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Obama: Mehr Zeit für die Wirtschaft

07.09.2012 | 09:43 Uhr

Charlotte, 07.09.12: In seiner mit Spannung erwarteten Rede auf dem Parteitag der Demokraten hat US-Präsident Barack Obama unter dem Jubel seiner Anhänger die Nominierung für die Präsidentschaftswahlen angenommen und die Wähler um mehr Zeit gebeten.

Mit großer Spannung hatten zehntausende Delegierte diese Rede erwartet, es geht um nicht weniger als seine Wiederwahl im November, dafür wollte Barack Obama in seiner zentralen Rede zum Nominierungsparteitag die Demokraten mobilisieren. Und das scheint ihm gelungen zu sein. Der US-Präsident bat die Amerikaner um mehr Zeit zur Lösung der Wirtschaftskrise gebeten. Es werde länger dauern, um die über Jahrzehnte aufgelaufenen Probleme zu lösen, sagte er in der Nacht zum Freitag in North Carolina vor jubelnden Parteifreunden. Obama nahm mit der Rede zum Abschluss des dreitägigen Treffens in Charlotte formell die Kandidatur seiner Partei an. Diese Abstimmung sei eine Wahl zwischen zwei grundsätzlich verschiedenen Visionen, wie die Zukunft der USA aussehen solle, erklärte Obama. O-Ton Obama: "Ich werde nicht so tun, als ob der Weg, den ich Ihnen anbiete, einfach oder schnell sein wird", erklärte er. "Das habe ich nie." Er sei nicht gewählt worden, um das zu sagen, was die Menschen hören wollten. "Sie haben mich gewählt, damit ich die Wahrheit sage. Und die Wahrheit ist, dass es mehr als nur ein paar Jahre dauern wird, um die Herausforderungen zu bewältigen, die sich über Jahrzehnte angesammelt haben." O-Ton Obama: "Aber Amerika, unsere Probleme können gelöst werden, wir können uns den Herausforderungen stellen. Der Weg, den wir anbieten mag schwerer sein, aber er führt zu uns an einen besseren Ort. Und ich bitte Sie, diese Zukunft zu wählen." Obama warf den Republikanern vor, auf ihrem Parteitag keine konkreten politischen Ziele genannt zu haben. "Sie wollen Ihre Stimme, aber sie wollen nicht, dass Sie ihren Plan kennen." Die Strategen der Demokraten hatten bei der Nominierungsrede des republikanischen Herausforderers Mitt Romney das Fehlen einer Blaupause für Wirtschaftsreformen als Versäumnis ausgemacht. Entsprechend stellte sich Obama Ziele für die kommenden Jahre: Bis 2016 sollen eine Million Arbeitsplätze in der Industrie geschaffen, bis 2020 die Öl-Importe halbiert und bis 2022 100.000 Lehrer für Mathematik und Naturwissenschaften eingestellt werden. In der Außenpolitik kündigte Obama an, die USA würden weiterhin "die schlagkräftigste Armee unterhalten, die die Welt je gesehen hat". Er sprach von Erfolgen seiner Regierung: Der Krieg ihm Irak sei beendet, die Taliban seien in Afghanistan zurückgedrängt worden und 2014 werde dort der längste Krieg der USA zu Ende gehen. Die Demokraten hatten bewusst die Parole "hope and change" - "Hoffnung und Wandel" - von vor vier Jahren in den Hintergrund gestellt. In seiner Rede erklärte Obama nun, es seien vielmehr die Bürger der USA, die ihm Hoffnung gäben. Unter Hinweis auf die Bibel sagte er, die Zukunft sei voller Hoffnung. "Wenn Sie diese Hoffnung mit mir teilen, dann bitte ich Sie heute Abend um ihre Stimme." Obama steht im Wahlkampf unter Druck. Das Rennen ist äußerst eng: Beide Kandidaten liegen in Umfragen derzeit etwa gleichauf.

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