Über Stock und Stein
17.09.2008 | 13:45 Uhr 2008-09-17T13:45:00+0200Ina Wilde aus Schwerte steuert ihre Maschine spielend über kantige Hindernisse: beim Motorrad-Trial.
Geschicklichkeit
Das ganze Leben ist eine Prüfung – und die Wettkämpfe beim Motorrad-Trial erst recht. Zumindest, wenn man das englische Wort „Trial“ ins Deutsche übersetzt. Geschicklichkeit müssen die Starter auf jeden Fall mitbringen, um auf der Rennstrecke zu bestehen.
Sie sind erfolgreiche Sportler, aber werden kaum wahrgenommen. Nur die lokale Presse berichtet über ihre Leistungen. Denn ihr Sport ist nicht populär.
DerWesten ändert das. In regelmäßigen Abständen werden hier Randsportarten und ihre erfolgreichsten Vertreter vorgestellt - in der Serie Heimliche Helden.
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Denn anders als bei den klassischen Rennern auf Asphalt, gilt es beim Motorrad-Trial ein unwegsames Gelände in den Griff zu bekommen. Es geht buchstäblich über Stock und Stein – komfortable Abgrenzungen, die einem Fahrer den besten Kurs durch die Piste weisen, gibt es beim Motorrad-Trial nicht.
Dies hat auch damit zu tun, dass Trial-Fahrer auf den Kurs verschiedene Prüfungen absolvieren müssen. Dieser abgesteckte Parcours muss in einer vorgegebenen Zeit durchfahren werden. Umso wichtiger ist es, dass möglichst wenige Fehlerpunkte auf dem Konto landen. Nicht automatisch die schnellste Zeit bringt also den Sieg ein - die Fahrer sind somit deutlich langsamer unterwegs als etwa die Motorcross-Biker.
Dabei ist es wichtig, dass die Fahrer beim Meistern der Hindernisse nicht ihre Füße zur Hilfe nehmen. Sobald ein Fuß den Boden berührt, werden die Fehlerpunkte in Wertungskarten notiert. Auch das Absteigen oder gar Stürzen wird mit einer entsprechend höheren Strafpunktanzahl vermerkt.
Fingerspitzengefühl ist erforderlich
Fingerspitzengefühl ist übrigens nicht nur bei den Hindernissen, sondern auch beim Gasgeben erforderlich. Die Punkterichter sollte ein Fahrer evenfalls nicht gedankenlos bei einer Wertung beschimpfen – sonst folgen weitere Strafpunkte, die der dazu passende Katalog vorsieht.
Die Fahrer sind in der Regel gut gesichert unterwegs – Protektoren an Rücken und Schienenbein schützen, wenn ein Starter mal unfreiwillig vom Motorrad „segeln“ sollte. Ein ordentliches und regelmäßiges Training ist daher unverzichtbar. Konzentration und Fingerspitzengefühl gehören genau wie Ausdauer und Geduld zu diesem kniffligen Sport dazu.
18:50
cooooooooool :-)