60 Jahre Korea-Krise
27.05.2009 | 17:29 Uhr 2009-05-27T17:29:00+0200Kim Jong-Il praktiziert die zynische Mischung kommunistischer „Großer Führer”, wie sich alle Größenwahnsinnigen von Stalin bis Mao nennen ließen: Abschottung nach innen, Aggression nach außen, Gehirnwäsche, Propaganda.
Stalin und Truman zogen die Korea-Grenze mehr oder weniger willkürlich am 38. Breitengrad. Beide hatten Korea nicht auf der Rechnung. Was zählte, war Europa. Eine Fehleinschätzung, die sich schnell rächte: Im Juni 1950 überfiel das kommunistische Nordkorea den pro-westlichen Süden. Drei Jahre später und nach vier Millionen koreanischen, chinesischen und amerikanischen Toten war der Koreakrieg vorbei. Stalins und Trumans Illusion wirkt bis heute, denn geändert hat sich seitdem beunruhigend wenig: der „Irre mit der Bombe”, wie der Spiegel Kim Jong-Il nennt, provoziert seine Schutzmacht China wie den amerikanischen Klassenfeind gleichermaßen, terrorisiert seine hungernde Bevölkerung und zündelt am Weltfrieden.
Kim Jong-Il praktiziert die zynische Mischung kommunistischer „Großer Führer”, wie sich alle Größenwahnsinnigen von Stalin bis Mao nennen ließen: Abschottung nach innen, Aggression nach außen, Gehirnwäsche, Propaganda. Und immer ist mindestens das eigene Volk das Opfer. Und die Lösung? Glasnost, Perestroika, wie in Osteuropa. Doch davon ist Kims rote Diktatur weit entfernt. Traurig, aber wahr.
11:51
Kommentar/Meinung???
Der Irre mit der Bombe, Großer Führer, alle Größenwahnsinnigen von Stalin bis Mao, und analog der Irre von Teheran.
Da frage ich mich einfach nur wieder, neue Reitz-Krise im Umgang mit den Großen oder doch 60 Jahre Korea-Krise verunglückt zur kommentarlosen Meinung?