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Schweinegrippe

36-Jährige starb an Superinfektion

25.09.2009 | 19:20 Uhr
36-Jährige starb an Superinfektion

Essen. Zehn Tage kämpften die Ärzte um das Leben einer Frau, die unter anderem an der Schweinegrippe erkrankt war. Gestern starb die 36-Jährige im Essener Uni-klinikum. Ob es sich um Deutschlands erste Grippetote handelt, ist allerdings unklar. Die Risikopatientin trug auch andere Erreger in sich.

Auch wenn noch nicht genau geklärt ist, welcher Keim das Leben der jungen Frau beendete, so weiß man eines sehr genau: „Das Schweinegrippe-Virus konnte bei der 36-jährigen Patientin nachgewiesen werden”, sagte der Pressesprecher des Essener Uniklinikums.

Lange schon haben Deutschlands Infektions-Experten angstvoll darauf gewartet: Irgendwann wird es soweit sein, dann wird auch Deutschland seinen ersten Schweinegrippe-Toten beklagen müssen. Dann werde sich die entspannte Stimmung, die der Neuen Grippe gegenüber noch herrsche, entscheidend verändern, so die Fachleute. Ist der tragische Todesfall jetzt der Wendepunkt?

„Nach bisherigen Erkenntnissen könnte dies der erste Fall sein, bei dem ein Mensch in Deutschland in Zusammenhang mit einer Infektion mit der Neuen Grippe gestorben sein könnte”, so NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Die Landesregierung nehme die Lage „sehr ernst” und weist darauf hin, dass für alle Bürger genügend antivirale Medikamente vorhanden seien. Sobald der Impfstoff freigegeben sei, beginne NRW mit der Impfung.

Noch ist zwar nicht klar, ob das Schweinegrippe-Virus den Tod der 36-Jährigen verursacht hat. Und noch etwas spreche dagegen, dass dies der Anfang einer Sterbewelle sei. Prof. Gerald Holtmann, Ärztlicher Direktor der Uniklinik Essen, schränkt ein: „So tragisch der Fall ist, so sehr muss auch betont werden, dass es sich bei der Frau um eine Risiko-Patientin gehandelt hat.” Durch das starke Übergewicht (180 kg) litt sie unter Diabetes. Anders gesagt: Ein gesunder Mensch hätte überlebt? Die einzige Aussage dazu heißt: vielleicht. Man weiß es nicht.

Die Krankheit fing erst harmlos an, erzählt Klinikumssprecher Burkhard Büscher. „Die Patientin hatte Husten und Schnupfen.” Dann fühlte sie sich zunehmend schlechter und wurde in einem Gelsenkirchner Krankenhaus behandelt. Doch die Situation eskalierte. „Dort kam es zu massiver Luftnot”, erklärt Büscher. Um diese Atemnot zu beheben, wurde ihr ein Schlauch in die Luftröhre eingeführt. „Doch der Zustand verschlechterte sich immer mehr”, berichtet Büscher.

An der künstlichen Lunge

Der Frau ging es so schlecht, dass die Essener Uniklinik zu Rate gezogen wurde. „Wir wurden angerufen und sind sofort mit Lungenfachärzten rausgefahren, um die Patientin vor Ort zu stabilisieren.” Sie wurde an die künstliche Lunge angeschlossen, die ihre Atemfunktion übernahm, weil die Patientin nicht mehr aus eigener Kraft atmen konnte.

„Als sie sich erholt hatte, wurde sie ins Uniklinikum verlegt”, so Büscher. Zehn Tage wurde sie weiter behandelt. Zehn Tage kämpften Patientin und Ärzte um das Leben der Frau. „Doch sie war übervoll mit Erregern”, sagt Büscher. Nicht nur mit Grippe-Viren, auch mit Bakterien, die als eine Art Zusatz-Infektion (Ärzte sprechen von der gefürchteten „Super-Infektion”) ihren Körper schwächten. „Das Übergewicht und die damit verbundene Stoffwechselerkrankung darf nicht unterschätzt werden. Zudem war sie starke Raucherin”, so Büscher.

Die Todesursache lautet klinisch „Multi-Organversagen”, gekoppelt mit einem septischen Schock. Medikamente wirkten nicht mehr. „Auch Tamiflu hat überhaupt nicht mehr angeschlagen”, so Büscher.

Petra Koruhn

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Kommentare
27.09.2009
22:58
36-Jährige starb an Superinfektion
von A. Kozaci | #8

So sind wir, die Menschen, eine Frau ist gestorben und jeder kämpft um sein eigenes Belangen.
Einer muss ja schuldig sein.
Es gibt in unserem Land sehr gute Ärzte und der Kampf um derer Existenz wird immer schwerer. Warum nur????????
Das auch WIR verantwortlich sind ist umso trauriger.
Alle sind schuld, klar nur man selber nicht.
Völlig am Thema vorbei!
Ganz schlimm finde ich es, wenn man sich hinter Kürzel verstecken muss.
Menschen die etwas zu sagen haben, sollten auch dazu stehen.
Oder den Mund halten.

27.09.2009
22:00
36-Jährige starb an Superinfektion
von Kosianer | #7

@ Redaktion:
Sprechen wir hier von der MRSA Super-Infektion ?

27.09.2009
19:36
36-Jährige starb an Superinfektion
von m.h. | #6

hallo nolaw, für die geldgierige und faule ärzteschaft wäre das überleben der frau doch lukrativer gewesen. so ein paar tage länger auf der intensivstation ist für deren bankkonto doch besser als das ableben. überlege doch mal was man da noch alles hätte herausholen können:
rauchen und dick sind doch schöne risikofaktoren für langandauernde und teure krankheiten (ja auch das ist leider fakt). oh man wenn man keine ahnung hat einfach mal ruhig sein.

27.09.2009
19:24
36-Jährige starb an Superinfektion
von a.z. | #5

Ganz einfach-die Ärztlichen Scharlatane haben gepfuscht und nun müssen fadenscheinige Begründungen her-wie Übergewicht und Rauchen

Was ist das denn für eine dämliche und idiotische Aussage! Sind jetzt die Ärtze für die Nikotinsucht und das Übergewicht der Patientin verantwortlich? Was hat das denn bitte mit ärztlicher Schweigepflicht zu tun, eine ganz normale Grippe hätte die Überlebenschancen der Patientin sicherlich auch nicht erhöht. Wenn wir unsere Ärzte nicht hätten, könnten wir uns auf ein Durschnittsalter von 45 Jahren einstellen! Also weg mit den Ärzten, sind eh alles überflüssige Scharlatane.
Sorry, aber für meine Gesundheit bin ich selbst auch noch verantwortlich.

26.09.2009
16:36
36-Jährige starb an Superinfektion
von Nolaw | #4

Ganz einfach-die Ärztlichen Scharlatane haben gepfuscht und nun müssen fadenscheinige Begründungen her-wie Übergewicht und Rauchen-das in der faulen und geldgierigen Ärzteschaft gerne als finale Diagnose herhalten muß!!Außerdem gehört dem Arzt der diese Begründung in die Öffentlichkeit gebracht hat SOFORT die Aprobation entzogen -wegen übelster Verletzung der ärztlichen Schweigepflicht-die auch postmortem gilt!!

26.09.2009
09:50
36-Jährige starb an Superinfektion
von A. Kozaci | #3

Was unter Kontrolle gebracht werden sollt ist das Spiel mit der Angst.
Wir haben noch keine Todesgrippe, nur eine bisher normal verlaufenden Grippe. Jedes Jahr sterben Meschen an der Grippe. Über die vielen Fälle die gesund geworden sind, berichtet kaum einer.
Impfen, gut. Für schwache Meschen.
Aber ansonsten nenne ich das -Mit Kanonenkugeln auf Spatzen schießen-

25.09.2009
22:49
36-Jährige starb an Superinfektion
von AliMomente | #2

Los los, alle zum Impfen! Aber zackig! Als Horror - Meldung reicht das aber noch nicht!

25.09.2009
20:33
36-Jährige starb an Superinfektion
von Lichtbringer | #1

180 Kilo, künstliche Lunge und starke Raucherin....
Aber sie starb ganz klar wegen der Schweinegrippe! Ne ist klar... ****** Panikmache dauernd!
Und was sollte da noch Tamiflu reißen? Wie wärs mit ner Diät und mit dem Rauchen aufhören gewesen? Das hätte wohl mehr bewirkt...

Ich sehs schon kommen:
Überschrift: Wieder MAnn an Schweinegrippe gestorben
Text: Im Krankenhaus Blablabla ist ein Mann an Schweinegrippe gestorben - Experten untersuchen jetzt ob die Tatsache, daß er zuvor von einem LKW überrollt wurde, auch was mit seinem Tod zu tun haben könnte

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