.
Bürkl verhehlt aber auch nicht, dass der für August prognostizierte Konsumklimaindex von 3,5 im längerfristigen Vergleich „auf einem recht niedrigen Niveau” liege und Ökonomen eine steigende Arbeitslosigkeit befürchten.
Der Handel
Das Klima ist gut, aber auch die Lage? „Die Händler machen gute Geschäfte”, sagt Sebastian Baumann vom Essener Einkaufszentrum Limbecker Platz. „Sehr zufrieden” ist Frank Pöstges-Pragal, Chef vom Centro Oberhausen. Er hat mehr Besucher als im Vorjahreszeitraum gezählt, und auch der Umsatz habe sich gegenüber 2008 „leicht positiv” entwickelt. „Der Sommerschlussverkauf läuft bombastisch”, sagt der Centro-Chef.
So überschwänglich argumentieren die Verbände nicht. „Wir sind mit einem blauen Auge durch die Krise gekommen”, sagt Doris Lewitzky vom Einzelhandelsverband Duisburg und Niederrhein.
Obwohl der Umsatz im NRW-Einzelhandel laut Statistischem Landesamt im Juni um drei Prozent zurück ging, zeigt sich NRW-Verbandsgeschäftsführerin Waltraud Loose optimistisch: „Die Stimmung ist in der Tat gut. Die Händler bekommen einen Schluck aus der Flasche ab, weil die Preise sinken.” Zu beobachten sei, dass die Leute an anderer Stelle – etwa am Urlaub – sparten und dafür ihre Gärten und Balkone verschönerten. Prognosen für eine steigende Arbeitslosigkeit bereiten den Händlern aber Bauchschmerzen für das zweite Halbjahr. Loose: „Wir rechnen damit, dass der Umsatz 2009 um zwei Prozent gegenüber 2008 zurückgeht und das war schon nicht zum Jubeln.”
Die Verbraucher
Trotz aller Hiobsbotschaften: Die Verbraucher haben die Lust am Shoppen (noch) nicht verloren. „Wenn ich einkaufen gehe, tue ich mir was Gutes”, erklärt Martina Dibak, während sie durch die Essener Fußgängerzone schlendert.
Hetti Oelenberg aus Menden lacht die Krise einfach weg: „Ich gehe gut gelaunt shoppen.” Und Gertraud Difour aus Wuppertal meint: „Was gebraucht wird, wird gekauft. Für uns ist keine Krise. Fertig.” Nur Sasha Bertram, Student, ist skeptisch: „Die richtige Krise kommt doch erst noch.”

20:38
sorry ...wir.........
20:35
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18:24
Kann mir mal einer sagen was mit den Usern r.kant und immerNett los ist ?
Sind die beiden heute Morgen falsch program -miert worden ?
15:24
Ach r.kant,
Sie gehören wohl zu den Leuten die erwarten das der Staat Sie mit dem goldenen Löffel füttert ohne selbst auch nur einen Finger krumm zu machen.
Ist man mit einer Situation unzufrieden sollte man nicht jammern sondern die Ärmel hochkrempeln. Wenn man dazu nicht bereit ist sollte man sich auch nicht beschweren.
Mir ist das Leben jedenfalls zu wichtig um es mit Geheule und Gemecker zu verschwenden.
Warten Sie mal schön weiter aufs Schlaraffenland.
14:07
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10:50
Der Aufschwung ist bei den Menschen eben nicht angekommen, darum trifft sie der Abschwung auch nicht so hart. Zumindest z.Zt. noch nicht.
08:31
die Armut erkennt man an den immer länger werdenden Schlangen vor den Ausgaben der Tafel
07:53
Stimmt, die Städte sind voll. Die Armut der Deutschen erkennt man gerade daran das vor jedem Parkhaus und jedem Parkplatz sich Schlangen bilden bis mal wieder Platz frei ist. Die Deutschen sind so arm das man sich nur den ach so teuren Sprit leisten kann um in die Stadt zu kommen, natürlich reicht es gerade noch für teure Parkgebühren. Die Sitzplätze bei Strassencafés sind ja auch nur gefüllt von Menschen die sich dann noch gerade so ein Bier leisten können, oder ein Eis. Hat man dann noch Hunger schaut man mal eben beim ach so billigen Fast-Food Tempel vorbei, natürlich auch gut gefüllt. Wenn man schon nix hat muss man wenigstens auf die Ernährung achten. Selbst kochen ist ja sooooo teuer.
Es ist schon beschämend das die Deutschen nur noch jammern können ohne die Realitäten auch nur halbwegs wahr zu nehmen.
Wer jammert sollte lieber seinen Lebensstil oder seine Ansprüche in Frage stellen. Wenn man sich etwas nicht leisten kann muss man sparen, so einfach ist das. Da heisst es auch an anderer Stelle einzusparen. Das Auto ist nicht immer nötig, die Füsse oder das Fahrrad tun es auch. Essen gehen muss man nicht, selbst kochen ist weitaus billiger und auch nicht schwer. Im Winter weniger heizen, Strom einsparen durch effiziente Geräte bei denen man die Anschaffungskosten schnell wieder rein bekommt. Alternative Antriebe beim Auto. Müssen manche Sachen sein um den Nachbarn oder Freunde zu beidrucken?! Muss Urlaub immer eine Fernreise sein?! Muss man mit dem Auto in den Urlaub?! Eine Radreise ist auch ein ganz neues, spannendes Erlebnis. Muss wieder mal ein neues, modernes Handy her?! Erfüllt dieses und jenes nicht immer noch seinen Zweck?!
Ich kann mich nicht beklagen, durch Einsparungen und Umstellungen meiner Lebensumstände und den tatsächlich gesunkenen Preisen bei Energie und Lebensmitteln kann ich mir doch so einiges an Extras gönnen. Und das obwohl ich nicht gerade ein Manager, Arzt oder Politiker bin. Man muss nur wollen und auch ein wenig leistungsbereit sein.
07:23
Da wurden wahrscheinlich gerade mal die 2.000 Verbraucher befragt, die sich gerade einmal etwas gekauft haben. Was ist mit den restlichen Bürgern? Denken die genauso? Gestern hieß es noch, aus den Geschäften muss alles raus, die Lager wären voll.Die Innenstädte sind zwar gut besucht, aber die Leute sind nicht mit Tüten bepackt. In ein paar Wochen wird wieder gejammert. Ich sehe das Ende der Krise noch lange nicht. Aber es ist ja so praktisch, die Bürger für dumm zu halten, die Wahrheiten zu verschweigen und alles schön zu reden.
Die Wahlen werden es hoffentlich zeigen, was der Bürger von den Politikern und ihren Machenschaften hält.
07:13
Zum Glück gibt es in Deutschland nicht so viel hirnlose Masse, wie sie manchmal in hiesigen Kommentaren anzutreffen ist. Danach zu urteilen besteht Deutschland nur aus Hartz-IV-Empfängern, Arbeitslosen sowie den oberen 10000 ab 500000 € Jahreseinkommen aufwärts.