Ankommen ist alles: Ein kleiner Geschenkerat
29.11.2007 | 19:00 Uhr 2007-11-29T19:00:19+0100ANGEMERKT Nicht jedes Geschenk lässt Freudentränen kullern, davon könnten die alten Trojaner wohl ein Lied singen, wenn sie nicht aufgrund eines tragischen Zwischenfalls mit einem Pferd . . . Aber das gehört hier nicht hin. ...
... Eher schon ein paar Regeln, um weihnachtliche Missgriffe zu vermeiden: 1. Du sollst nicht langweilen: Jahrein, jahraus dasselbe Geschenk löst weniger Freude als Abgestumpftheit aus. Beim ersten Mal mag man sich ein Lächeln über die Motivsocke abringen, beim fünften Mal wird's Schwerstarbeit für die Gesichtsmuskeln.
2. Kenne den Beschenkten: Menschen haben Vorlieben, Abneigungen, Krankheiten, Allergien. Wer sich existenzialistisch-schwarz gewandet, hasst in der Regel Hawaii-Hemden. Wer eine Schalentier-Allergie hat, freut sich selten über das siebengängige Hummer-Menü.
3. Höre zu und versuche zu verstehen: Die wenigstens Wagnerianer freuen sich über eine DVD-Box mit den schönsten Filmen Robert Wagners. Nicht jeder 14-Jährige jubelt, wenn er den Konzertmitschnitt von Tokio-Hotel unter Christbaum findet.
4. Versuche, angemessen zu bleiben: Jemand, der gerade mit seinem kargen Salär über die Runden kommt, könnte einen 14 000 Euro teuren Chronometer von Cartier als beschämend empfinden. Und das Gerät mit Fug und Recht zu eBay tragen.

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