Pannekopp 2011 gesucht
14.01.2011 | 11:24 Uhr 2011-01-14T11:24:00+0100Wer wird Pannekopp 2011? Steiger Martin Kaysh vom Ruhrpottkarneval Geierabend in Dortmund nennt die Kandidaten — nominiert sind die „Kohlekiller" Rainer Brüderle und Günther Oettinger sowie die PCB-Schleuder-Firma Envio für innovatives Biorecycling: „Während deutsche Unternehmen ihren Dreck normalerweise in Entwicklungsländer exportieren, ging Envio den umgekehrten Weg: Das PCB kam aus aller Welt nach Dortmund.“
Der Steiger stellt die zwei Nominierten für den schwersten Karnevalsorden der Welt vor und erklärt, wieso gerade ihnen diese Ehre zukommt. Voraussetzung für die Nominierung: Die Titelkandidaten müssen sich um das Ruhrgebiet verdient gemacht haben — und das in bester Geierabend-Manier auch gern unfreiwillig karnevalistisch.
Premiere am Donnerstag
„Pott to go“, unter diesem Motto hat der Geierabend 2011 am Donnerstga auf Zeche Zollern Premiere gefeiert; vor ausverkauftem Haus, versteht sich. „Pott to go“, diese „denglische“ Wortkombination wirft die Frage auf: Was denn nun, Pott zum Mitnehmen oder Weglaufen? – Nimmt man einen der 37 „Ruhrpottkarneval“-Abende mit, weiß man, warum man das Jahr über oft weglaufen wollte. Auch in der 20. Auflage werfen „Panneköppe“ und „Jallermann-Klangtett“ mit Sketchen und Songs zwischen Comedy und Kabarett einen närrischen Blick auf das Geschehen in Dortmund und der Region.
Wie in jedem Jahr stimmen die Zuschauer über den „Pannekopp des Jahres“ ab – dem Preisträger winken 28 Kilo Schrott an der Kette. Zum ersten Mal kommt es in diesem Jahr dabei zu einer Eventual-Nominierung: „Einen Duisburger Politiker für 21 Tote zu nominieren, die er nicht auf dem Gewissen hat, wenigstens nicht auf seinem eigenen, empfinden wir als unangemessen. Es sei denn, wir können die 28 Kilo dieses Ordens auf einer der Rheinbrücken übergeben – mit einem freundlichen Schulterschlag.“
A40 als langer Parkplatz
Zu den Höhepunkten des Abends zählen Maik Giesberts und Hans Martin Eickmanns Gedanken über die Nachhaltigkeit der Wirkung von Ruhr.2010. Zum Beispiel „Stillleben“ könne man leicht abgewandelt fortführen: „Die A40 wird der längste Parkplatz der Welt, alle fünfzig Meter eine Not-Pommesbude, beschallt mit Grönemeyers ‘Currywurst‘.“ Schon im letzten Jahr hatte der Geierabend die Idee von „local heroes“ aufgegriffen und hat jetzt jedes Jahr eine „Partnerstadt“, der besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. 2011 ist das Witten: „Lange die kleinste Großstadt Deutschlands, jetzt ist es die größte Kleinstadt.
Leider nicht immer ist das neunköpfige Ensemble lustig, manches wirkt nur komisch. Eine starke zweite Hälfte mit Neuem von altbekannten Publikumslieblingen wie „Wemser & Missgeburt“ und „Die Zwei vonne Südtribüne“ macht das aber spielend wett.
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Wie in jedem Jahr stimmen die Zuschauer über den „Pannekopp des Jahres“ ab – dem Preisträger winken 28 Kilo Schrott an der Kette. Zum ersten Mal kommt es in diesem Jahr dabei zu einer Eventual-Nominierung: „Einen Duisburger Politiker für 21 Tote zu nominieren, die er nicht auf dem Gewissen hat, wenigstens nicht auf seinem eigenen, empfinden wir als unangemessen. Es sei denn, wir können die 28 Kilo dieses Ordens auf einer der Rheinbrücken übergeben – mit einem freundlichen Schulterschlag.“
Ein dreifaches Kölle-Alaaf an die Verleiher dieses Preises! Sollte es zu der oben angedachten Preisverleihung kommen, wäre ich zu gerne dabei!
15:36
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12:25
OB Sauerland nicht zu vergessen !!
10:50
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11:53
Kandidaten wären doch auch Aigner, Westerwelle und Konsorten!