Berliner Buddy-Bären landen in Havanna

Havanna..  Dass die Berliner Buddy-Bären ausgerechnet jetzt nach Kuba kommen, war ein glücklicher Zufall. Ihre Botschaft des friedlichen Miteinanders der Völker war den Veranstaltern der Bärenausstellung in der kubanischen Hauptstadt deswegen höchst willkommen.

„Man kann in diesen Tagen Zeichen der Entspannung in der Region beobachten“, freute sich der deutsche Botschafter, Peter Scholz, mit Blick auf die diplomatische Versöhnung zwischen Kuba und den USA. Der Bärenbesuch in Havanna passe daher sehr gut in die neuere Entwicklung.

In Nord-Korea und Brasilien zu Gast

Das erfülle die Vision der Öffnung und der Toleranz, pflichtete der Chefhistoriker der Stadt, Eusebio Leal, bei. Zusammen mit deutschen Vertretern eröffnete der als eine Art inoffizieller Bürgermeister Havannas auftretende Leal am Freitagabend die Ausstellung.

Als Bären-Standort ist der zentralgelegene Platz vor dem ehemaligen Kloster San Francisco de Asís in der Altstadt Havannas ausgesucht worden. Dort sollen 128 der berühmten Berliner Figuren bis 1. März im Kreis stehen.

Die Nachbarn freut es. Schaulustige versammeln sich vor den etwa zwei Meter hohen Bärenskulpturen. Auch viele Touristen lassen sich vor ihnen ablichten. Beliebt ist vor allem der Kuba-Bär – dem Klischee gemäß von der in Deutschland lebenden kubanischen Künstlerin Nancy Torres mit Havanna-Zigarre im Mund.

„Die Botschaft, die von der Bärenausstellung ausgeht, ist die einer Kultur des Friedens“, bilanzierte zufrieden Botschafter Scholz. Mit Sponsorenhilfe haben es die Skulpturen inzwischen in fast 30 Länder geschafft. 2008 waren sie gar im nordkoreanischen Pjöngjang. Im vergangenen Jahr schmückten sie Rios berühmten Stadtteil Copacabana während der Fußballweltmeisterschaft.