Wütende Eon-Mitarbeiter
18.06.2009 | 20:23 Uhr 2009-06-18T20:23:00+0200Tausende Beschäftigte des Konzerns Eon haben am Donnerstag für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert.
Tausende Beschäftigte des Energiekonzerns Eon haben am Donnerstag in Düsseldorf für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert. Zu den Protesten gegen das geplante Sparprogramm des Unternehmens hatte die Gewerkschaft Verdi aufgerufen, die den Abbau von 6.000 Stellen europaweit befürchtet. Nach Verdi-Angaben beteiligten sich rund 5.500 Beschäftigte an der Kundgebung vor der Konzernzentrale in Düsseldorf.
«Man will Funktionen zentralisieren, das heißt, Standorte in der Fläche sollen geschlossen werden», sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sven Bereglin. Zwar wolle Eon betriebsbedingte Kündigungen grundsätzlich vermeiden. Doch die Forderung nach größerer Mobilität der Mitarbeiter laufe auf Stellenabbau hinaus. «Was heißt es für eine alleinerziehende Mutter, die heute einen Job in Hannover hat und morgen nach München soll? Da kann sie doch auch gleich kündigen», sagte der Gewerkschafter.
Die Pläne der Konzernspitze sähen zudem vor, die Mitbestimmung im Unternehmen zu reduzieren. Mitarbeiter sollten ausgelagert werden, um Tarifbestimmungen zu umgehen, kritisierte Berglin. Die Gewerkschaft befürchtet europaweit den Verlust von bis zu 6.000 Stellen bei dem Unternehmen, weitere rund 4.000 Beschäftigte könnten von Ausgliederungen mit schlechteren Tarifverträgen betroffen sein. Eon will mit seinem Effizienzsteigerungsprogramm «Perform to Win» bis 2011 bis zu 1,5 Milliarden Euro einsparen.
Eon will IT-Bereich weitgehend abgeben
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Laut einem Bericht will Eon seinen IT-Bereich weitgehend an dritte Unternehmen abgeben. Die konzerneigene IT-Firma Eon IS solle entweder ganz oder zum großen Teil abgegeben werden. Das Unternehmen war am Donnerstag zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Dem Bericht zufolge könnte die Abgabe des IT-Bereichs bis zu 2.700 Stellen kosten. Der US-Dienstleister Hewlett-Packard gelte als ein möglicher Kandidat, um Eon IS zu kaufen.
22:39
Manger = Manager!!!
Sorry, bin selbst betroffen...
22:33
Schaut euch doch mal bei EON-Ruhrgas in Essen um:
- Verunsicherung überall
- Zukunftsängste
- Mobbing
- unfähige Manger
- keine Personalführung
- null Informationen
Und das bei einem Konzern, der Milliardengewinne macht.
Denkt da mal drüber nach, Ihr da in der Vorstandsetage in Düsseldorf.
Habt Ihr noch was anders als Eure Boni im Kopf??? Sagt Euch Sozialkompetenz noch etwas?
22:24
gezz ma ährlich:
war es wirklich so falsch, dass wir mal die vergesellschaftung der energiekonzerne und der banken gefordet haben?
21:19
Ich habe 2 Jahre für EON gejobbt, es dann aber nicht mehr ausgehalten. Zunächst wurden die Beschäftigungsverhältnisse von unbefristet zu 60% auf befristet umgestellt.
In den 2 Jahren habe ich zwar national wie auch international wie gesehen und war in etlichen EON-Gesellschaften. An Mobilität hats nicht gefehlt.
Auch jetzt ist der Bewerberpool im Konzern überflutet, aber niemand, ja niemand darf jetzt eingestellt werden, trotz Milliardengewinn.
Der EON-Konzern wird erstmal gesund geschrumpft und auch viele, viele Akademiker werden auf die Straße gesetzt.
EON hat seit 2004 einen starken Expansionskurs betrieben und im Zuge dessen etliche Kräfte eingestellt, ins Ausland expandiert....
Dieser Kurs wird nun radikal zurückgedreht, weil die Zahlen nicht stimmen. Das ist leider Konzernpolitik, auch wenns niemand hören will.
Dass viele Akademiker Auslandserfahrung besitzen oder mehrere Fremdsprachen können, ist leider auch nicht mehr viel Wert, da austauschbar, davon gibts Tausende und etliche Absagen werden dieser Tage rausgeschickt.
19:57
@ kimku
E.ON geht es besser als anderen Branchen: Denn zuletzt wurden knapp zehn Mrd. Euro an Manager und andere Beteiligte verteilt.
Meinen Sie nicht auch, dass es an der Zeit ist, dass sich die Lohnabhängigen mit den Arbeitslosen solidarisieren und endlich was gegen den Abbau von Arbeitsplätzen unternehmen...?!
17:48
warum soll es denen denn auch besser ergehen als den anderen Branchen.