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Der Euro zeigt Härte

02.05.2008 | 16:40 Uhr

KOMMENTAR Wenn jeder Dritte wieder die D-Mark zurückhaben will, dann schwingt darin vor allem die Sehnsucht nach den vermeintlich guten alten Zeiten mit. ...

... Denn die "harte Mark" steht bei vielen Menschen für Stabilität, Wirtschaftswunder und Vollbeschäftigung.

Allerdings muss man sich vor Augen halten, dass es bereits zu D-Mark-Zeiten Wirtschaftskrisen und ein Millionenheer an Arbeitslosen gab. Zudem stimmt es nicht, dass alles durch den Euro teurer geworden ist - auch wenn das eine oder andere Unternehmen oder mancher Gastwirt die Euro-Einführung zum großzügigen Aufrunden der Preise genutzt hat. Auf der anderen Seite ist die Teuerungsrate aber seit Beginn der Gemeinschaftswährung mit durchschnittlich zwei Prozent relativ gering ausgefallen. Und an den jüngsten Preissteigerungen für Energie und Nahrungsmittel ist der - im Vergleich zum Dollar - harte Euro schon mal gar nicht Schuld.

Das sehen viele Menschen ebenso. Denn wenn jeder Dritte den Euro ablehnt, heißt es im Umkehrschluss, dass zwei Drittel mit der EU-Leitwährung einverstanden sind. Es gab Zeiten, in denen das Verhältnis fast umgekehrt war.

Von Christopher Shepherd

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