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Kommentar

Althaus Abgang

03.09.2009 | 21:30 Uhr

Selbst im Abgang noch bleibt Dieter Althaus erschreckend würdelos. Er geht, weil er gehen muss, nicht, weil er gehen will. Er geht als Getriebener.

Er geht wegen einer Wahlniederlage, aus Gründen der Macht also, nicht der Moral, wie es einzig richtig gewesen wäre. Diese Art Abgang beschämt die Politik.

Althaus hat Beata Christandl, Mutter von vier Kindern, totgefahren. Er machte kühl weiter. Althaus inszenierte sich dann im Wahlkampf als Opfer, eine bodenlose Geschmacklosigkeit. Althaus belog aus Wahltaktik die Öffentlichkeit, indem er eine freundschaftliche Beziehung zum Witwer behauptete. Nicht eigene Einsicht, Richter stoppten ihn.

Althaus nennt sich selber einen bekennenden Christen. Hat er je um Vergebung gebeten?

Selten hat ein Politiker derart menschlich versagt wie Althaus. Dass ihn eine Partei der bürgerlichen Mitte so lange gewähren ließ, in Thüringen, in Berlin, zeigt leider einmal mehr, wie groß der Abstand zwischen der Parallelwelt Politik und ihren selbst gesetzten Regeln einerseits und dem normalmenschlichen Empfinden andererseits geworden ist. Ein Trauerspiel.

Ulrich Reitz

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Kommentare
04.09.2009
14:01
Althaus Abgang
von rgschulte | #3

Wesentliche Kommentarteile kommen (bewusst?) Wochen zu spät,sind also nur als scheinheilig zu bezeichnen.
Jetzt wird zugeschlagen, nachdem man vorher
der CDU im Wahlkampf nicht schaden wollte. Das ist geschmierter Journalismus.

04.09.2009
12:18
Althaus Abgang
von Johannes Winkler | #2

Zu ihrem Kommentar Althaus Abgang

Pfui WAZ

Welcher Zeitungsschmierer von welchem Revolverblatt hat diesen Kommentar geschrieben?
Das einzig Wahre an diesem Artikel ist, dass sämtliche Adjektive des Artikels - erschreckend würdelos, beschämend, bodenlose Geschmacklosigkeit - auf den Schreiber des Kommentars selbst zutreffen.

Was soll ein Mensch, durch dessen Schuld, wie in diesem Fall, ein Mensch fahrlässig zu Tode gekommen ist noch machen?

Herr Althaus hat seine Schuld eingestanden und sofort alles Menschenmögliche getan, was man tun kann.
Er hat sich zunächst bei der Familie entschuldigt und ihr vorab finanzielle Hilfe zukommen lassen.
Selbstverständlich kann Herr Althaus der Familie ihren Schmerz nicht nehmen, und er selbst wird diese Schuld zeitlebens mit sich herumtragen müssen.
Herr Althaus selbst hat auf ein schnelles Verfahren gegen ihn gedrängt und das Urteil angenommen; damit kann die Familie in einem Zivilverfahren, wenn dies nicht sogar schon geschehen ist, eine finanzielle Entschädigung erhalten.
(Wir alle wissen von Rammstein, Contergan, Enschede usw. wo Opfer noch heute auf ihre teilweise schon zugesprochene Entschädigung warten, weil seitens des Beklagten durch alle Instanzen geklagt wird.)
Frau Althaus war bei der Beerdigung höchst persönlich zugegen und hat der Familie ihr Beileid ausgesprochen, als ihr Mann noch im Krankenhaus lag.
Kann ihr Reporter sich auch nur annähernd vorstellen, wie viel Mut dazu gehört und wie viel Kraft Frau Althaus aufbringen musste, um diesen Schritt zu gehen und den Angehörigen in die Augen zu schauen?

Das kann man nur wenn einem Begriffe wie Moral und Anstand in der heutigen Gesellschaft noch was wert sind; ihr Reporter ist davon jedoch, wie viele andere Zeitgenossen, meilenweit entfernt.

Pfui WAZ


Meine Hochachtung gilt Herrn und Frau Althaus.


Johannes Winkler

04.09.2009
09:25
Althaus Abgang
von Abgebrühte Berlinlustconibrut | #1

Sollte ihm etwa nun ein Ministeramt in BERLIN angeboten werden ?

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