Skateboard-Meisterschaft
So geil ist Skaten
08.06.2009 | 09:15 Uhr 2009-06-08T09:15:00+0200Duisburg. Auf dem Board zu stehen - das Gefühl ist für Christian Fisler geradezu unbeschreiblich. Der 21-jährige Moerser skatet seit sieben Jahren. Mit Leidenschaft. Und immer. Irgendwie.
Skaten ist ein Lebensgefühl. Sagt Christian Fisler. Aha. Und was heißt das genau? Jetzt schaut er ein wenig verlegen drein, der 21-Jährige mit dem blauen Cappy, dem grauen Kapuzenshirt und dem Dauerlächeln. "Na ja", setzt er an, bricht ab, zögert, schaut sich um, setzt wieder an, "man muss das halt wollen." Und weiter? Schweigen. Zehn Sekunden. Dann ein Schulterzucken. Gefühle sind eben schwer zu beschreiben.
"Bis man richtig gut fährt, dauert's so zwei, drei Jahre", sagt der Moerser. Seit sieben Jahren steht er auf dem Board. Täglich. Denn wenn man die Tricks nicht wiederhole, roste man ein. Deshalb übt Christian sogar unterwegs. Das Board ist für ihn nicht nur die große Liebe, sondern auch - ganz pragmatisch - ein Verkehrsmittel. Und auf dem Weg zum Kumpel kann man auch den einen oder anderen Sprung wagen.
Eine eigene Sprache
Wobei Christian nicht von Sprüngen spricht. Wär' ja auch zu einfach. Er redet von Flips, von Grinds und so weiter. "Skater haben halt ihre eigene Sprache", sagt er. Und die muss man genauso lernen wie die Tricks. Beides schleift sich ein mit der Zeit. Die einen lernen schneller, andere langsamer.
In etlichen Städten ist Christian schon Wettbewerbe gefahren. Dieses Wochenende war er in Duisburg beim C.O.S. Cup im Rheinpark, einem Vorentscheid zur Deutschen Streetskate-Meisterschaft. Einen Siegerpokal habe er noch nicht zu Hause stehen, sagt er, lacht: "Wär' natürlich auch mal cool." Aber der gewonnene - Achtung, Slang! - "Skate Stuff", also Rollen, Klamotten und so weiter sei ja auch schon mal was. Und immer sei es ein gutes Gefühl, dabei zu sein. Ein unbeschreibliches Gefühl.
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