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Aus Ruhrgebiet soll Ruhr werden

13.03.2008 | 16:14 Uhr

Neurophysiologen sollen für die neue Revier-Kampagne empfohlen haben, den Begriff Ruhrgebiet nicht mehr zu nutzen. Weltweite Bekanntheit der Region soll dazu führen, dass asiatische Metzger Essener Metzger kennenlernen.

Essen. Der Slogan „RuhrN TeamworkCapital” und die dazugehörige Kampagne sollen nach dem Willen ihrer Erfinder weltweit zur unverwechselbaren Marke für das Revier werden. Gestern stellten der Initiativkreis Ruhrgebiet, als Zusammenschluss der 70 größten Unternehmen der Region, und die Werbeagentur Grey die Kampagne vor.

Ziel ist es, damit bis zum Jahr 2030 internationale Führungskräfte und die kreative Elite anzulocken und die Region zugleich weltweit bekannter zu machen. Ob dies mit der Kampagne gelingt, da ist sich Grey-Chef Frank Dopheide nicht sicher. „Wir wissen, uns wird der Wind hart ins Gesicht schlagen und wir wissen nicht, wie weit wir kommen”, sagte er bei der Präsentation in der Essener Philharmonie.

 Der Begriff Ruhrgebiet soll im Zuge der Neuausrichtung der Vergangenheit angehören. Er soll beim Außenauftritt durch das verkürzte Ruhr ersetzt werden. „Wir müssen die Kraft fokussieren”, sagte Dopheide zur Erklärung. Der Initiativkreis folgt dieser Ansicht und heißt zukünftig nur noch Initiativkreis Ruhr.

 RuhrN setzt nach Dopheides Meinung dem ganzen die Krone auf. Darauf habe man sich nach Absprachen mit Neurophysiologen festgelegt. Neurophysiologen beschäftigen sich mit der Funktionsweise des Nervensystems. „Das gibt es weltweit noch nicht. Das schafft Aufmerksamkeit”, befand Dopheide.

 Unterdessen gab der Werbefachmann zu, dass das Marketing-Konzept „schwer zu verkaufen” ist. Dennoch soll der neue Werbespruch als erste funktionierende Dachmarke über dem Ruhrgebiet stehen. Sowohl die großen Konzerne der Region als auch Mittelständler und Privatpersonen dürfen die Marke nutzen und sie neben ihren eigenen Firmenauftritten weltweit präsentieren.

Im September soll die Kampagne starten. Weltweit sollen zu diesem Zweck Container aufgestellt werden, in denen sich die Menschen über die Region in der Mitte Deutschlands informieren und auch mit den Bürgern des Ruhrgebiets kommunizieren können. „Wenn der asiatische Metzgermeister den Essener Metzgermeister kennenlernen will, ist das im Container möglich”, sagte Dopheide. Das Aufstellen eines Containers kostet rund 50 000 Euro.

> Kommentar: Ein Schrecken ohne Ende  

> Diskussion: Ihre Reaktionen auf den Revier-Slogan „Ruhr hoch n” – und Ihre kreativen Alternativen

Von Wolfgang Pott

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Kommentare
03.04.2008
15:00
Aus Ruhrgebiet soll Ruhr werden
von matts | #10

Nur zur Info für alle die sich fragen ob zur Hölle denn keine bessere Idee im Spiel gewesen ist und warum man keine nette Agentur aus dem RG gefragt hat: Man hat! Oktober aus Bochum hat zwar auch Ruhr statt Ruhrgebiet vorgeschlagen, aber ohne n. Deren claim: Wir gehen schon mal vor! Jung, innovativ, frech - passt. Nur waren die Jungs und Mädels den Goldknöpfen bei Vorsingen wohl nicht elitär genug.

16.03.2008
21:45
Aus Ruhrgebiet soll Ruhr werden
von Paul Otto | #9

Warum dieser Aufwand .Last doch mal die Leser Dichten. Mein Forschlag ,wäre: Ander Ruhr de*ist ales OK.

14.03.2008
14:01
Aus Ruhrgebiet soll Ruhr werden
von Michael Kutz | #8

Weltweite Kampagne, Top Werbeagentur, Minibudget und ein Flickenteppich von Interessen - daraus soll eine mit New York, Barcelona oder Sydney konkurrierende Macht werden? In deißig Jahren nicht!
Da müssen sich die Macher schon was besseres einfallen lassen. Sonst ist der Ofen bald endgültig aus.
Schauen wir doch mal in in den Süden unseres Landes, die können zwar kein Hochdeutsch, dafür aber alles andere.
Wer das Ruhrgebiet stark machen will, muss sein größtes Potential nutzen - die Menschen. Wer das ignoriert und diese sogar als Idioten abstempelt, die nicht mal ihre eigene Kampagne verstehen, versteht das Ruhrgebiet nicht. Auch wenn er von hier kommt. Ach wär er doch in Düpsseldorf geblieben...

14.03.2008
09:48
Aus Ruhrgebiet soll Ruhr werden
von Hubert Heitmann | #7

Warum nimmt man nicht den Slogan Freie Sicht für freie Bürger nach dem Kahlschlag der letzten Wochen nicht nur an der A 40.

13.03.2008
23:09
Aus Ruhrgebiet soll Ruhr werden
von Wurm | #6

mist bleibt mist nur der haufen wird mit der zeit grösser.

13.03.2008
22:30
Aus Ruhrgebiet soll Ruhr werden
von rüdi_1904 | #5

Wir sind das Ruhrgebiet.... lalalalalala

13.03.2008
19:49
Aus Ruhrgebiet soll Ruhr werden
von wingleader.de | #4

Et is passiert! Nach all den Wogen aus der breiten Masse mit vernichtenden Kritiken ist der Slogan tatsächlich vorgestelt worden!

Da kann man nur noch zum Boykott aufrufen. Werdet glücklich mit derKopfkacke und versucht sie zu vermarkten. Ich werde schon bald reagieren und auf meiner Homepage dieses Logo einpflegen mit einer dicken roten Schrift dadurch: Ohne mich!

Vielleicht folgen ja weitere meinem Beispiel.....

Schade um die sinnlos verbratenen Millionen!

13.03.2008
17:41
Aus Ruhrgebiet soll Ruhr werden
von d.ostrowski | #3

von den 70 größten Unternehmen der Region haben gerade mal 37! ihren deutschen Firmenhauptsitz in dieser Region. Soviel zur Glaubwürdigkeit des Initiativkreises. Mit dem starrsinnigen Beharren auf diesen Slogan könnte man ja fast glauben, der Initiativkreis will gegen das Ruhrgebiet arbeiten. Sicher ist jedoch seine Verachtung gegenüber den Bürgern, die hier leben. Keiner will diesen Schwachsinnsspruch, wird aber durchgezogen ... und als Krönung das Werbegeseiere dieser DüsselDORFer Agentur zur Erklärung.

13.03.2008
17:09
Aus Ruhrgebiet soll Ruhr werden
von donjon | #2

kleine Geschichte zum Schmunzeln:
http://www.derwesten.de/community/donjon/stories/107659/

13.03.2008
17:02
Aus Ruhrgebiet soll Ruhr werden
von Sharky | #1

Daß die Erfinder und Bezahler dieser Lachnummer allmählich zu einer unverwechselbaren Marke werden, läßt sich wohl kaum noch vermeiden.
Der Rest des Beitrags spricht für sich.

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