Billig-Zigaretten werden teurer
07.03.2009 | 23:55 Uhr 2009-03-07T23:55:00+0100
Brüssel. In der Europäischen Union wird eine kräftige Erhöhung der Mindeststeuern auf Zigaretten, Zigarren und Feinschnitt vorbereitet. Die Folge: Auch in Luxemburg oder Polen werden die Preise steigen.
Raucher müssen damit rechnen, dass sie in Zukunft in den benachbarten Tabak-Einkaufsparadiesen in Europa kräftiger zur Kasse gebeten werden. Denn in der Europäischen Union wird eine kräftige Erhöhung der Mindeststeuern auf Zigaretten, Zigarren und Feinschnitt vorbereitet.
Das EU-Parlament wird in der nächsten Woche eine Erhöhung auf mindestens 1,50 Euro pro 20-er-Päckchen ab 2014 zustimmen. Die EU-Kommission will sogar 1,80 Euro. Für den Kauf von Zigaretten in Deutschland spielt das zwar keine Rolle, denn hier zahlen die Kunden schon heute mehr Tabaksteuern. Doch viele Raucher versorgen sich regelmäßig im benachbarten EU-Ausland mit billiger Ware. Ob auf dem Rastplatz in Luxemburg oder am Kiosk in Polen – vielerorts decken sich Bundesbürger ein.
Noch sind die Unterschiede enorm. In Polen liegen die Steuern pro Packung um fast zwei Drittel unter dem deutschen Satz, in Spanien um knapp die Hälfte. Wenn die EU-Regierungen mitspielen, wird sich das bald ändern. Setzt sich die EU-Behörde mit ihrem Vorschlag durch, steigen die Tabaksteuern in der Spitze um 46 Prozent.
Ziel ist es, durch die Anhebung der Steuern jeden zehnten Raucher zum Aufhören zu bewegen. In Europa sind jährlich 650.000 Todesfälle auf Tabakkonsum zurückzuführen.

08:41
Ja, wenn Sie rauchen, könnten Sie sterben!
Sie nehmen Drogen? Sie könnten daran sterben!
Wie? Sie LEBEN? Hören sie sofort damit auf, denn daran werden sich sicher sterben!
20:33
@ king_F
sollte man überlegen.
Aber bitte nicht Äppels mit Birnens verwechseln. ;-)
12:09
Logischerweise muß die Tabaksteuer erhöht werden damit die Subventionen für die Tabakbauern erhöht werden können. Willkommen in der EU.
(Obwohl auch die Amis mit ihren rigiden Anti-Rauch-Maßnahmen subventionieren ihre Tabakbauern)
Das alles nennt sich freie Marktwirtschaft.
11:02
#15 Evald
Vielleicht sollte man auch alles verbieten was Leib und Leben gefährdet nicht nur das Rauchen z.B. das Autofahren. Schließlich gibt es auch fast 40.000 Verkehrstote auf Europäischen Autobahnen.
08:57
Das zeug gehört, wie wie andere die Gesundheit schädigende Konsumartikel auch, sowieso verboten.
Oder nehmt nen Euro für jeden Stängel, dann können sich die Nikotinjunkies noch mehr damit brüsten, dass sie irgendwelche Löcher im Staatsetat stopfen.
07:09
Tabaksteuern um 50% rauf - so macht man Europa so richtig populär. Über das Ergebnis bei der Europawahl soll sich dann nur keiner wundern.
03:32
Stimmt, Drogensüchtige sind so rücksichtsvoll, ihre Mitmenschen nicht zu vergiften sondern rauben, stehlen und morden bloß um an ihren Stoff zu kommen... und die zigtausende von Euros für fruchtlose Methadonprojekte und Langzeittherapien gibt man ja auch seeehr gerne aus bei so üppig bemessenen Mitteln im Gesundheitswesen.
Aber Sarkasmus mal beiseite -gegen teurere Tabakwaren ist ja grundsätzlich nichts einzuwenden, das Rauchen ist definitiv gesundheitsschädlich. Übel wird mir allerdings wenn ich die vorgeschobene Begründung lese, daß man damit die Raucher zum Aufhören bewegen will... Wenn dem tatsächlich so wäre, würde man die daraus resultierenden zusätzlichen Steuereinnahmen in konkrete Projekte zur Entwöhnung und Prävention investieren; hiervon ist in dem Artikel aber keine Rede.
22:04
Also bitte, den Rauchern gehts noch recht gut. Schaut euch die Kokain- und Heroinjunkies an. Die werden von den Dealern abgezockt und dürfen sich nicht mal was in abgetrennten Kneipenbereichen spritzen. Dabei vergiften sie ihre Mitbürger nicht mal ...
21:38
Was geschieht eigentlich mit den Steuereinnahmen auf Tabak? Werden damit Haushaltslöcher gestopft? Oder Banken finanziert? Oder Straßen geteert?
20:12
Von mir aus einen Euro pro Zigarette, Dann beziehen wir nicht nur Erdgas sondern auch geschmuggelte Zigaretten aus Rußland. Da wird Gerd sicher eine zusätzliche Pipeline durch die Ostsee in Erwägung ziehen.