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Airportchef: Flugpreise werden sinken

07.01.2010 | 15:03 Uhr

Düsseldorfs Airportchef Christoph Blume ist angesichts des Konkurrenzdrucks der Fluggesellschaften sicher: Wir werden sehr preiswerte Angebote erleben”, sagte er heute am Rande einer Pressekonferenz zur Verkehrsbilanz des letzten Jahres.

Blume ist überzeugt davon, dass die vieldiskutierten Körperscanner bald Teil der Kontrollen sein werden. „Es wird ein ausgereiftes Modell sein, dass Effizienz und Wahrung der Intimsphäre miteinander verbindet.” Der Scanner erhöhe die Sicherheit und werde kein Hindernis darstellen: „Die Abfertigung geht dann sogar eher noch schneller.”

„Düsseldorf International” hat die Wirtschaftskrise erfolgreich duchflogen und 2009 rund 17,8 Millionen Passagiere gezählt, nur zwei Prozent weniger als im Rekordjahr 2008. Für 2010 seien alle Start- und Landegenehmigungen vergeben, abermals habe man die Nachfrage der Fluggesellschaften nicht komplett befriedigen können. Blume geht von 18 Millionen Passagieren aus. die Bilanz liege erst im März vor. schno jetzt sei aber klar, „dass wir mit einem deutlich positiven Ergebnis abschließen.”

Der Flughafen in Weeze würde seine Zahlen am liebsten täglich veröffentlicht sehen. Von dort wurden 2009 über 2,4 Millionen Passagieren transportiert und damit fast 900 000 Menschen mehr als 2008. Seit 2006 hat sich die Zahl der Fluggäste vervierfacht. Airportchef Ludger van Bebber glaubt an weiteres Wachstum: „Aus jetziger Sicht halten wir ein Plus von 15 Prozent mit einem Ergebnis von 2,7 Millionen Passagieren in 2010 für realistisch.“

Weeze hängt allerdings am Tropf des Billigfliegers Ryan-air, der sich da wohlfühlt, wo er nichts oder nicht viel zahlen muss. „Mir ist bislang kein Flughafen auf der Welt bekannt, der mit Ryanair profitabel wächst”, ätzt Blume. Das Unternehmen sei „sprunghaft”, das Weezer Geschäftsmodell „sehr risikoträchtig”. Als die Iren im letzten Frühjahr drohten, für immer abzufliegen, weil das Oberverwaltungsgericht Münster ihnen Landungen nach 22 Uhr verbieten wollte, schaffte die Bezirksregierung flugs eine neue Betriebsgenehmigung herbei. Ryanair hat am Niederrhein-Airport, den es weiterhin ungehemmt „Düsseldorf-Weeze” nennt, mittlerweile sieben Jets stationiert. 2009 eröffnete die Airline 21 neue Flugverbindungen.

Dortmund dagegen ächzt unter den schweren Verlusten, die ihnen das Strecken-Streichkonzert von Easyjet eingebrockt hat. Verluste, die den Haushalt der Stadt und der Stadtwerke belasten. Den Briten reichen die Flugzeiten von 6 bis 22 Uhr nicht aus. Der Airport wird seine Bilanz in der kommenden Woche offiziell vorstellen. Fest steht, dass die Passagierzahlen um über ein Viertel eingebrochen sind: 1,7 Millionen Menschen starteten oder landeten 2009 in Dortmund, 600 000 weniger als 2008. Sprecher Marc Schulte greift nach dem Strohhalm: „Zieht man den Easyjet-Effekt ab, dann haben wir einen Rückgang von acht bis neun Prozent.” Es gehe aber wieder bergauf, und mit neuen Zielen hofft er auf Besserung. Sie heißen: Kreta, Istanbul, Salzburg.

Frank Preuß

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Kommentare
04.05.2010
09:25
Airportchef: Flugpreise werden sinken
von theRebel | #3

Auch hier wird zu Gunsten der Fluggesellschaften künstlich jegliche Belastung niedrig gehalten, um dem angeblichen Marktnachteil gegenüber den europäischen Nachbarn auszugleichen. Da kann man sich schon mal fragen, warum wir einen gemeinsamen Wirtschaftsraum EURO haben und in diesem nicht gleiche Rahmenbedingungen für alle Mitgliedsstaaten herrschen! Aus Umweltgesichtspunkten sollte Kerosin anständig besteuert werden, um die dort produzierte Umweltbelastung zurückzufahren.

10.04.2010
13:16
Airportchef: Flugpreise werden sinken
von post.it | #2

Wie billig soll es denn noch werden????Man muss doch nicht für 19,- oder 29€ nach London, Mallorca oder sonst wo hinfliegen!?

08.01.2010
09:50
Airportchef: Flugpreise werden sinken
von the rebel | #1

Hoffentlich werden bald alle Subventionen abgebaut und das Flugbenzin ordentlich besteuert. Das wäre endlich ein Ende des Billigtourismus mit weltweiter Umweltverschmutzung in der Luft und an den Urlaubsorten, die dazu noch künstlich in Fauna und Flora eingreifen, um es dem Tourismus anzupassen, mit unabsehbaren Schäden für das ökologische Gleichgewicht.

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