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Wirtschaftsstudie

Das Ruhrgebiet hinkt hinterher

02.12.2009 | 18:07 Uhr

Das Ruhrgebiet hinkt im Wettbewerb mit anderen Regionen hinterher. Das ist das Ergebnis einer breit angelegten Studie, die das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des Initiativkreises Ruhr erstellt hat.

Essen. Der so genannte „Ruhr2030 Index” wurde zum zweiten Mal vorgelegt. Der Studie zufolge ist das Ruhrgebiet im Rennen mit den 40 größten Städten Deutschlands und den 15 wirtschaftsstärksten Regionen Europas zurückgefallen.

Zwar habe das Revier in einigen Punkten Fortschritte erzielt, doch hätten sich vergleichbare Großstädte besser entwickelt, berichtete IW-Forscher Karl Lichtblau. So erreicht das Ruhrgebiet im aktuellen „Ruhr2030 Index” nur noch 48,4 Punkte (Vorjahr: 50,9). Zielmarke sind 100 Punkte, womit das Ruhrgebiet zum besten Drittel der Vergleichsregionen zählen würde.

Im Bereich Bildung und Forschung verschlechterte sich das Revier von 44,0 auf nun 41,3 Punkte. Bei der Betreuung für Kinder unter drei Jahren zählt das Ruhrgebiet der Studie zufolge zu den schlechtesten 20 Prozent der größten deutschen Städte. Einen regelrechten Absturz gab es auf dem Feld Mobilität. Hier kam das Revier nur noch auf 44,6 Punkte – nach 64,3 Punkten im Vorjahr. Beim sogenannten Wanderungssaldo liegt das Revier im unteren Drittel der Vergleichsregionen. „Das Ruhrgebiet ist klar Abwanderungsregion”, sagte Lichtblau.

Ulf Meinke

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