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"Zettl"-Premiere mit Bully Herbig

01.02.2012 | 13:43 Uhr

Mit großem Staraufgebot feierte "Zettl", der neue Film von Regisseur Helmut Dietl, am Dienstag in der bayerischen Landeshauptstadt Premiere. Zu den gefragtesten Gästen auf dem roten Teppich gehörte Hauptdarsteller Bully Herbig.

An diesem Donnerstag ist Kinostart, dann kommt Helmut Dielts neuer Film in die Kinos, "Zettl" mit Bully Herbig in der Hauptrolle. Der schafft es in dem Film vom Chauffeur zum Chefredakteur einer Online-Zeitung, unbehindert von Skrupeln oder moralischen Überlegungen. Das ganze spielt in Berlin. Premiere war dennoch in München, am Dienstag abend. Bully Herbig war natürlich dabei und er beschrieb seinen Charakter so: O-Ton Bully Herbig: "Also das ist ein charmanter, sympathischer Typ, der im Grunde die Moral nicht mehr kennt. Er personifiziert eine Generation der Unmoral." Und mit Unmoral kennt Regisseur Helmut Dietl sich aus, sie ist in seinen Filmen oft ein Thema. Wie er für die Besetzung der Hauptrolle auf den Komiker Michael Bully Herbig kam? Er wollte eben schon lange mal mit ihm was machen, verriet Dietl: O-Ton Helmut Dietl: "Seine Presseagentin hat uns dann vermittelt und dann haben wir uns getroffen. Und da hat er gesagt er spielt auch, was weiß ich, jede kleinste Komparsenrolle bei mir. Und da hab ich gesagt, eine kleine Rolle habe ich nicht, aber eine Hauptrolle hätte ich, und so war es." Auf dem roten Teppich waren am Dienstag abend übrigens eine ganze Reihe bekannter deutscher Schauspieler zu sehen - kein Wunder, die Besetzung für den Film kann sich auch sehen lassen: Neben Herbig spielen Karoline Herfurth, Sunnyi Melles, Götz George, Harald Schmidt, Ulrich Tukur, Senta Berger und Dieter Hildebrandt. Dieter Hildebrandt tritt in Zettl übrigens wieder als Paparazzo-Fotograf auf, eine Anlehnung an Dietls "Kir Royal"-Serie, bei der er dem Reporter Baby Schimmerlos nicht von der Seite wich. Eine Fortsetzung der bösen Fernsehserie aus den 80ern sei es aber trotzdem nicht, so Hildebrandt: O-Ton Dieter Hildebrandt: "Bei einem Film sind ganz andere Bedingungen. Und außerdem kann man Kir Royal deshalb nicht fortsetzen, weil es die Gesellschaft, um die es damals ging, nicht mehr gibt. Die Münchner Gesellschaft existiert in dem Fall, so wie wir das dargestellt haben, nicht mehr. Die sind alle gegangen, die sind alle weg oder gestorben oder sind Alkoholiker geworden und sind verkommen." Am diesem Mittwoch abend ist nochmal Premiere, diesmal in Berlin, ab Donnerstag ist der Film dann für alle da.

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