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Integrationsdebatte

Sarrazin in Duisburg

30.11.2010 | 12:47 Uhr

Heftige Auseinandersetzungen begleiteten den Auftritt von Thilo Sarrazin in Duisburg im Lehmbruck-Museum.

Der umstrittene Buchautor Thilo Sarrazin las im Duisburger Lehmbruck-Museum aus seinem Buch "Deutschland schafft sich ab". Dabei gab es heftige Auseinandersetzungen mit dem Kulturdezernenten der Stadt, Karl Janssen. Vor dem Museum trafen sich etwa 80 Gegendemonstranten, die zeitweise von der Polizei davon abgehalten werden mussten, ins Museum zu gehen.

MPG

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Kommentare
19.12.2010
23:29
Sarrazin in Duisburg
von Ing. vom Niederrhein 68 | #65

Schön, dass die WAZ den unsinnigen, in der Zeitung gedruckten Verriss von Herrn Markus Peters jetzt hier auf die paar Zeilen zusammengestrichen hat. In seinem Bericht wimmelte es von verzerrenden Bewertungen und Kommentaren. Das gescholtene Stammtischniveau hat Herr Peters hineingebracht.
Das Wort „umstrittne Buchautor“ kann die WAZ immer noch nicht lassen; Umstritten ist er nur bei rund 10 Prozent der Menschen, praktisch nur politischen Elite und seltsamerweise große Teile der Presse.
Warum schummelt die WAZ auch so? Was soll ich mit einer Zeitung, die Berichte mit umstrittener und eigentlich falscher Meinung bringt? Geschieht das alles vielleicht wirklich um die Wahrheit und die wirkliche Resonanz in der Bevölkerung zu unterdrücken und uns zu manipulieren?
Eine Antwort des Chefredakteurs würde mich sehr freuen.
Beiträge von Herrn Peters halte ich demnächst für unjournalistisch und überflüssig.

15.12.2010
15:34
Sarrazin in Duisburg
von HKT | #64

Zitat#63: „Es geht aber nicht ohne die Kulturleistungen anderer Völker zu achten und wenn möglich, diese auch im eigenen Land zu akzeptieren.“

Hier bin ich ganz Ihrer Meinung. Sollte sich allerdings die „Kulturleistung“ durch Zwangsehen, Ehrenmorde und Nichtachtung der Gesetzte des Landes in dem man lebt „auszeichnen“, so muss diesem zwingend Einhalt geboten werden damit man nicht zu anarchistischen Zuständen kommt wo jeder auf Kosten der Allgemeinheit machen kann was er will.

Zitat#63: „Nur durch Integration neuer Werte - oder wesentlicher Teile davon - bleibt die eigene Kultur lebendig“

Auch hier stimme ich Ihnen zu. Lesen Sie doch mal den Koran. Ich will niemandem zu Nahe treten, aber Sie werden erstaunt sein, wie viele Dinge, aus noch älteren “Büchern“, man da wiederfindet.

Allerdings muss schon klar sein wer sich wem (und wie) anpasst. Neue Werte heißt ja nicht zwingend, dass diese besser sind, als die, die man lebt. Darüber hinaus kann es ja wohl nicht sein, dass sich eine historisch gewachsene Mehrheit der einheimischen Bevölkerung, Wertevorstellungen übernimmt, die in Deutschland im Mittelalter üblich waren.

Auf Werte, die Frauen zu Menschen zweiter Klasse machen, die Jungfräulichkeit fordern und wo die Herren dieser Schöpfung auf der Vulkanstraße ein- und ausgehen, die eine Weltanschauung und die Familie über das Gesetz eines Staates stellen, kann (und will) ich gerne verzichten.

Wer das anders sieht kann ja mal versuchen am Enghelab-Platz (Innenstadt von Teheran) eine Synagoge zu errichten. Ich fürchte nur, dass er uns nicht mehr von seinem Erfolg (oder Misserfolg) berichten kann…

15.12.2010
14:33
Sarrazin in Duisburg
von besorgte Bürger | #63

Etwas für den sozialen Fortschritt in diesem Land zu tun ist sehr ehrenwert. Es geht aber nicht ohne die Kulturleistungen anderer Völker zu achten und wenn möglich, diese auch im eigenen Land zu akzeptieren. Was mag eine offene Gesellschaft anders sein, als die, die durch Anerkennung fremder Normen und Überdenken eigener Werte zu neuen Zielen zu kommt. Nur durch Integration neuer Werte - oder wesentlicher Teile davon - bleibt die eigene Kultur lebendig und überlebensfähig. Das war nicht nur bereits zur Zeit der Völkerwanderung für die Völker Europas überlebenswichtig, sondern gilt heute um so mehr. Leider stehen Leute wie Sarrazin einer solchen positiven Entwicklung im Weg und es ist traurig, dass sich nicht unwesentlich wenige Bundesbürger seinen Ideen verpflichtet sehen.

15.12.2010
11:53
Sarrazin in Duisburg
von HKT | #62

Es ist doch immer wieder erstaunlich zu sehen wie sich Menschen aus dem Geschehen zurück ziehen wenn es darum geht nicht nur Forderungen zu stellen sondern auch eben darum geht etwas für unser Land zu tun.

Wie ich schon in meinem Beitrag #36 geschrieben hatte: „Fördern & Fordern sind kein Widerspruch, es gibt in einem Land nicht nur Rechte sondern auch Pflichten“ und es im Beitrag #58 vertieft hatte: „Frage nicht, was dein Land für dich, sondern was du für dein Land tun kannst!“ bekommt man selbst von „besorgte(n) Bürger(n)“ keine Rückmeldung mehr.

Auch wenn man mehrfach fragt: „Sind Sie dabei?“ bzw. „Sind Sie bereit auch ihren Beitrag zu leisten?“

Zusammenfassend kann man also sagen: Viel Lärm um nichts.

Denn wer nicht bereit ist sich entsprechend in einem Land zu engagieren und auch persönliche Opfer zu bringen, der darf auch nicht (mit dem erhobenen Zeigefinger) andere maßregeln und „wer sich auf die Geschichte beruft, sollte bedenken, dass Adam und Eva das Blatt nicht vor den Mund nahmen“.

Der letzte Ausspruch stammt von Dr. rer. pol. André Brie, deutscher Diplom-Politikwissenschaftler, Europaabgeordneter der Linkspartei….

14.12.2010
00:17
Sarrazin in Duisburg
von Intregal | #61

Zu #59: Da greift der versorgte Würger mal wieder tief in die Geschichts-Mottenkiste. Greift bei mir nicht, bin Nachkriegskind und verweigere mich der Erbsünde. Es geht um die Duisburger Realität HIER UND JETZT und um nichts anderes. Nur wer die Augen vor Ort offen hält, begreift, was in unserer Stadt vorgeht, und das ist ALLES ANDERE ALS POSITIV., Herr Rohn.

13.12.2010
15:34
Sarrazin in Duisburg
von HKT | #60

@besorgte Bürger:

SInd Sie nun dabei oder nicht?

13.12.2010
14:23
Sarrazin in Duisburg
von besorgte Bürger | #59

zu 57 riegelrudi
Sehr geehrter Rigelrudi, die Pressemitteilung der Bürgerunion habe ich gelesen. Hieraus entnehme ich, dass jemand der öffentliche Ächtung erfährt entweder Kunstschätze geschändet oder gegen Menschenrechte verstoßen haben muss. Das ist ein weites Feld, das Sie da öffnen und dennoch klären Sie damit, dass es für diese Wählergemeinschaft völlig belanglos ist, was rassistische Ansätze in der Politik für Sie bedeuten und welche Folgen diese in der politischen Auseinandersetzung haben könnten. Frage: wie erklären Sie zum Beispiel das Engagement der Reichsbahn während des 3. Reiches und den Zusammenhang der Bundesbahn. Die Entschädigung der Opfer wäre für Sie belanglos? Ist jemand, der nur Verwaltungschef war und an den Deportationen von Juden, Kommunisten, Behinderten in Arbeitslager beteiligt war, als Rassist zu verurteilen? Oder darf solch ein Mensch, der nur im Geist gehandelt hat, als freier Mann den Gerichtssaal verlassen? Ist jemand, der fremde Völker unter Generalverdacht stellt, sie seien erblich belastet und durch Auslese dümmer als andere, ein Faschist? Ist derjenige, der vor der Ignoranz gegenüber Rechtstendenzen in dieser Gesellschaft warnt, umgehend ein Stalinist? Leider bleibt die Stellungnahme der Bürgerunion eine Antwort darauf schuldig. Denn denken tut weh.

13.12.2010
09:23
Sarrazin in Duisburg
von HKT | #58

Zu#56:

Grundsätzlich ist ja nichts Negatives zu dem zu sagen was Sie schreiben, nur geht es doch sehr an der Realität vorbei. Teilen heißt auch verteilen. Verteilen kann man nur wenn es etwas zu verteilen gibt. Solidarität ist gut. Solidarität bedeutet aber auch, dass es keine Einbahnstraße ist. Also ist Solidarität auch ein GEGNSEITIGES geben und nehmen.
Ihre Anmerkungen zu den christlichen Werten in allen Ehren, aber ich frage mich wo genau diese sind. Sind es etwa die, die uns tagtäglich durch die Medien vermittelt werden. Stichworte: Mein Auto, mein Haus, mein Pool? Oder der Klassiker in der TV-Werbung? Zuerst die bemitleidenswerten Bilder kleiner hungernden Kinder gefolgt von Katzenfutterwerbung in der das Futter in feiner Gelle mit Petersilie verfeinert wird?

Dann noch Ihre Anmerkung zu den Befindlichkeiten eines Moslems….

Tun Sie mir es gleich und lesen Sie doch mal den Koran. Ein wirklich tolles Buch. Gute Ansätze die in weiten Teilen der Bibel und der Tora ähnlich sind. Mit anderen Worten: So verschieden sind wir eigentlich nicht, aber leider gilt hier das Gleiche wie bei uns. An das was dort geschrieben steht halten sich leider nur wenige. Oder besser gesagt es ist das gleiche Problem, dass wir vor Luther hatten. Von der Kanzel wird etwas gepredigt, was nicht unbedingt dem entspricht was geschrieben steht. Wie kann man es sonst erklären, dass anders Gläubige pauschal verurteilt werden und das dann als Zugabe in Deutschland eine Kultur mit europäischen und deutschen Geldern gefördert wird, die durch extremistische Prediger genau gegen uns arbeitet.

Ist deshalb dieser Glaube schlecht? Nein! Genauso wenig wie der unsere. Nur wir sind mittlerweile einige hundert Jahre in der Entwicklung weiter und eigentlich toleranter. Nur darf man dabei nicht vergessen, das die Zeiten eines ausgeprägten Liberalismus für die Situation verantwortlich sind in der wir uns nun befinden. Wir haben es einfach zu lange geduldet, dass Menschen aller Art (und damit meine ich auch Deutsche) auf Kosten der Allgemeinheit eine Parallelgesellschaft etabliert haben.

Und um es ganz klar zu sagen: Daran ist nicht die Politik schuld – sonder wir – die Wähler und Wählerinnen. Dazu ein Beispiel.

Thema Atomausstieg: CDU/CSU/FDP haben vor der Wahl ganz klar gesagt, dass der Schröder/Fischer-Kurs zurückgenommen wird. Sie setzen also nur das um, was Sie VOR der Wahl gesagt haben. Also darf man sich nun nicht beklagen.

Ich frage mich auch, warum man das Rad mehrfach erfinden muss, wenn es in Europa gute Ansätze gibt Defizite zu beheben. Beispiel Lehermangel/Ausbildung.

In keinem Anderen Land gibt es so viel Kindergeld wie bei uns. Aktuelle Studien haben belegt, dass wenn man das Kindergeld nur um 30 Euro kürzen würde und dieses Geld für Lehrer und Schulen ausgeben würde, es keine Mangel in der Ausbildung unserer Kinder geben würde. Belgien macht es vor! Dort sind zum Beispiel die 2 Jahre Vorschule kostenfrei und das Kindergeld ist nur halb so hoch wie bei uns.

Beipeile dieser Art gibt es viele, aber was viel wichtiger ist, ist die Tatsache, dass es nicht wirklich wichtig ist, ob man mit Sarrazin übereinstimmt oder nicht. Wichtig ist, dass diese Debatte geführt wird und dass wir etwas ändern. Gut an Sarrazin ist, dass er zu den Menschen gehört die man nicht totschreien kann. Er findet Gehöhr und Zustimmung. Nun muss man sich überlegen was man daraus macht. Überlassen wir den Extremisten aller Art das Feld oder streben wir Änderungen an, die ein Zusammenleben ALLER Deutschen im Sinne eines Gemeinwohls dauerhaft ermöglichen.

Um es mit J. F. Kennedy zu sagen:

Frage nicht, was dein Land für dich, sondern was du für dein Land tun kannst!

Ich wäre dabei – und Sie?

12.12.2010
21:33
Sarrazin in Duisburg
von riegelrudi | #57

Pressemitteilung der Bürger Union zum Thema:
http://transmedia.typepad.com/fw-bu/2010/12/meinungsfreiheit-auch-für-sarrazin-und-fans.html

10.12.2010
19:43
Sarrazin in Duisburg
von besorgte Bürger | #56

Dieser Beitrag zum Thema Sarrazin spricht ein ganz zentrales Thema dieser und der nächsten Generation in Deutschland an. Das Thema: Teilen und Solidarität. Ritualisiert findet dieses Motto immer noch Einzug in alten christlichen Werten und Traditionen. Wie zum Beispiel bei Sankt Martin Festen oder beim Weihnachtsfest, wenn man beim Letzten von der zunehmenden Konsumorientierung einmal absieht. Was passiert aber, wenn die Menschen in den Schwellenländern und in den Hungergebieten dieser Länder vermehrt nach Europa (und das heißt nach Deutschland) gelangen wollen, um wenigstens das Nötigste an Lebenserhalt zu erlangen oder sogar einen auskömmlichen Lebensstandart? Arbeit und Brot! Europas Grenzschutz, der bereits jetzt schon dem Ansturm der Menschen kaum gewachsen scheint, müsste militärisch weiter aufrüsten um alle Boote von Flüchtlingen vor den Küsten abwehren zu können oder müssten jegliche Einwanderungspfade über Land verminen. So sind die christlichen Traditionen, worauf sich die Menschen im Abendland berufen, Schall und Rauch und nicht einmal einen Furz wert, wenn man die augenblickliche Debatte um Sarrazin bewerten soll. Die Menschen machen bereits jetzt dicht, obwohl ihnen längst noch nicht das Wasser bis zum Hals steht. Und die Welle der Emigranten ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. Also über Bord mit den christlichen Werten (worauf sich die Konservativen ja so laut berufen!), über Bord mit den Migranten in den Booten vor Europas Küsten. So lebe der gesunde Egoismus! Der zudem als genetisch begründet erscheint, wenn man den Sozialdarwinisten Glauben schenkt. So tun als ob man solidarisch mit den Notleidenden ist dann immer noch möglich im geschlossenen Heim und festlicher Stimmung und dem Weihnachtsbaum. Das reicht für die Mehrheit für das folgende Jahr! Hauptsache der eigene ..... sitzt im Trockenen! Ich kann mir vorstellen, dass ein Moslem dieser schizophrenen Denkweise der Menschen in diesem abenteuerlichen Abendland nichts abgewinnen kann. Als Atheist in Deutschland hat man tatsächlich die Konsequenz daraus gezogen. Die hilflosen Theorien eines Sarrazins werden den Mangel an menschlicher Solidarität in diesem Land eher verschärfen, als diesen zu bewältigen.

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