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WP-Schützenkönigin 2011

16.10.2011 | 20:26 Uhr

Bestwig  Im Fort Fun wurde die WP-Schützenkönigin 2011 geehrt.

„Wo setzen wir uns denn hin?“ – „Na da, wo das Bierfass auf dem Tisch steht“, lautet die fröhliche Antwort im Hofstaat der Schützengemeinschaft Meschede-Nord, der seine Königin Alexandra Bührmann zum Abstimmungsfinale begleitet. Allein, Zehn-Liter-Fässer Bier stehen auf praktisch jedem der vorbereiteten Tische, an denen nach und nach die acht Regionalsiegerinnen im südwestfälischen WP-Schützenköniginnen-Wettbewerb mit ihrem Gefolge Platz nehmen. Sie alle werden im Laufe des Sonntagvormittags mit einer WP-blauen Ehrenschärpe bedacht und erhalten neben einem 500 Euro-Scheck auch noch 120 Liter Freibier von Veltins. Zum Höhepunkt schließlich wird quasi die Königin der Königinnen gekürt, jene Schützenherrscherin also, die die meisten Stimmen unserer Leserinnen und Leser auf sich vereinigen konnte. Kerstin Hormann gewinnt also, auf dem zweiten Platz landet Judith Peters von St. Sebastian in Sundern-Hagen, Dritte wird Deborah Wahle von St. Engelbert in Medelon.

Zuvor begrüßt WP-Chefredakteur Stefan Hans Kläsener die Schützen-Abordnungen, die von Beginn an in aufgeräumter Stimmung sind: „Hier haben heute schon alle gewonnen“, ruft der WP-Chef in die Runde – und genau so sehen es auch alle. Freibier von Veltins (die Siegerin erhält noch einen Extra-Pokal der Brauerei sowie einen weiteren von der WESTFALENPOST), frische Bretzeln, belegte Brötchen und Fingerfood – es fehlt an nichts an diesem Morgen.

Von Feier zu Feier

Die Vertreter aus Lürbke, die später ihre Königin wieder und wieder hochleben lassen, kommen quasi gerade vom Feiern. „Lürbke meets Schlager“ hatte es am Abend zuvor in dem 117-Seelen-Ort bei Menden noch geheißen, und die letzten Schützen hatten erst frühmorgens um sechs Uhr die Party verlassen. Nun sitzen sie tapfer und offenkundig konditionsstark am Start und werden schließlich auch noch mit dem Gesamtsieg belohnt. Dem ist ein wahrer Abstimmungsmarathon über Zeitungscoupons und Internetklicks vorangegangen. Sage und schreibe 394 000 Besucher wurden auf der entsprechenden Internetseite gezählt, das entspricht einer Gesamtverweildauer von 4,63 Jahren. Ein Spitzenergebnis auch im bundesweiten Vergleich für diesen erstmals von unserer Zeitung ausgelobten Wettbewerb.

Tatsächlich, es ist ein „junges, sympathisches und nicht zuletzt ausgesprochen hübsches Schützenwesen“, wie WP-Chef Kläsener treffend formuliert, das hier Südwestfalen mit seiner schönen Vereins-Tradition vertritt. Zwischen 20 und 30 Jahre sind die Mitglieder des Gefolges im Schnitt alt; unverkrampft und enorm lebenslustig stehen sie für ein modernes, zeitgemäßes Vereinswesen. Manche Königin kommt in langer Robe auf die Bühne zur Ehrung, andere tragen zum Krönchen einen Minirock. Uniformen, dunkle Anzüge oder auch Jeans mit T-Shirt – erlaubt ist, was gefällt.

Die WP-Schützenkönigin wird zur festen Einrichtung

Noch bevor die Schützengemeinschaft Altenrüthen um ihre Königin Isabel Henneböhl ein zünftiges Klatschlied anstimmt, intoniert bereits der Hofstaat von Königin Alexandra Bührmann (Meschede-Nord) inbrünstig: „Schatzi, schenk mir ein Foto…“ Die Abordnung von St. Antonius aus Iseringhausen (Kreis Olpe) reagiert spontan für ihre Königin Johanna Homrich und stellt kurzerhand die komplette Tischreihe auf die Bänke – Bierzeltgarnitur in umgekehrter Nutzung sozusagen.

Isabel Henneböhl, Königin des Schützenvereins Altenrüthen, hat eigens für die Siegerehrung ein Fußballspiel in der Kreisklasse sausen lassen, wo sie normalerweise in der Frauenmannschaft mitkickt. Ilka Fischer, Königin in Hagen-Holthausen, wird schnell einmal zwischendurch von ein paar markigen Horrido-Rufen ihrer Anhänger hörbar in Szene gesetzt, während die knapp 300 Anwesenden doch merklich staunen, als ihnen André Schweins, Mitglied der WP-Chefredaktion und engagierter Moderator der Veranstaltung, erläutert, dass Judith Peters, Königin bei St. Sebastian in Sundern-Hagen noch vor kurzem als Missionarin im fernen Malawi tätig war. Dagegen entpuppt sich Königin Sabine Lantzberg als ehemaliges Karnevalsmädchen aus dem Westerwald, das nun die weibliche Regentschaft im Schützenverein Schwarzenau (Siegen-Wittgenstein) übernommen hat.

Als André Schweins schließlich in Aussicht stellt, dass die Wahl zur WP-Schützenkönigin von nun an eine feste Einrichtung werden soll, da braust noch einmal der volle Beifall im Fort-Fun-Saloon auf. Das Bier läuft derweil weiter in die durstigen Schützenkehlen und vor der Tür warten bereits die nächsten Gäste, denn am frühen Nachmittag mündet die gelungene Veranstaltung direkt weiter in den Schalke-Veltins-Cup.

WAZFotoPool

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