Kunst mit der Kettensäge
03.03.2010 | 14:59 Uhr 2010-03-03T14:59:00+0100Paul-Gerhard Schmitt liebt es brachial: Wenn andere lesen oder fernsehen, kreiert er Bildobjekte mit der Kettensäge.
Paul-Gerhard Schmitt geht als Architekt einer beruflichen Tätigkeit nach, die in starkem Maße reglementiert ist. Umso größer ist sein Spaß, wenn der Essener in seiner Freizeit frei von Regeln seiner ungewöhnlichen Leidenschaft frönen kann: Er bearbeitet Multiplexplatten mit der Kettensäge und bemalt sie danach mit Acryl- oder Lackfarben.
Die Anregungen für seine Werke erhält er spontan, in der Auseinandersetzung mit dem Material und dem Gerät. Oder, um es mit seinen Worten auszudrücken: „Ich lasse mich von der Kettensäge führen.“
Die Werke von Paul-Gerhard Schmitt stehen in seinem Atelier in Essen-Haarzopf auch zum Verkauf. Im Vordergrund steht für ihn bei dieser „Parallelveranstaltung“ jedoch nicht der kommerzielle, sondern der Freiheits-Aspekt. Paul-Gerhard Schmitt: „Hier kann ich – salopp gesagt – richtig die Sau rauslassen.“
08:33
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
08:32
…nun lasst doch den alten Mann in Ruhe mit seiner Säge spielen, wenn er dabei weiterhin keine Schutzkleidung trägt, wird man bald eh nichts mehr von ihm hören. Wenn heutzutage jemand in die Ecke scheisst und sagt das ist Kunst, dann ist das Kunst. Wenn jemand blaue Kühe auf rotem Hintergrund malt und sagt das ist Kunst, dann ist das Kunst und wenn jemand eine Holzplatte zersägt und sagt das ist Kunst, dann ist eben auch dies Kunst. Wer Kontakte zur Lokalpresse hat und selbstinszenierte Filmchen über sich ins Netz stellt, dann hat dies nichts mit Kunst zu tun, das kann dank Internet jeder Hansel. Für den Inhalt ist jedoch jeder selbst verantwortlich. Nur mit Kritik können die selbsternannten Künstler, die noch gar nichts vorzuweisen haben, meistens am wenigsten umgehen.
13:23
Leider wird in diesen Text-Kommentaren nicht auf die wirkliche Arbeit eingegangen. Es gibt nicht nur einen Maler, der auf Papier oder Leinwand zeichnet, es wird mit den (neuen) Werkzeugen der jeweiligen Zeit gearbeitet und, da technisch möglich, öfter mit größeren Objekten und mit neuen Werkzeugen in den Augen der Kunst, was für Frau Herzog und Shappor natürlich auch gilt. Böse Zungen sagen speziell zu Shapoor zum Einen, Handwerkskunst ist keine echte Kunst, oder Teile der Figuren sind nur weiterentwickelte Ideen der Gartenzwerge, was absolut nicht meine Meinung ist, auch diesen Objekten muss und wird durch den Künstler Leben eingehaucht. Aber gleichzeitig zeigen diese Kommentare, das Kunst nicht schön sein, muss, nicht immer verstanden werden muss; vielleicht auch einfach nur unterhalten sein soll - Kunst ist kontrovers. Oder hat jemeand schon einmal Rembrandt mit Miró verglichen, oder Mozart mit Herbert Grönemeyer.
Gedanken, Gefühle, oder Eindrücke des Weltgeschens in andere Formen zu bringen kann nur individuell sein. Peinliche Selbstdarstellungen kann man dies im Übrigen sicher nicht nennen, da Herr Schmitt den Bericht über sich nicht selbst gedreht hat und Lokalredaktionen, wenn auch im kleinen Rahmen eine gewisse Bewertung vorab vornehmen werden, ob ein Bericht sendewürdig ist.
12:05
Wieder jemand, der meint sich im Alter selbstverwirklichen zu müssen. Peinliche Selbstdarstellung, das hat nichts mit Kunst zu tun. Viel Geschwaller um Nichts, aber dafür ist Herr Schmitt ja schon bekannt!
11:57
Und in Arnsberg verarbeitet Shapoor Engineer Holz zu Kunstwerken.
09:49
Nix Neues, in Wesel-Flüren arbeitet die Künstlerin Anja Weinberg schon lange mit der Kettensäge und schafft damit interessante Holzskulpturen. Die NRZ bzw. Petra Herzog berichtete im letzten Jahr darüber.
07:51
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.