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Einziges Voodoo-Museum...

Soul of Africa

24.05.2008 | 10:27 Uhr

Essen. Ganz unscheinbar liegt dieses einzigartige Museum an der Rüttenscheider Straße. DerWesten hat Museumsmacher Henning Christoph mit der Kamera besucht.

Seit 2001 gibt es das "Soul of Africa-Museum" in Essen - eingerichtet und geführt von Henning Christoph.

Der Ethnologe und Journalist entführt uns ins Reich des Voodoo.

"Vouodoo heißt Gott oder Geister", erklärt uns Christoph, "schützen und heilen sind die Aufgaben des Voodoo, es ist nicht da, um Böses zu tun."

Fälschlicherweise wird der Voodoo-Kult oft mit schwarzer Magie in Verbindung gebracht. Schuld daran sind die vielen Hollywood-Filme.

Einzigartige Exponate

Die Ausstellung wird von Henning Christoph komplett aus eigener Tasche finanziert. Eine Unterstützung von der Stadt Essen gibt es leider nicht.

Ein Privatmuseum in dieser Art findet man nirgendwo in Europa. Wir können uns gar nicht satt sehen, an den vielen Exponaten, die sich in lediglich drei Räumen aneinander reihen.

Kulturhauptstadt 2010 ohne "Soul of Africa"?

"Ich könnte zehn Mal so viel ausstellen", erklärt uns Christoph, "aber leider reicht der Platz in diesen Räumen nicht aus."

Eine größere Ausstellung kann er sich nicht leisten und leider sieht sich auch die Stadt Essen scheinbar nicht in der Lage, dieser einmaligen Sammlung geeignete Räumlichkeiten anzubieten.

Aus anderen Städten gibt es Angebote, dort würde man seiner Ausstellung liebend gern einen würdigen Rahmen liefern.

Schade, dass diese wundervolle und einzigartige Kunstsammlung die Kulturhauptstadt 2010 verlassen wird.

Aber wer weiß: Vielleicht finden die Stadtväter ja einen Ausweg?

Beatrix Gutmann, Michael Osterhaus

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Kommentare
26.05.2008
20:10
Soul of Africa
von Nina | #3

Ist nicht zu fassen! Ich weiß wohl, dass ich das SOA so schnell wie möglich besuchen werde.
Wacht denn keiner auf, von den sogenannten Kulturkennern?
Das Folkwang und das Ruhrlandmuseum können doch nicht einzig als Vorzeigeobjekte für eine künftige Kulturhauptstadt dienen?
Es ist traurig - gibt es denn wirklich keine Rettung?

23.05.2008
18:13
Soul of Africa
von Bukowski | #2

Kann ich nur beipflichten!!!
Unter Kultur allerdings versteht die versnobte Essener Stadtelite allerdings etwas anderes, wie wir wissen...

23.05.2008
11:54
Soul of Africa
von Designschwelm | #1

Ich kann einen Besuch des Museums nur allerwärmsten empfehlen. Ich hatte vor ein paar Wochen die Gelegenheit zu einer Führung und es ist schon beeindruckend, welche Geschichten Herr Christoph zu erzählen hat. Die Entstehungsgeschichte des Altars im Museum ist es allein schon wert, dass man dort mal vorbeischaut.......und alles aus eigener Tasche bezahlt von Henning Christoph. Insofern ist es eine Schande, dass die Stadt Essen keinen gesteigerten Wert darauf ein solcher Kleinod hier zu behalten.

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