Das Zuckerfest in der neuen Moschee
30.09.2008 | 18:05 Uhr 2008-09-30T18:05:00+0200
Duisburg. Provisorisch öffnete das muslimische Gotteshaus in Duisburg Marxloh zum Ende des Ramadan – 1600 Gläubige schauten sich schon einmal um.
Riesiger Andrang in der neuen Moschee in Marxloh: Das Ende des Ramadan feierten dort am Dienstag rund 1600 Moslems. Zwar ist das Gotteshaus noch nicht komplett eingerichtet, aber doch schon provisorisch nutzbar. Vor wenigen Tagen erst wurde der rote Gebets-Teppich angeliefert – und somit war es für die Ditib-Gemeinde eine Selbstverständlichkeit, die Gläubigen zum Ende des islamischen Fastenmonats zum Morgengebet einzuladen.
Nach dem Gebet nutzten viele Besucher die Gelegenheit, sich das prachtvolle Bauwerk mit insgesamt 2500 qm Nutzfläche anzuschauen. Danach standen Besuche in den Familien an, wo das Ende des Ramadan mit dem dreitägigen Zuckerfest gefeiert wird. Es ist mit unserem Weihnachtsfest vergleichbar: Kinder besuchen ihre Eltern, man macht sich gegenseitig Geschenke. Besonders beliebt sind derzeit Parfüm, Blumen, aber auch Handys und MP3-Player. Dazu gehören auch Festessen in den Familien und viele Süßigkeiten für die Kinder.
Die Moschee sollte ursprünglich zu Beginn des Ramadan eröffnet werden, damit die Gläubigen dort abends nach dem Fastenbrechen gemeinsam hätten beten können. Diverse Probleme bei der Bauausführung hatten jedoch zu Verzögerungen und einem Kostenanstieg geführt. Acht Millionen Euro kostet das Bauwerk, ursprünglich hatte man knapp sieben Millionen Euro kalkuliert. Finanziert wird das Gotteshaus durch Spenden der Mitglieder der Marxloher Ditib-Gemeinde.
Weitere Verzögerungen darf es nicht geben, der Einweihungstermin steht fest: Vom 26. Oktober an wird es eine Festwoche mit Musik, Diskussionen, Tänzen und Besichtigungen der Moschee und der Begegnungsstätte geben, die vom Land NRW mit rund 3,2 Mio Euro finanziert wird. Als Ehrengäste werden unter anderem Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Bauminister Oliver Wittke erwartet.

11:09
Die ************* Europas macht Fortschritte und wir fördern das auch noch aus Landesmitteln. Das verstehe, wer will!
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