Burn, Baby, Burn!
30.12.2009 | 18:26 Uhr 2009-12-30T18:26:00+0100
Andere Länder, andere Sitten, auch zu Silvester. Und Neujahr ein böses Erwachen für den ein oder anderen Kraftfahrer. In Frankreich dank des traditionelle Abfackelns von Autos in der letzten Nacht des Jahres, in Deutschland dank der Umweltzone.
In Paris, Strassbourg und Marseille misst man den erfolgreichen Verlauf des Jahreswechsels gerne an der Zahl der abgefackelten Autos in den Banlieus. Alles unter landesweit 1000 warmen Verschrottungen darf offiziell als friedliches Fest gewertet werden. Da können sich die Jungs vom schwarzen Block im Berliner Banlieus Kreuzberg noch so viel Mühe geben, bis in die französischen Nachrichtensendungen schaffen sie es nie mit ihren paar verfunzelten Cayenne.
Ganz harmlose Silvestersorgen hat man sich in Mülheim gemacht. Weil böse Buben immer Knaller in die Parkscheinautomaten stecken, hat die Stadt sie lahmgelegt. Also nicht die Buben, sondern die Automaten mit einem Holzklotz, der die Parkscheinausgabeklappe blockiert. Und die schönen Einnahmen? Auf die verzichtet die sympathische Stadt an der Ruhr großzügig, denn die Schäden an den Automaten seien sonst höher als die Ausfälle. Was passiert, wenn dieses Jahr massenhaft Radaranlagen unter Raketenbeschuss genommen werden.
Die Silvesternacht ist die Nacht mit der höchsten Feinstaubbelastung überhaupt. Bis sich die letzten Qualmwolken verzogen haben, treten eine ganze Reihe von neuen Umweltzonen in Kraft, mit denen man der Staubwolke Herr werden möchte. Mancher parkt Silvester sein Altauto noch ganz legal, wird aber morgen nicht mehr wegfahren dürfen, strenggenommen.
Neun neue Umweltzonen mit Einfahrverboten für „alte Stinker” ohne ausreichende Schadstoffreinigung entstehen im neuen Jahr in Deutschland, davon drei in Nordrhein-Westfalen. Zusätzlich treten in verschiedenen Metropolen verschärfte Zufahrtbeschränkungen in Kraft.
Umweltzonen in NRW werden mit Beginn des neuen Jahres erstmals in Münster und Bonn eingerichtet, dazu kommt Mitte Februar Neuss.
In Münster gilt gleich die härtere Stufe 2. Damit werden auch Fahrzeuge mit roter Plakette ausgesperrt. In Köln wird zum 1. Januar die Einfahrtbeschränkung ebenso verschärft. Münster und Köln sind die einzigen von 15 Zonen in NRW, die bislang so verfahren.
Neue Umweltzonen entstehen mit Jahresbeginn auch in Heidelberg, Pfinztal in Baden-Württemberg, Freiburg und ab 4. Januar in Osnabrück. Regensburg und Nürnberg planen für den Herbst noch ohne konkretes Datum Fahrverbote für ihre Zentren.
Mehr Umweltzonen als in NRW gibt es nur in Baden-Württemberg mit 18 „Standorten” für die 1,3 Millionen Pkw, die keine oder nur eine rote Plakette tragen. Eine ausführliche Liste aller „verbotenen Zonen” des Umweltbundesamtes findet sich im Internet unter gis.uba.de/website/umweltzonen/index.htm
Ab Neujahr 2010 gehen die Verschärfungen bestehender Einschränkungen in Berlin und Hannover am weitesten. Nur noch Autos mit grüner Plakette dürfen in die beiden Großstädte rollen. Wie Münster und Köln sperren weitere Kommunen nach dem Silvesterfeuerwerk ihre Umweltzonen für Fahrzeuge mit roter Plakette: Bremen, Augsburg sowie Frankfurt am Main. Stuttgart kommt im Juli dazu, München im Oktober. In Stuttgart wurde die Verschärfung um anderthalb Jahre vorgezogen.

09:28
Zu mehr als Feuer machen war die waz noch nie gut!
11:57
#10 von F, Nun, die Geschichtskenntnisse sind sehr profund, davon kann getrost augegangen werden. :)
Und Namen und Adressen von Personen zu veröffentlichen wird also als Durchleuchtung rechter Strukturen bagatellisiert?
Da muß man in der Tat nachfragen, wie weit es eigentlich mit dem Rechtsempfinden des Posters her ist.
Was die Zensur der Indymedia betrifft, so ist doch eines der Mittel, nebst dem völligen Verschwinden des Beitrages, die Schrift von der Einfärbung her möglichst schwach zu halten.
Und was die die Rechtfertigung der Löschung betrifft, so hat der/die PosterIn natürlich mit einem recht.
Rechts beginnt immer gleich neben links auf einer beliebig langen Skala. Der Schieber ist natürlich in seiner Beweglichkeit absolut variabel.
Gruß
09:21
@Mann der Arbeit:
So oder so ähnlich..
In Deutschland sind in den Jahren 1990 bis einschließlich 2008 bei 40 politisch rechts motivierten Gewalttaten insgesamt 46 Menschen ums Leben gekommen. Dies berichtet die Bundesregierung unter Berufung auf die im Rahmen kriminalpolizeilicher Meldedienste erfassten Daten in ihrer Antwort (16/14122) auf eine Große Anfrage der Fraktion Die Linke (16/12005). Bislang war die Bundesregierung von 40 Todesopfern ausgegangen; nichtstaatliche Beobachter zählten allerdings mehr als 130 Tote.[...] Zudem kam es im selben Zeitraum im Bereich der politisch rechts motivierten Kriminalität laut Vorlage zu 141 versuchten Tötungsdelikten, bei denen insgesamt 112 Opfer körperlich verletzt wurden.
08:57
Zwischen Indymedia und dem Stürmer liegen nicht nur Welten, sondern ganze Universen.
Und das mit der Zensur ist ebenfalls totaler Humbuck. Es gibt dort nicht die eine Meinung. Sonst gäb es kaum seitenlange Diskusionen unter manchen Artikeln. Es gibt nunmal Kriterien wie auf dem meisten anderen Seiten auch. Plumpe rechte Parolen werden dementsprechen nunmal gelöscht. Dadrin sehe ich kein Problem und das hat auch nichts mit Zensur zu tun.
Und wenn dort rechte Strukturen durchleuchtet werden hat das wohl nichts mit der Hetze des Stürmers zu tun. Der Vergleich ist in jeder Hinsicht untragbar und ich frage mich auch wie es um deine Geschichtskenntnisse steht, wenn du so einen Vergleich ziehst.
08:35
ach schön wie man wieder sieht, das die antifaschisten auf keinerlei fundierter basis handeln und die wahllose gewalt im vordergrund steht!
..und schön das hier leute wie antifaschist vor eine granitharte argumentationswand laufen ;)
22:30
Lieber Antifaschist, es ist doch ganz einfach. Indymedia aufschlagen, blättern und recherchieren.
Wenn dort von Rechten und weiteren unliebsamen Personen Lichtbilder und Adressen veröffentlich werden, was schon oft genug geschehen, dann hat allein schon dieser eine Fakt etwas sehr konkretes mit dem Stürmer gemeinsam.
Und es muß nicht eine Redaktion sein, die irgendwie dahinter steht, sondern ein gemeinsamer Geist - und da hat es dann schon ganz konkret was vom Kadavergehorsam -, das entsprechende und auf Gesinnung getestete Material an ModeratorenInnen, und dann funktioniert es auch, mit der der Meinungsmache, und vor allen mit der Zensur, die auf diesen Seiten ungeheuer groß geschrieben wird.
Denn wenn eines Indymedia auszeichnet, dann ist es doch eben dieser Gedanke, daß der, der nicht für -, gegen sie ist, und folglich entfernt werden muß.
Und das, lieber Antifaschist, genau das praktizierte gerade der Stürmer par exellence!
Wie gesagt, es ist so einfach genau dieses nachzulesen. denn zumindest öffentlich ist ja noch Indymedia. Es sollen ja schließlich alle Interessierten die Aktions-Aufrufe, sowie Erfahrungs- und Betroffenheitsberichte nachlesen können. :)
Gruß
19:12
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11:57
Der Westen ist meines Erachtens nicht DAS Antif-Autonomen-Sprachrohr.
Diese Kräfte organisieren und bestätigen sich vielmehr über die Indymedia-Seiten, jenes über alle Zweifel erhabene digitale Blättchen, daß im übrigen, um es mal ganz deutlich zu sagen, in seiner ideologischen Selbstverständlichkeit, Hetze, und auch Verletzung der Privatsphäre dem ehemaligen Stürmer in nichts nachsteht.
Gruß
08:15
blick in die geschichte kann erhellend sein, es gibt immer fakten warum ?
kommt es zu sozialen spannungen in einer gesellschaft-gibt es aufruhr, also-geht es gerecht zu-ist ruhe im lande,
niemand wird ernsthaft behaupten das es hier besonders nett und gerecht ist....
23:19
Wenn in Deutschland demnächst Autos brennen, dank der guten Berichterstattung in Der Westen, weiß man wenigstens wo die Ursache liegt. Ob nun in Frankreich oder bei Der Westen ist egal für den Besitzer.
Wie heißt es so schön, was ich nicht weiß, macht mich heiß.