Amokläufer im Santa-Kostüm richtet Blutbad an
26.12.2008 | 15:49 Uhr 2008-12-26T15:49:00+0100Los Angeles. Acht Menschen starben bei einer Weihnachtsfeier in Kalifornien. Todesschütze richtete die Waffe anschließend gegen sich selbst.
Als Albtraum endete der Heilige Abend für die Gäste einer Weihnachtsfeier in Kalifornien. Ein als Weihnachtsmann verkleideter Amokläufer stürmte ein Haus bei Los Angeles und tötete nach Polizeiangaben acht Menschen, bevor er selbst später tot aufgefunden wurde. Die Bluttat ereignete sich im Haus der Ex-Schwiegereltern des mutmaßlichen Täters, das der Mann vor seiner Flucht noch in Brand steckte.
Der 45-jährige mutmaßliche Täter klingelte kurz vor Mitternacht bei seinen ehemaligen Schwiegereltern in einer ruhigen Wohngegend von Covina. Einer Achtjährigen, die die Tür öffnete, schoss der Mann ins Gesicht. Anschließend legte er mit einer halbautomatischen Waffe auf die entsetzten Gäste an.
Als die Festgäste in Panik flohen, setzte der Mann das Haus in Brand und ergriff selbst die Flucht. Wenige Stunden nach dem Massaker fand die Polizei die Leiche des mutmaßlichen Amokläufers auf dem Grundstück seines Bruders. Der Mann habe sich mit einem Kopfschuss selbst getötet, hieß es. In einem Leihwagen, der in der Nähe entdeckt wurde, fanden die Ermittler 300 Schuss Munition und eine Rohrbombe. Medienberichten zufolge ging das Fahrzeug in Flammen auf, als Bomben-Experten es bewegten.
Berichten zufolge sind auch die früheren Schwiegereltern des Amokläufers unter den Opfern. Zwei Mädchen wurden wegen Schusswunden im Krankenhaus behandelt, darunter auch die Achtjährige, die dem Amokläufer die Tür geöffnet hatte. Am Freitag suchte die Polizei in der Wohnung des mutmaßlichen Täters nach Hinweisen auf seine Motive. Wie örtliche Medien berichteten, war er in einen erbitterten Scheidungskrieg verstrickt.

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