Brustkrebs trifft immer mehr Jüngere
18.06.2009 | 11:57 Uhr 2009-06-18T11:57:00+0200Essen. Von Brustkrebs sind zunehmend junge Frauen betroffen. Viele Experten sind ratlos. Tritt der Brustkrebs in frühen Jahren auf, ist die Prognose schlechter als beim Alterskrebs, so Dr. Karlgeorg Krüger vom Radiologie-Zentrum in Essen.
Krebs ist vor allem die Krankheit des Alters, sagen Ärzte immer wieder. Beim Brustkrebs etwa häufen sich die Erkrankungen ab dem 62. Lebensjahr. Dass es nun aber zunehmend junge Frauen trifft, macht viele Experten ratlos.
Noch klingen die Namen im Ohr: Popsängerin Anastacia (40), Kylie Minogue (41), Moderatorin Miriam Pielhau (34). Jetzt spricht Sylvie van der Vaart, die 31-jährige Ehefrau des niederländischen Fußballers Rafael von Real Madrid, über ihre Brustkrebserkrankung. Die Spielerfrau, die nicht nur in Ballspielkreisen, sondern auch auf den Sofas der Talkmaster in schöner Körperlichkeit 'rüberkam. Jetzt die Diagnose. Der Schock. Doch sie wurde als geheilt entlassen, sagt sie.
Dr. Karlgeorg Krüger, Facharzt für Radiologie in Essen: „Die Prominenten sind ja nur ein Teil. Aber die Mehrheit der Betroffenen sind ganz normale Frauen. Auch zu uns kommen die, die erst 25 Jahre alt und an Brustkrebs erkrankt sind.”
Warum das so ist, wissen die Ärzte nicht. Es komme viel zu sammen – so der „westliche Lebensstil”, was so viel heißt wie: rauchen, trinken, ungesundes Essen. „Japanerinnen entwickeln erst dann Brustkrebs, wenn sie ihre Heimat verlassen und beispielsweise hier leben.” Auch Übergewicht sei ein Risikofaktor. Bei vielen Brustkrebskranken habe man Gallensteine gefunden, ein Hinweis auf falsche Ernährung. „Hinzu kommt die erbliche Belastung”, so Krüger. Sylvie van der Vaarts Mutter erkrankte mit 39 Jahren an einem Mamma-Karzinom (Tumor der Brust).
Ein Schock mitten in der prallen Lebensvitalität
Bundesweit geht man von etwa 57 000 Neuerkrankungen pro Jahr aus. Die Gesamtzahl der Betroffenen steigt (plus 46 Prozent von 1997 bis 2007, so das NRW-Krebsregister). Dr. Karlgeorg Krüger: „Damit steigt auch die Zahl der jüngeren Frauen, die betroffen sind.”
Was auch nicht nur deshalb eine schlechte Nachricht sei, weil es Menschen in ihrer prallen Lebensvitalität trifft, sondern „weil der Tumor hier oft viel aggressiver ist als bei einer älteren Frau”, so der Röntgenarzt, verantwortlich für das Mammografie-Screening-Programm in Essen, Mülheim und Oberhausen. „Die Prognose ist damit oft deutlich schlechter.”
Bei der älteren Frau müsse man bei der Entstehung von Brustkrebs immer auch die Einnahme von Hormonen als Ursache mitdenken, so Krüger. „Die Industrie hat die Hormongaben gegen Wechseljahresbeschwerden ja sehr gepusht.” Glücklicherweise seien Frauenärzte heute zögerlicher. Auch die Frauen selbst seien sensibilisiert. „Sicher ist es so, dass die Hormone eine glattere Haut machen und ein strahlenderes Aussehen. Aber man muss sich fragen, zu welchem Preis.” Krüger sieht die Hormone bezüglich der Krebsentstehung kritisch. Auch die Pille, die von vielen jungen Frauen genommen werde.
Bei Jüngeren schwer zu diagnostizieren
Das Grundproblem bei ihnen sei, dass Brustkrebs viel schlechter zu erkennen ist. Die Screening-Programme sind für Frauen ab 50 Jahren gedacht. Die Jüngeren gehen oft nicht einmal zur jährlichen Vorsorge-Untersuchung. Umso wichtiger sei die Selbstuntersuchung, mindestens einmal pro Monat. Die Mammografie sei zur Diagnose nicht gut geeignet, weil junges Brustdrüsengewebe zu dicht ist. „Man sieht nichts Aussagefähiges auf den Bildern.”
Ultraschall biete mehr. Die Essener Radiologen erwarten in diesen Tagen ein Ultraschall-Gerät, das europaweit einmalig sei und mittels Flachdetektor für die Untersuchung junger Frauen geeignet sei. Die gute Nachricht trotz schlechter Diagnose: „Achtzig Prozent der Operationen sind brusterhaltend”, so Krüger.

12:49
@8 immerNettr.kantruediger
Verwuckseln Sie mich doch nicht mit Ihrem Spiegelbild. ;-)
Ansonsten bin ich gut versorgt und einigermaßen zufrieden. Trotzdem vielen Dank, dass Sie sich um
meine Gesundheit sorgen. Das beweist doch mal
wieder, dass einige Menschen zur Anteilnahme
bereit sind.
Von wegen egoistisches Volk. Ausnahmen bestätigen
die Regel.
11:26
# Roush
Ich habe keinen Brustkrebs, keinen Hodenkrebs ???
Du brauchst mehr als nur ein Sauerstoffzelt, besuch doch einmal die Liebesdamen, dann kommst Du vielleicht auf andere Gedanken.
09:25
Ich bezweifle, daß ein Onkologe sich so leichtfertig zu den Ursachen von Brustkrebs geäußert hätte. Westlicher Lebensstil unterstellt, die Patientinnen seien selbst Schuld an ihrer Erkrankung. Das ist eine Unverschämtheit und nicht zweckmäßig im Sinne einer erfolgreichen Therapie.
09:20
@ #2: Wo bitte sind denn solche Studien zu finden? Vielleicht hab ich ja die falschen Begriffe eingegeben, aber weder bei google scholar noch bei medline habe ich entsprechende Artikel gefunden. Oder ist das noch streng geheim und wird noch Publiziert ...?
08:10
Zu #3
Hast Recht, wir sollten uns alle auf eine grüne Wiese setzen, Bio-Tee, Bio-Obst und Bio-Gemüse verzehren. Und schön vorsichtig und langsam bewegen, damit uns ja nix passiert.
07:11
Das die Zahl ansteigt ist vermutlich falsch, eher kann man davon ausgehen, das aufgrund besserer Medizinischer Geräte, höherer Wissenstand der Ärzte und das Frauen will früher an das Selbstertasten herangeführt werden die Krankheit viel häufiger viel früher erkannt wird.
So hat sich gestern ein Professor zu genau diesem Thema im Fernsehen geäussert.
23:28
Also ich habe keinen Brustkrebs, keinen Hodenkrebs
keine Geschlechtskrankheiten und keine
Schweinegrippe. Ich achte auf meine Gesundheit,
wie es möglich ist, besuche keine Liebesdamen.
Scheinbar gehöre ich aufgrund dessen, dass ich
lebe, automatisch zu einer Risikogruppe.
Vielleicht sollten wir alle im Sauerstoffzelt leben,
damit uns nichts etwas anhaben kann.
Wir bezahlen sicher gerne für das Atmen.
Und wer das nicht freiwillig tut, wird per Steuer
dazu gezwungen.
Das Lebensrisiko muß mit allen Mitteln und
unbedingt ausgeschlossen werden.
22:05
1. dass Büstenhalter, besonders zu enge und zu lange getragene das Brustkrebsrisiko dramatisch erhöhen ist von der Dessous industrie nicht mehr glaubhaft abzuleugnen,
2. das heutzutage viel mehr Frauen diese Teile tragen, als in der vergangenen Jahrzehnten sieht man täglich.
3. dass die Erkrankungsraten seit Jahren stark ansteigen ist auch bekannt
Warum sind alle Frauen zu dämlich hier einen Zusammenhang zu erkennen und logisch zu handeln?
17:08
Zitat: Rauchen, trinken, ungesundes Essen
Bin gespannt, wann die nikotinsüchtige Fraktion hier wieder das Wort ergreift und von Raucherhetze schwadroniert .Rauchen soll ja angeblich gar nicht so schädlich sein, wie man hier regelmäßig lesen darf.