Tapsige Löwenbabys
09.04.2009 | 07:34 Uhr 2009-04-09T07:34:00+0200So süß sind die Löwenbabys Nasir, Luena, Lira und Niala im Wuppertaler Zoo.
Nein, dass es einen Ansturm à la Knut gibt, damit rechnet im Zoo Wuppertal keiner. Doch es ist klar: Die jungen Löwenbabys sind ein Publikumsmagnet. "Ohhh, Babys", entfährt es einem kleinen Mädchen, das begeistert vor dem Fenster zur Löwenanlage steht. "Sind die süß."
Denn noch sind Nasir, Luena, Lira und Niala sehr unbeholfen. Unsicher setzen sie Tatze vor Tatze, klettern auf Baumstämme und fallen wieder herunter. Während die drei Mädchen 4,6 bis 4,8 Kilogramm auf die Waage bringen, bleibt das männliche Jungtier das Nesthäkchen. 4,1 Kilogramm ist es bisher schwer -die Ähnlichkeit zum stolzen Löwenvater "Massai" lässt noch auf sich warten.
Die Jungtiere sind in den dafür vorgesehenen ruhigen Innenräumen der großen neuen Löwenanlage zur Welt gekommen. Bei der Geburt war der fast zehnjährige Löwenvater dabei, jetzt bleibt "Massai" erstaunlich ruhig, lässt sich von seinem Nachwuchs trotz dessen Lebhaftigkeit nicht stören.
Die Löweneltern und die Jungtiere werden im Innenraum der Löwenanlage durch eine dicke Glasscheibe hindurch stundenweise zu sehen sein. DerWesten sprach mit Raubtierpfleger Erik Beiersmann über die spannende Zeit der Aufzucht.
00:43
In diesem Moment beneidet man die Tierpfleger für Ihren Beruf, wenn sie ein Löwenbaby im Arm halten dürfen. Aber es ist natürlich auch klar, was für einen harten Job die Leute dort tagtäglich machen.
08:47
ich bin der meinung das in zoos zwar die tiere
nicht in freiheit sind,aber durch zucht die chance
besteht die art zu erhalten. ich glaube das es sonst nicht mehr verschiedene tiere geben würde.
und in zoos werden die tiere durch gesundes
futter und medizinische bereuung sogar älter
als in ihrem natürlichen lebensraum.
18:05
Die Zucht in Gefangenschaft sorgt für einen Überschuss an Tieren. Babys sind nämlich Kassenmagneten und ziehen massenweise Besucher an, die zusätzlich zum Eintrittsgeld auch noch Geld in den Geschenkeshops und Snackbars der Zoos ausgeben.
Zoos können vielleicht größere und feudalere Anlagen bauen, aber es sind und bleiben doch Gefängnisse. Viele Verbesserungen sind eher kosmetischer Art und dienen eher den Besuchern als den Tieren. Die meisten Tiere in Gefangenschaft leiden unter Frustration und Langeweile. Anstatt Millionen darauf zu verschwenden, Unmengen an Tieren einzusperren, sollten wir uns für die Erhaltung und Wiedereinrichtung dessen einsetzen, was wir Menschen den Tieren genommen haben: ihren ursprünglichen Lebensraum.
16:59
ist schon toll das so was auch im ruhrgebiet gibt